Die Hurenkönigin von Ursula Neeb

Auf dieses Buch habe ich mich bei vorablesen.de beworben und wurde glatt ausgewählt. Vielen Dank an dieser Stelle. Was mich besonders angesprochen hat, war die besondere Ermittlerin – die Chefin eines Hurenhauses, also mal ein ganz anderer Blickwinkel.

Fakten zum Buch

Autor: Ursula Neeb  

Ausgabe von: 1. Auflage September 2012

Verlag: Ullstein Taschenbuch

ISBN: 978-3-548-28376-0

Seiten: 395

Inhalt

Frankfurt 1511. Die junge Hure Rosi wird bestialisch ermordet. Die Vorsteherin des städtischen Hurenhauses – Ursel Zimmer – sucht nach dem Mörder. Doch als man den letzten Freier habhaft wird, beteuert er, dass Rosi noch gelebt hat, als er sie verlassen hat und dass sie auf dem Weg zu einem geheimnisvollen Treffen war.

Die Hurenkönigin  Ursel Zimmer folgt dieser Spur und begibt sich selbst bald in Lebensgefahr.

Mein Eindruck

Mein Eindruck ist sehr gemischt. Einerseits eine spannende und faszinierende Geschichte, aber andererseits stören mich doch einige Punkte sehr. Denn obwohl der Schreibstil recht flüssig zu lesen ist, ist die Sprache selbst nicht ganz einfach. Fremdwörter und Fachausdrücke werden von der Autorin sehr gerne verwendet und sogar ich musste einige Wörter nachschlagen.  Auch sind die Personen eher etwas farblos dargestellt und Ursel ist teilweise ohnmächtig, tatkräftig, dem Opium zugetan und lange im Drogenrausch um dann wieder zu handeln oder auch nicht. Das ergibt für mich irgendwie ein uneinheitlicher Charakter, den ich schlecht einschätzen kann.

Auch bleiben die weiteren Protagonisten eher platt.  Zudem wird eine Leichenbeschau beschrieben, bei der ich mir nicht vorstellen kann, dass diese im Mittelalter so stattgefunden hat. Da war doch eher Keuschheit und nur ungenaues Hinschauen modern – Thema Inqusition etc. Ich kann mich natürlich hier auch täuschen.

Bei der Leseprobe gab es die ersten Kapitel zu lesen. Diese klangen zuerst ganz gut. Ein junger Mann ist Kammerdiener bei einer Frau und selbst wohl auch ein wenig psychopatisch veranlagt – wer trinkt sonst das Badewasser? Und es wird die Verschleppung der Hure Roswita beschrieben. Die Hurenkönigin selbst taucht in der Leseprobe noch nicht auf. Und wie ich bei der Bewerbung auch geschrieben habe – es fängt gut an. Es zeigt, dass Psychopathen keine neuzeitliche Erfindung ist und ob mir das Buch dann wirklich gefällt hängt von den Ermittlungen ab.

Und jetzt komme ich genau zu dem Punkt, an dem ich selbst enttäuscht bin. Der junge Psychopath taucht evtl. zum Ende wieder auf (könnte der und der sein, will nicht zu viel verraten), doch es ist nicht klar und sein Verhalten wird auch nicht weiter gezeigt, also er fehlt während der restlichen Geschichte total. Auch wird nicht weiter auf diesen Psychokick eingegangen. Was eigentlich schade ist, denn dann wäre es ein wirklich außergewöhnlicher Krimi geworden. So ist zwar die Kriminalgeschichte selbst gut durchdacht. Die Geschichte der Huren und Hurenhäuser im Mittelalter auch gut geschrieben, doch ansonsten eher mittelmäßig.

Cover und Optik

Auf dem Cover sieht man die entblößte Schulter einer jungen Frau, vor dunkelrotem Hintergrund. Die Schrift ist Golden und schön mittelalterlich gestaltet. Das Cover gefällt mir sehr gut und ist passend zum Thema. Die Schrift ist gut leserlich, die Kapitel nicht zu lang und zudem noch unterteilt.

Fazit

Ich habe eine sehr gemischte Meinung. Zum einen gibt es einen klug konstruierten Krimi, der jedoch zu wenig ausgearbeitet wurde. Die Protagonisten sind mir selbst zu farblos, beziehungsweise zu undurchsichtig. Es gibt einige Punkte, die mir fehlen und durch die Leseprobe habe ich mir mehr erwartet. Vielleicht bin ich deshalb auch enttäuschter, als wenn ich nur nach dem Klappentext an das Buch herangegangen wäre.

Daher gebe ich 3 -4 B`s

3 - 4 Bs

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Ein Kommentar bis “Die Hurenkönigin von Ursula Neeb”

  1. […] Die Hurenkönigin von Ursula Neeb […]

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