Die fünfte Frau von Henning Mankell

Fakten zum Buch

Autor: Hennig Mankell 

Orignial Titel: Den femte kvinnan

Ausgabe von: 12. Auflage November 2003

Verlag: dtv

ISBN: 3-423-20366-8

Seiten: 564

Inhalt

Kurt Wallander wird mit einer Reihe von besonders grausamen Morden konfrontiert. Auf dem ersten Blick hin schienen die Opfer harmlose Bürger zu sein ohne großartige Feinde. Einer schreibt Gedichte, ein anderer liebt Orchideen und der dritte ist ein harmloser Forscher. Doch warum werden sie mit so offensichtlicher Brutalität umgebracht? Wie etwa in einer Pfahlgrube aufgespießt? Was will der Mörder damit erreichen?

Wallander und sein Team nehmen die Ermittlungen auf und müssen tief graben um die grausamen Gründe zu erfahren.

Mein Eindruck

Dies war mein erster Wallander- Roman. Ich weiß, dass ich sowieso die „nordischen Dunkelkrimis“ nicht besonders mag, doch nachem ich „Der Chinese“ im Fernsehen sah, wollte ich Mankell eine zweite Chance geben.  Und ja, es ist eine Welt in der ich mich nicht wohlfühle. Eine sehr düstere und irgendwie beklemmende Welt. Ich meine jetzt nicht den Psychothriller an sich – hier bin ich hart im nehmen. Doch irgendwie lassen alle beteiligen Personen irgendwie die Lebensfreude vermissen. Ich kann mich hier nicht wirklich klar ausdrücken, was ich hier meine und mein Mann hat mir auch gestern eindeutig den Vogel gezeigt, frei nach dem Motto „Da geht ein Serienkiller um und Du willst Lebensfreude?“. Ja, da hat er Recht, doch ist die Stimmung dort irgendwie so schwermütig – ganz anders als bei den anderen Krimis und Thrillern.

Und noch etwas ist mir aufgefallen. Die Leute müssen nicht schlafen. Sie arbeiten bis Mitternacht und später und sind morgens um 7 Uhr wieder fit und wach. Und nicht nur Wallander, sondern das ganze Team. Okay zum Ende hin werden sie müde, doch ich wäre nicht erst nach 4 Wochen total fertig, sondern würde wohl bereits am 4. Tag mitten in der Besprechung einschlafen. Sorry, das ist irgendwie unrealistisch.

Und noch eines – ich bin kein Schwedenfan und kenne das Land gerade mal vom Geografieunterricht und habe ein bisschen Grundwissen. Ich habe mich sehr sehr schwer getan, was mit Schonen (wohl ein Gebiet) und mit den ganzen Entfernungen so auf sich hat.  – Aber das ist meine Meinung, wollte es nur erwähnen, dass wenn man Mankell liest, sich hier ein wenig schlau machen sollte – oder diese Angaben gekonnt ignorieren (Spezialität meines Mannes, der zeitgleich ein Hörbuch von Mankell hörte)

Cover und Optik

Das dunkle Cover mit der einsamen nackten Frau und dem Vogel ist sehr schön gemacht. Doch auch hier erschließt sich mir nicht wirklich wie das Bild zum Inhalt passt. Jedoch ist es in dem Fall auch sehr schwer den Inhalt vernünftig umzusetzen ohne zu viel zu verraten. Ansonsten finde ich das Cover sehr ansprechend. Die Schrift im Buch selbst fand ich recht klein, doch noch dicker hätte das Buch auch nicht werden müssen.  Doch man braucht schon entweder gute Augen oder eine passende Brille dazu.

Fazit

Die fünfte Frau ist ingesamt schon recht spannend, aber gerade am Anfang hat das Buch einige Längen. Auch fand ich es zu düster und schwermütig und ehrlich gesagt, brauche ich keinen weiteren Mankell mehr lesen. Wem jedoch der Stil gefällt, bekommt sicher ein gutes Buch. Für mich jedoch ist das Buch nichts. Deshalb gebe ich auch nur 2 B`s.

Weitere Meinungen:

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2 Kommentare bis “Die fünfte Frau von Henning Mankell”

  1. Iris sagt:

    Zu Mankell habe ich auch ein gespaltenes Verhältnis. Düsternis stört mich nicht, aber ich habe ein Problem mit der Ermittlerfigur und ihren Depressionen. Schweden an sich ist für mich ein tolles Land und nicht das Problem.

    Wenn man es mal so sieht, ist ja auch Schweden bzw. Schonen eigentlich nur eine Region. Insofern kann man auch die Wallander-Krimis als Regionalkrimis bezeichnen. Und da fällt es mir grundsätzlich oft schwer, mich in die Gegend, Eigenheiten, Entfernungen usw. einzufühlen, wenn sie wenig mit meinem Leben zu tun haben. Sicher auch ein Grund, weshalb ich mit Kluftinger absolut nicht warm werde. Ist halt weder meine Gegend noch meine Welt. Bei den Büchern von Fitzek ist es dagegen ganz anders. Hier kann die Geschichte vielleicht etwas wackelig sein. Egal, ich bin schon deshalb mittendrin, weil ich die Gegend, einzelne Sraßen , Gebäude wie meine Westentasche kenne, mich an der gleichen Ampel wie die Protagonisten über ewige Rotphasen ärgere, genau weiß, welche Autobahnbrücke gemeint ist. So etwas macht bei mir wirklich viel aus.

    • Melanie sagt:

      Schön, dass es nicht nur mir so geht. Ich habe mich vor allem über die Figuren und über die komischen Zeitangaben geärgert. Sie arbeiten alle freiwillig bis 2 Uhr in der Nacht und sind am Morgen um 5:00 Uhr fit wie ein Turnschuh… ja klar

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