Frevlerhand von Ines Thorn

Dieses Buch habe ich vom Rowohlt-Verlag bekommen und ich muss mich hier echt bedanken, denn ihr hab mich auf eine ganz tolle Serie aufmerksam gemacht. Deshalb gleich zur Rezension.

Fakten zum Buch

Autor: Ines Thorn 

Ausgabe von: Oktober 2012

Verlag: rororo

ISBN:978-3-499-25907-4

Seiten: 335

Inhalt

Frankfurt 1533. Vor den Toren lagert ein Heer, welches sich vor einer Schlacht noch ausruht. Ein mysteriöser Wanderprediger predigt von der Hölle auf Erden und nur die Liebe würde retten können. Mittendrin ist Gustelies, die Witwe eines Richtes und beobachtet besorgt, wie immer mehr Frauen und sogar ihre Freundin zu Jüngern des zugegebenermaßen schmucken Predigers werden. Doch dann tauchen junge hübsche Mädchen tot auf dem Friedhof auf. Selbstmord oder Mord und Gustelies ist die Einzige die bereit ist den mysteriösen Todesfällen auf den Grund zu gehen.

Mein Eindruck

Menschlich! Und das meine ich jetzt durchweg positiv. Denn gerade in mittelalterlichen Romanen fehlt mir oft der menschliche Aspekt. So zum Beispiel Gustelies, eine Witwe, die nun bei ihrem Bruder, dem Pfarrer die Haushälterin ist. Sie ist unzufrieden mit ihrem Leben und hadert mit den Wechseljahren, und leidet wie die moderne Frau von Heute auch unter Hitzewallungen. Ihr Bruder der Pfarrer, der eigentlich katholische Pfarrer, denn Frankfurt ist ja nun evangelisch. Doch wo genau liegen die Unterschiede. Was ist, wenn er nun behauptet, seine Kirche wäre evangelisch. Wer ist sein Dienstherr und viel dringender – wie sieht ein evangelischer Gottesdienst aus?

Tja, und dann spielt noch der Krieg eine Rolle. Gut im Mittelalter und kurz danach waren Kriege an der Tagesordnung, deshalb wird in den wenigsten Büchern noch auf dieses Thema irgendwie eingegangen. Vor allem nicht an die Spätfolgen, unter denen die Männer, die überlebt haben, leiden. Psychische Probleme zum Beispiel

Und dies findet sich alles in einem gut gemachten und spannenden historischen Krimi wieder. Und genau das macht den Krimi so gut. Eine resolute Frau, die als Frau nichts zu sagen hat, sich aber doch durchsetzt. Ein Pfarrer, der nicht genau weiß woran er ist, dessen Freund – ein Mönch – der seinen Platz in Frankfurt retten möchte und ein Richter, der eigentlich nicht ermitteln möchte und dessen Vorgesetzter erst recht nicht. Dazwischen viel menschliches Leid und Glück, das normale Leben halt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Zum Ende hin wollte ich das Buch nur noch sehr ungern aus der Hand legen. Die Protagonisten sind alle sehr sympathisch, wohl auch durch ihre Menschlichkeit.

Cover und Optik

Auf dem Cover ist ein Bild einer historisch gekleideten jungen blonden Frau zu sehen, die gerade Weintrauben in der Hand hält. Zwar passt es einigermaßen zum Roman, lieber wäre mir allerdings, wenn die Frau nicht gar so jung wäre, dann könnte man glauben, dass es sich um Gustelies handeln könnte.

Die Schrift ist normal und das Buch in einzelne Kapitel unterteilt, die weder zu lang noch zu kurz sind.

Fazit

Ein tolles Buch und Teil einer Serie um Gustelies. Mir hat es so gut gefallen, auch vor allem die Personen darin, dass ich gerne mehr von ihnen lesen möchte. Daher bekommt das Buch 4-5 B`s von mir.

4-5 B`s

Weiter zur Serie „Die Verbrechen von Frankfurt“ gehören:

 Galgentochter, HöllenknechtTotenreich 

Ich hatte keinerlei Probleme beim Lesen, obwohl ich anscheinend irgendwo in der Mitte der Serie eingestiegen bin.

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2 Kommentare bis “Frevlerhand von Ines Thorn”

  1. […] Frevlerhand von Ines Thorn aus der Frankfurter-Verbrechen-Serie […]

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