1. Wohnzimmerlesung – Ira Ebner

Ich schulde Euch ja schon lange den Bericht zur Wohnzimmerlesung. Sorry, dass es so lange gedauert hat, doch ich hatte 2 Problemchen – mein Kamerakind kam mit dem Film so spät an und 2. ich weiß gar nicht, was ich genau schreiben soll. Hmm…… fange ich mal der Reihe an:

Warum Wohnzimmerlesung

Dazu muss man vielleicht wissen, dass ich in Wasserburg am Inn lebe. Eine Kleinstadt nicht allzuweit weg von München und Rosenheim. Zudem ist Wasserburg kulturell sehr interessiert und es kommen genug Münchener zu uns um in die hiesige Kunstszene einzutauchen.

Doch als ich mal nach einer Lesung fragte, wurde ich regelrecht enttäuscht. Von den 3 ansässigen Buchgeschäften veranstaltet einer gar nichts, ein anderer 2 maximal im Jahr – und ohne wirkliches Interesse und einer  nur wenn es nichts kosten würde. HÄAA

Vor lauter Frust habe ich dann gesagt – okay, das probiere ich jetzt selbst. Und hab rumgefragt, ob Interesse bestehen würde. Die Resonanz war recht positiv.

Also welchen Autorß

Zu Ira Ebner

Zu der Zeit lernte ich gerade Ira kennen und schätzen. Wir verstanden uns gut und sie erzählte von ihren ersten Lesungen. Da habe ich spontan gefragt, ob sie Interesse hätte und sie hat ebenso spontan zugesagt. Dann ging es ans Planen.

Mit Ira habe ich eine Autorin gewonnen, die schon etwas Erfahrung gesammelt hatte, aber noch keinen allzugroßen Bekanntheitsgrad hatte. Das Buch fand ich zwar gut und interessant, ist aber leider keine Massenware.

Also habe ich direkt eingeladen. Alle, die mir einfielen, die für die Wohnzimmerlesung in Frage kommen. Maximal 16 Personen haben Platz. Dies haben wir mit Stühlen etc. ausgemessen.

8 feste Zusagen kamen – immerhin :-) Generelles Interesse aber recht groß.

Der große Tag

Puh, meine Familie und ich waren schon nervös. Wie geht es erst Euch Autoren? Es war ein Wagnis – es ist unsere Wohnung, unsere Privatsphäre. Wir haben ein Loch in der Wand. Kuchen gebacken, Prosecco gekauft, festgestellt, dass nicht genügend Sektgläser im Haushalt sind (müssen unbedingt gekauft werden), Kaffee gekocht, geräumt, geputzt hergerichtet.

Dann zwei Absagen . Gut verstehe ich, es waren Absagen aufgrund Krankheit oder familiären Verpflichtungen.

ABER es wurde toll. Alle Anwesenden gefiel die sehr gute Lesung von Ira. Es war eine gemütliche, ruhige Atmosphäre. Der Kuchen hat geschmeckt und es war einfach nur schön. Wie man es sich bei einer Wohnzimmerlesung vorstellt. Sehr persönlich und angenehm. In der Pause wurde geplaudert und diskutiert. Das Publikum war interessiert und es war eine heimelige Atmosphäre, die man gar nicht so in Worte fassen kann.

Es war ein trüber Herbsttag – passend zum Thema. Der Kater wollte unbedingt dabei sein und lag auf der Couchlehne und hat vor sich hingeschnurrt. Der Hund hat sich hingelegt, ab und an eine Streicheleinheit eingefordert, eine Duftkerze sorgte für angenehmes Klima. Es hat einfach gepasst und war wunderschön.

Hier ein paar Impressionen und Eindrücke aus dem Buch Himmel, Erde, Schnee von Ira Ebner

Wie geht es weiter?

Ich habe ja das große Glück, dass Helmut Barz sich angesagt hat. Das ist für mich reines Glück, denn seine Bücher schätze ich auch sehr. Zudem sind es diesmal Krimis, so dass wir es nochmals mit einer Wohnzimmerlesung probieren möchten. Vielleicht kommen wieder nur ein paar, vielleicht kommen auch ein paar mehr. Die Vorbereitungen laufen bereits wieder an und ich verteile bereits wieder Einladungen.

Dann haben mein Mann und ich beschlossen – wir werden noch eine 3. Wohnzimmerlesung veranstalten und erst danach klären, ob wir damit weiter machen oder nicht – je nach Resonanz.

Ira hatte uns in der Lesung bereits einen exklusiven Vorabeinblick in den zweiten Teil von Himmel, Erde, Schnee gegeben und dieser erscheint am 1. Dezember 2012. Darauf freue ich mich auch schon.

Netterweise habe ich den Klappentext schon bekommen und ihr seid auch die ersten, die davon erfahren.

Durch die aktuellen Diskussionen schreibe ich ihn mit meinen eigenen Worten mal auf.

Es geht weiter. Lagle muss in den 1980er Jahren immer mehr mit Mangel und Unfreiheit zurecht kommen. Sie zweifelt immer mehr an diesem System, was auch vom Wissenschaftler Enno Treimann unterstützt wird.  Sie trifft auf immer mehr Widerstand in der Bevölkerung und es kommt zu der „Singenden Revolution“. Lagle muss nun in den Wirren der Wendejahre bestehen und ihren Weg finden. 

Ja, dieser Teil wird für mich nun wirklich interessant und ich bin schon sehr neugierig.

Wer auch bzgl. des zweiten Bandes informiert werden möchte, sollte sich hier in den Kommentaren melden (mit einer gültigen Email-Adresse). Ich werde diese dann an Ira weitergeben und ihr kommt mit in den Verteiler. Weitere Werbung wird hier nicht gemacht und die Adressen auch nicht anderweitig weiter gegeben. Versprochen.

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13 Kommentare bis “1. Wohnzimmerlesung – Ira Ebner”

  1. Sandra sagt:

    Total spannend Deine Wohnzimmerlesung. Ich würde so etwas auch super gerne mal machen. Zu Dir ist die Anreise leider zu weit, also gib doch mal Laut, wenn Du was im Rhein-Main-Gebiet mitbekommst.

    Liebe Grüße und viel Erfolg für die nächsten Lesungen.

    • Mella sagt:

      Morgen schreibe ich dazu eh einen Artikel mit Hinweis. Ansonsten schau mal oben in Blogger sucht Autor und frag einfach bei den Autoren in Deiner Gegend nach und veranstalte selbst eine Lesung. Die sind oft sehr aufgeschlossen!

    • daggi sagt:

      Ein toller Einblick, vielen Dank!

      Sandra, da wäre doch Helmut Barz optimal,Nähe Frankfurt und Du musst backen, das sind die Bedingungen :D

  2. […] am 17. Oktober, ist der Bericht von Mella auf Buchkritik von ihrer Wohnzimmerlesung mit Ira Ebner. Total spannende Sache, ich will auch eine […]

  3. nasch sagt:

    Ich stelle mir eine Wohnzimmerlesung total klasse vor – generell bevorzuge ich aber auf eine zu gehen, anstatt sie selbst zu veranstalten. Ich glaube mein Bekanntenkreis bzgl. Krimi/Thriller Leser ist ziemlich klein :D

  4. Iris sagt:

    Hallo Mella,
    ich finde, der Film vermittelt einen guten Eindruck von der Lesung und ich stelle es mir wirklich gemütlich vor, dabei zu sein. Sag deinem Kamerakind mal ein nettes Dankeschön mit viel Lob, denn das hat er wirklich gut gefilmt. Und auch du hast diesen Film wie auch immer toll hier eingefügt, denn ich hatte hier nicht die Probleme beim Betrachten, die ich dir neulich mal schilderte.
    LG Iris

  5. Susanne K sagt:

    oh ja, das war ein wundervoller Nachmittag – und auch die Stimmung war sehr entspannt und angenehm- kann ich nur empfehlen. Sollte jemand zufällig bei der nächsten Lesung in der Gegend sein – einfach „reinschneien“
    Grüßle Susanne

  6. Julia sagt:

    Das hört sich toll an. So eine Wohnzimmerlesung stelle ich mir auch deutlich angenehmer vor, als die großen öffentlichen Lesungen. Gestern erst war ich bei einer Lesung von Werner Herzog in der Volksbühne und das gesamte Theater war bis auf den letzten Platz gefüllt. Eine Lesung mit Kuchen und auf einem bequemen Sofaplatz ist im Vergleich dazu ein Traum. In Berlin ist das kulturelle Angebot allerdings so groß, das Wohnzimmerlesungen wahrscheinlich schwer zu realisieren wären.

    Liebe Grüße

  7. […] am 17. Oktober 2012 hat Mella über ihre Erfahrungen mit ihrer ersten Wohnzimmerlesung […]

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