Die Mütter Mafia von Kerstin Gier

Fakten zum Buch

Autor:  Kerstin Gier Die Mütter-Mafia

Ausgabe von: 20. Auflage November 2010

Verlag: Bastei Lübbe

ISBN: 978-3-404-15296-4

Seiten: 316

Inhalt

Vorstadtsiedlung von Köln. Hier regieren die „Supermoms“, die Kinder und Karriere unter einen Hut bringen und anscheinend nur ein Problem kennen – Welchen Kuchen soll ich zum Sommerfest backen? Genau hierhin verschlägt es Constanze, als ihr Mann sich von ihr scheiden lassen möchte und sie in das alte Haus seiner Eltern einquartiert. Zusammen mit ihren Kindern 4 und 14 Jahren steht sie von einem Tag auf den anderen plötzlich auf eigenen Füßen und nichts mehr mit Putzfrau und Co. Nur die anderen Mütter leben noch so und haben ein Netzwerk der perfekten Mamis gegründet. Hier bleibt nur noch eine Möglichkeit – eine kreative Gegenbewegung muss her und das Haus saniert werden.

Mein Eindruck

Ein sehr sehr witzig geschriebenes Buch. Bei dem Constanze sehr sympatisch rüberkommt. Sie ist nicht perfekt, genausowenig wie alle anderen auch, doch sie versucht das beste aus der Situation und für die Kinder zu machen. Sie verzweifelt nicht einfach, sondern findet ihren eigenen Weg. Dass dabei die andere „ach so perfekten“ Mütter nicht unbedingt gut wegkommen, freut einen als Leser um so mehr, denn welche Mutter hatte noch nie den Kontakt zu den perfekten Mamis, bei denen der erste Fremdsprachenkurs für 3-jährige obligatorisch ist, genauso wie der Klavierunterricht und die Sportstunden und dabei komplett vergessen, dass die Kleinen auch mal Kind sein müssen.

Constanze ist wie gesagt sehr sympatisch und noch viel schöner ist es, wie sie teilweise in metertiefe Fettnäpfchen stolpert. Herrlich! Aber auch die anderen Teilnehmer der Müttermafia sind einfach nur sehr nett und genial. Ich mag ja auch gerne mal verschrobenere Typen.

Wahrscheinlich werde ich mir den zweiten Teil auch holen.

Cover und Optik

Auf dem Bild sieht man ein Mädchen mit einem Teddy, Frauenfüße und Koffer. So ein geniales Cover, wenn es statt ein Mädchen ein kleiner Junge wäre, wäre es sogar perfekt. Wenn man das Buch aufschlägt, beginnt man mit einem Foreneintrag. Das sind die Mütter der Insektensiedlung, die ein eigenes Netzwerk unterhalten, auch im Internet. (Das Buch stammt aus 2005 da waren Foren noch beliebter als heute) Danach beginn erst die Geschichte. Zwischen den Kapiteln findet sich immer der optisch abgesetzt Forenbeitrag, was alles super auflockert und das Buch auch optisch schöner macht.

Fazit

Ein tolles Buch, welches man recht schnell nebenbei lesen kann. Die ideale Urlaubslektüre. Ich gebe 4 B`s, da ich es zwar sehr gut fand, aber es auch wieder überhaupt nicht anspruchsvoll ist und auch nicht nachhallt. Trotzdem werde ich mir auch noch den Folgeband besorgen, da die Protagonisten durchweg sehr sympatisch sind.

Weitere Meinungen

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3 Kommentare bis “Die Mütter Mafia von Kerstin Gier”

  1. […] Kerstin Gier – Die Müttermafia […]

  2. Iris sagt:

    Das klingt nach unterhaltsamer, aus dem Leben gegriffener Lektüre. Ich mag ja auch gewisse „Gegenbewegungen“ und finde es immer toll, wie viele Gleichgesinnte es doch gibt, wenn man sich erstmal damit beschäftigt. Dann werden scheinbar übermächtige Gruppierungen wie die Super-Moms nämlich plötzlich verschwindend klein. Habs auf meiner geistigen Bucheinkaufsliste.

    • Mella sagt:

      Ja, die sind echt lustig, und auch schon Kult geworden. Auf der Webseite von Kerstin Gier gibt es einen „Blog“ von zu diesem Thema, da kannst Du schon mal reinschauen.

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