Altersangabe zu Büchern

Zur Zeit schlage ich mich mit einem interessanten Problem herum. Und zwar, Altersangaben zu Büchern. Also ab welchem Alter sollen die Kinder dies lesen, oder hören?

Hm, sehr sehr schwierige Frage, wie ich finde. Denn wie kann ich als Erwachsene das richtig beurteilen?

Mein 13-jähriger

Liest gerne und viel. Der letzte Teil von Harry Potter war ihm zu hart, hat er abgebrochen. Erebos verschlungen – ohne Probleme. Liebt Sherlock Holmes, inklusive dem Hund von Baskertville. Liest noch Warrior Cats, Bartimäus, Scheibenweltromane und schielt auf die Tribute von Panem. Hat auch schon die Auserwählten im Labyrinth gelesen, ach ja und den ersten Teil von Herr der Ringe.

Tja, beeindruckende Liste, oder? In der Schule gab es die unendliche Geschichte und die Odyssee. Das Nibelungenlied sollte dieses Jahr folgen.

Ehrlich, ich kenne Sherlock Holmes, Harry Potter und Warrior Cats, sowie Erebos. Fand ich alle etwa gleich „grausam“ oder gruselig. Die Auserwählten im Labyrinth sind bei mir im SUB, die anderen kann ich nicht ganz beurteilen, sollen aber so harmlos auch wieder nicht sein.

Seine Klassenkameraden und Freunde lesen ähnliches Kalliber. Was ist jetzt nun für 12-jährige und ab wann ist was für 14jährige, denn Säkulum soll für 14-jährige sein, was ich hier aber bedenkenlos mit einordnen würde.

HM. Wo ist die Grenze?

Ab wann kommen Liebesgeschichten ins Spiel?

Woher weiß ich wann ein einzelnen Kind reif dafür ist?

Mein 10jähriger

Denn dieser hört lieber, als er liest. Beim Hören ist er auch weiter, denn da kommen Bartimäus und Warrior Cats sicher nicht zu kurz. Beim Lesen, ist es wirklich noch „altersgerechter“. Obwohl, er wollte unbedingt Eragon. Das ist doch für 10jährige doch eigentlich auch nicht? Oder? Aber seine Klasse liest generell eher solche Dinge.

Meine Erinnerungen

Wir haben, wenn ich mich nicht täusche, in dem Alter „Herr der Fliegen“ gelesen und gesehen. Fand ich heftig und ist sicher noch immer nicht mein Geschmack. Dann noch die Spinne. Urgs – gruselig. Nein ich mag keine Spinnen, seitdem erst recht nicht mehr. War diese Lektüre Altersgerecht?

Kommt es gar auf das Kind drauf an?

Wohl auf jeden Fall. Denn die Lehrerin vom Kleinen meinte, dieser Klasse könnte Herr der Fliegen gefallen.  Okay, kann sogar sein.

Wie sollen wir Eltern uns verhalten?

Müsste ich jetzt wirklich vorher z.B. Bartimäus oder Die Tribute von Panem lesen, um dies zu Beurteilen? Eigentlich schon, doch sind diese Bücher ja so was von gar nicht mein Genre, dass es wohl für mich nicht unbedingt ein Vergnügen ist (kann mich auch täuschen). Doch wie soll man sonst beurteilen, ob das Buch für mein Kind geeignet ist.

Klar, dafür gibt es eigentlich die Altersangaben.

Und dann drehen wir uns im Kreis. Kann man ihnen trauen? Wie kommen die zustande? Sind sie noch Zeitgemäß?

Eure Meinung wüde mich echt interessieren.

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2 Kommentare bis “Altersangabe zu Büchern”

  1. Iris sagt:

    Die Altersangaben können wohl nur eine Groborientierung sein. In meiner Schulzeit haben wir in der 7. oder 8. Klasse Novellen gelesen (also 19. Jahrhundert), die ich heute vielleicht frühestens in der 9. einsetzen würde. Habe neulich mal Lehrpläne vergleichen müssen und da gesehen, dass eine Geschichte wie „Das Fräulein von Scuderi“, die vor da. 10 Jahren für Klasse 8/9 vorgeschlagen wurde, jetzt als Abithema in der Oberstufe gelesen werden muss, also im 11./12. Schuljahr. Diese Verschiebung liegt meiner Meinung nach daran, dass die Kinder heute privat ganz andere Themen lesen, als in den Schullektüren zu finden sind und sich deshalb mit den älteren Sachen grundsätzlich schwer tun oder sie aus Prinzip ablehnen.

    Bei der privaten Lektüre gehen sie doch gerne danach, was Freunde lesen oder eben thematisch ihre Welt ist. Und wenn das Thema für sie ansprechend ist, kann man nur staunen, welch inhaltlich oder auch sprachlich schwere Kost sie dann problemlos verdauen. Darum würde ich bei den wirklich interessierenden Themen schon mal eher was nehmen, was von der Altersangabe her zu früh ist.

    Ich lasse in der 7. Klasse immer auf etwas spezielle Art Bücher vorstellen und merke dabei natürlich, dass sich viel verändert. Da werden zunehmend Bücher angeschleppt, die meiner Meinung nach nur was für Erwachsene sind (Sebastian Fitzek, King). Andere Kinder wollen gerne „Das Sams“ vorstellen. Ich erlaube beides, weil es nur sekundär um das Buch geht und primär um die Form der Präsentation. Aber solche Beispiele zeigen, dass die Kinder wirklich unterschiedlich reif sind. Tabu sind bei dieser Aktion übrigens immer die aktuellen Bestseller (Potter, Eragon, Biss usw.), weil es da immer Streit drum gibt, wer es vorstellen darf, wenn 10 Leute es wollen.

    • Mella sagt:

      Finde ich interessant – die neuen Bücher auszuklammern. Ich bin auch manchmal stark irritiert. Angeblich liest ein 7.-Klässler harte Psychothriller. Also ne, das finde ich echt falsch, auch wenn ich das Genre liebe. Doch dies muss nun in dem Alter nicht sein.
      Ich glaube die heutigen Kinder haben nicht mehr den Zugang zur alten Klassikern. Brauche ja nur bei mir zu schauen. Vom Winde verweht – und vom Sohnemann Sherlock Holmes. Das war es. Ich hatte Zugriff auf Dr. Schiwago, Angelique (auch wenn ich es nicht gelesen habe) und und und. Dafür keine neuen und modernen Bücher……
      Hm.

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