Interview mit Stephan Schwarz

Stephan Schwarz

copyright Stephan Schwarz

Als ich zum aller ersten Mal Kontakt mit Stephan Schwarz hatte, war ich zuerst ein wenig verwirrt. Man macht sich ja vorab mal schlau und war mein „Stephan Schwarz“ nun der mit ph oder f? Klare Antwort ph und das Buch klang in meinen Ohren auch viel interessanter: Krötenmord. Die Rezension dazu findet ihr hier und ich muss sagen – endlich mal ein Krimi mit vielen vielen neuen Einfällen. Wie etwa eine teetrinkende Ermittlertruppe, ein Elektrofahrzeug, als Dienstwagen und eine Ex-Frau des Polizisten, die nun als Domina arbeitet. Also ein Krimi, der nur vor originellen Einfällen trotzt und daher habe ich mich besonders auf das Interview gefreut. Und wurde nicht enttäuscht. aber seht selbst:

1. In Deinen Buch Krötenmord hast Du ein paar sehr untypische Ideen. Wie kommst Du auf eine Truppe mit Teetrinkern, Elektroauto im Polizeidienst und einer Domina als Ex-Frau?

Ich wollte einfach mal etwas Neues machen. Ich mag Typen, die Brüche im Lebenslauf haben, die nicht immer geradeaus gegangen sind. Deshalb habe ich versucht, interessante Menschen zu erschaffen. Menschen mit Ecken, Kanten und liebenswerten Macken. 

Zu Felix Büschelbergers Exfrau kann ich verraten, dass sie im zweiten Buch eine große Rolle spielt. Da ich die ungefähren Handlungsstränge für die nächsten drei Bücher schon im Kopf habe,  werden immer wieder ein paar kleine Details, die im dem aktuellen Buch keine Rolle spielen, aber in einem der zukünftigen Bücher sehr wichtig werden, erwähnt. Deshalb zum Beispiel Felix‘ Exfrau als Domina. Und ganz ehrlich? Ich finde das auch irgendwie wieder witzig.

2. Gehörst Du selbst auch zu den Teetrinkern?

Ich trinke vielleicht eine Tasse Kaffee  im Jahr, ansonsten nur Leitungswasser und grünen Tee. Diese Angewohnheit hat Felix Büschelberger also direkt von mir übernommen. Ich probiere aber auch sehr gerne neue Sorten aus, deshalb haben meine Kommissare genau so ein Teeritual eingeführt. Einmal im Monat wird eine neue Teesorte zusammen getrunken und bewertet. Im zweiten Buch zum Beispiel ist dies eine Sorte, die ich letztes Jahr kennen gelernt habe.

3. In Deinem Blog sehe ich Dich des öfteren auf einem Motorrad sitzen. Fährst Du selbst auch ein Auto, ggfs. sogar ein Elektroauto?

Persönlich besitze ich kein Auto, bin jetzt aber schon öfter Elektroautos gefahren und muss sagen, dass das echt Spaß macht.

Das mit den Motorrädern ist Zufall. Das Foto mit der Harley ist eine Art Werbefoto.  Der große Blogeintrag mit all den Bikes, Trikes und Quads handelt von einem Event des Vereins Kids-in-Emotion, den der Verlag und ich finanziell durch den Erlös aus dem Verkauf des Taschenbuchs unterstützt haben. Das ist uns beiden eine Herzensangelegenheit, deshalb wollen wir mit jedem Buch soziales Engagement unterstützen und fördern.

4. Du gehst ja in dem Buch sehr detailliert auf Elektroautos ein und zeigst, dass Du viel Hintergrundwissen hast. Wie und wo hast Du recherchiert?

Zu Beginn unserer Zusammenarbeit haben meine Verlegerin und ich diskutiert, welche technischen Trends wir gut in diese Geschichte einbauen können. Das Thema Elektromobilität erschien uns spannend und ein Trend, den wir beide unterstützen. Hintergrundinformationen, die auf meine Geschichte perfekt zugeschnitten waren, hat der Verlag  recherchiert.  Aus diesen Fundus habe ich mich dann bedient und mit eigenen Details ergänzt. Auch beim zweiten Buch haben wir diskutiert, welche Technik wir in das Buch einbauen wollen und was zur Geschichte passt. Wir stimmen uns da begleitend zur Buchentstehung ab, denn uns beide begeistern / interessieren verschiedenste Arten der Technik und da tut sich in kurzer Zeit so viel.

5. Engagierst Du dich auch so für die Umwelt, wie der Kommissar Felix Büschelberger?

Als ich ein Teenager war, kam gerade die Partei der Grünen zum ersten Mal in ein deutsches Parlament. Für meine Generation wurde der Umweltschutz damals wichtig und irgendwie auch ein selbstverständlicher Teil von einem selbst. Ich habe vor Jahren einmal bei strömenden Regen  Kröten eingesammelt. Diese Eindrücke habe ich im ersten Kapitel von Krötenmord verarbeitet. Ansonsten finde ich viele Aktionen von Greenpeace gut und wichtig, aktiv bin ich aber selbst nicht mehr.

6. Ich habe mich beim Lesen des Buches gefragt, warum Frankfurt. Was verbindet Dich mit der Stadt?

Ich habe noch nie in Frankfurt gelebt oder gearbeitet. Ich kenne eigentlich nur die Innenstadt und den Flughafen von Frankfurt. Als ich damals anfing, den Krimi Krötenmord zu schreiben, war mir am Anfang noch nicht klar, wo die Handlung spielen soll. Einer meiner Arbeitskollegen hatte auf seinem Rechner die Skyline von Frankfurt als Bildschirmhintergrund auf seinem Rechner und mir gefiel das Foto. Frankfurt: das Mainhatten von Deutschland, die Skyline irgendwie amerikanisch. Das war für mich der Grund Frankfurt als Schauplatz meiner Bücher zu wählen.

7. Du arbeitest ja schon am Fortsetzungsroman (freu). Darfst Du schon etwas verraten und wann erscheint er voraussichtlich?

Der nächste Band wird im November 2012 erscheinen und heißt: Blonder Kaviar. (ISBN 978-3-942358-26-2) Verraten kann wir hier für Deinen Blog allerdings schon ein wenig:

„Felix Büschelbergers zweiter Fall konfrontiert sein teetrinkendes Team mit den Abgründen menschlicher Begierden. Auf dunklen und verborgenen Seiten des Internets ist ein Menschenleben nichts wert, besonders wenn es dem schnellen Geld im Weg steht oder der puren Lusterfüllung dient. Entschlossen und ausgestattet mit modernster Technik gehen die Kommissare erneut mit einem Elektroauto auf Verbrecherjagd.“

Übrigens findet am 08. November in Freising in der Buchhandlung Pustet und am 09 November in München bei allynet jeweils abends eine Lesung statt, wo auch aus Blonder Kaviar vorgelesen wird. Bei Interesse an diesen Terminen kann man mich gerne kontaktieren. Wasserburg wäre sicherlich auch eine tolle Location für eine Lesung *schmunzel*

8. Du hast in Deinem Blog von dem Probedruck eines englischen Buches geschrieben.Was hat es damit auf sich? Wie kommst Du darauf in einer Fremdsprache ein Buch zu schreiben?

Bei dem Probedruck handelt es sich um „Electrified“ die englische Übersetzung des Buches Krötenmord (ISBN 978-3-942358-22-4). Der Verlag hat vor ein paar Monaten die Entscheidung dazu getroffen Krötenmord zu übersetzen und dafür gesorgt, dass die Technik dabei aktualisiert wurde, damit die Geschicht wirklich up to date ist. Durch die großartige Arbeit von Niall, der den Roman übersetzt, und Helen, die dem Werk als Editor den letzten Schliff verpasst hat, ist das Buch in Englisch richtig gut geworden. Ich freue mich schon sehr darauf, wenn Electrified im September zur Automechanika in Frankfurt veröffentlicht wird. Es ist außerdem total spannend, seine eigene Geschichte in einer fremden Sprache zu lesen.

9. Und worum geht es darin?

Es ist wie gesagt die Übersetzung von Krötenmord.

10. Auf Deinem Blog zeigst Du Dich in verschiedenen Rollen. Ritter, Teufel, etc. Machst Du die Fotos alle selbst, bzw deren Bearbeitung? Fotografie ist Dein Hobby, oder Beruf?

Die Fotos erstelle ich selbst und die Bearbeitung geschieht gemeinsam mit dem Verlag. Wir diskutieren auch, welche Motive wir nehmen und was die Botschaft dieser Fotos sein soll. Ich würde mich als ambitionierten Hobbyfotografen beschreiben, das macht mir einfach viel Freude.  

Und nun noch die Standartfrage meiner Kinder: Welche Noten hattest Du in der Schule?

*lach* Kommt drauf an, welches Schuljahr und welches Fach Deine Kinder interessiert. Verallgemeinernd kann ich sagen, dass  ich von der siebten bis zur zehnten Klasse ziemlich schlecht war und öfter auf der Kippe stand. In der Oberstufe änderte sich das schlagartig. In Mathe und Physik hatte ich im Abitur eine eins in Deutsch nur eine drei.

Hier ist nun Platz für Werbung. Wo findet man Dich überall im Netz. Blog, Twitter, Facebook, Google+, etc.

Hier kann man mich im Netz finden:

https://plus.google.com/u/0/106901268682594268814/about

http://schwarzekriminalgeschichten.blogspot.de/

http://www.facebook.com/pages/Kr%C3%B6tenmord-Kriminalroman/168921193184021

https://twitter.com/blackcowboys

 

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4 Kommentare bis “Interview mit Stephan Schwarz”

  1. Tina sagt:

    Wieder mal ein sehr interessantes Interview und wieder einmal ein neues Buch für meine Endlos-Wunschliste :-)

    LG

    Tina

    • Mella sagt:

      Danke :-)

      Auch hier ist mal eine Verlosung geplant. Wir müssen uns nur noch beide Treffen und dann mache ich Stephan Schwarz Backstage *Yippieh*

  2. […] Schwarz “Blonder Kaviar” über den ich mich sehr gefreut habe. Ich hatte bei Mella ein Interview mit dem Autor gelesen und auch über genau dieses Buch und hab mich dann sehr gefreut, dass ich das nun […]

  3. […] noch eines gewonnen und weil Mella mich  mit ihrer Rezension zu Blonder Kaviar und auch mit einem Interview mit Stephan Schwarz und einem Backstagebericht ganz schön Neugierig gemacht hat, habe ich mich ganz besonders gefreut, […]

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