Ira Ebner – Backstage

Ira Portrait (338x500)Ira Ebner hat mit ihrem Buch „Himmel, Erde, Schnee“ ein Buch geschaffen, welches mich zum Nachdenken angeregt hat. Auch das Interview hat mir neugierig auf den Menschen Ira Ebner gemacht und ich wollte sie gerne genauer kennen lernen.

Was ich schon wusste:

Sie ist 1977 in Oberbayern geboren und dort aufgewachsen und lebt immer noch in Oberbayern. Sie hat ein Kind und ist Fremdsprachenkorrespondentin, nachdem sie das Gymnasium besucht hat.

Nun ja, das ist nicht besonders viel, oder?

Da ich ja auch in Oberbayern wohne und der Weg nicht gar so weit war, haben wir einfach mal ein Treffen vereinbart. Ja, einfach so, denn was ich sehr sehr schnell gemerkt habe:

Ira ist ein unkomplizierter und netter Mensch, mit dem man sich gut unterhalten kann.

Mein Besuch bei Ira Ebner

Dass man sich gut unterhalten kann, merkte ich auch als ich sie besucht habe. Angepeilt waren etwa 1 bis maximal 2 Stunden und als wir wieder auf die Uhr geschaut haben, war ich doch tatsächlich schon 4 Stunden mit ihr zusammen auf der gemütlichen Terrasse beim Kaffeetrinken. Dazu gab es einen leckeren selbstgemachten finnischen Rhabarberkuchen und das ist auch schon die erste Information, die ich  nachgefragt habe –

Ja sie kocht gerne. Am liebsten bodenständige Hausmannskost. Vorzugsweise bayerisch, aber auch gerne osteuropäisch.

Wir kamen beim Plaudern vom hundertste ins tausendste und und wieder zurück. Wir hatten beide eine ähnliche Kindheit mit viel Freiraum und finden es schade, dass unsere Kinder dieses so nicht mehr erleben. Wobei wir uns köstlich darüber amüsiert haben, dass wir früher als Kind auch nicht immer die Hände gewaschen haben, wenn wir vom Kuhstall wieder nach Hause kamen, doch nun unsere Kinder zum Händewaschen geschickt werden, wenn sie einen Hund gestreichelt haben. Es war bei ihr wirklich herrlich unkompliziert und nein, noch wohnen bei ihr keine Haustiere – noch nicht… denn sie hat mir verraten, dass bald ein kleines Kätzchen wohl einziehen wird.

Ich hoffe mal, dass dem kleinen Tierchen die Möbel von Ira genauso gut gefallen wie mir, denn sie hat einige wirklich schöne antike, oder fast antike Stücke bei sich zu Hause. Dabei werden die Stühle und Sessel noch ganz normal genutzt. Am liebsten mag sie die 50er Jahre, hat sie mir verraten und sammle sogar Hüte aus der Zeit.  Wenn ich länger geblieben wäre (also noch länger) hätte ich vielleicht das eine oder andere Stück gesehen, doch auch die verteilten Flugzeuge (spezielle Drohnen) waren ein Hingucker. – Und nein, die sammelt nicht ihr Mann, sondern auch Ira selbst.

Also eine sehr aufgeschlossene und vielseitig interessierte Frau. Was man ja auch sehr gut in dem Buch erkennt. Denn wie kommt ein bayerisches Mädel dazu, ein Buch über Estland zu schreiben? Gut, diese Frage hatte ich ja im Interview schon gestellt, doch beim Gespräch landeten wir unweigerlich nochmals bei diesem Thema. Ist ja auch wirklich zu interessant. Dabei hat sie mir verraten, dass sie eben durch die Geschehnisse damals im Estland und bei der Revolution um den 13. Januar 1991 nicht nur zu dieser Geschichte inspiriert wurde, nein sie hat ihr Liebe zu den Ländern dort entdeckt, war dort auch schon zu Besuch und hat dort einige Freunde. Zudem hat sie noch ihre Liebe zur Politik entdeckt, bei der sie sich auch engagiert.

Bei so viel Engagement und dazu noch Beruf und Kind – wann schreibt sie denn überhaupt und hat sie noch Zeit zu lesen?

Nun Ira schreibt immer, dann wenn es geht. Sobald die Kleine zur Freundin saust, sitzt Ira am Computer und und und.

Und was liest Ira Ebner selbst so noch?

Wie es zu ihrem Charakter absolut passt, liest Ira eher Klassiker und ernsthafte Literatur. Aber auch Sachbücher findet man bei ihr. Zwar ist sie auch so weltoffen mal in ein Fantasybuch reinzuschauen oder auch mal ein Chicklit-Buch in die Hand zu nehmen (man kann ja nicht immer ernsthaft sein), doch landet sie sehr sehr schnell wieder bei den Klassikern.

Fazit

Ich durfte eine sehr nette, lockere und natürliche Frau kennen lernen, mit der ich oft auf einen gemeinsamen Nenner komme. Sie ist mir sehr sympatisch und es war ein sehr sehr schöner Nachmittag.

Und natürlich musste ich auch unbedingt den Schreibtisch sehen, wo die tollen Romane entstehen:

Voilà und ich durfte auch schon die ersten Zeilen vom Teil 2 von Himmel, Erde, Schnee lesen und weiß, dass Ira schon am nächsten Buch arbeitet – auch wieder ein sehr interessantes Thema…. *habdenTitelschongehört*

ira Ebner (500x333)

Und wie es bei mir so bei Autoren-Backstage üblich ist, könnt ihr das Buch natürlich auch gewinnen.

Die Gewinnspiel-Frage lautet diesmal:

Wart ihr schon bei einer Wohnzimmer-Lesung? Wenn ja, was hat Euch daran besonders gut gefallen, was war eher noch verbesserungswürdig?

Wundert Ihr Euch über die Frage? Ganz einfach Ira wird am 7.Oktober bei mir in meinem Wohnzimmer lesen. Ich bin schon total aufgeregt und freue mich wie verrückt auf diesen Tag!

Deshalb ist diesmal auch Zeit bis zum 7. Oktober und weitersagen erwünscht! Und klar, gibt es einen Bericht darüber hier im Blog, vielleicht sogar mit Video!

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4 Kommentare bis “Ira Ebner – Backstage”

  1. Iris sagt:

    Vielen Dank für diesen sehr persönlichen Blick hinter die Kulissen. Ich find es immer wieder schön mitzukriegen, dass Leute zwar interessant sind, dennoch aber Menschen wie du und ich. Das wird in deinen Berichten immer ganz deutlich.

    Nun aber zur Gewinnspielfrage: Bei einer Wohnzimmerlesung war ich noch nicht, wenn aber auch andere eher private Orte, an denen Lesungen stattfinden, mitzählen, dann hab ich eine Schrebergartenlesung anzubieten. Ist aber schon sehr lange her und war von einem Kinderbuchautor, dessen Namen ich nicht mehr weiß. Damals war ich dort mit meinem Sohn und es wurden im herbstlich-dunklen Garten einer Freundin Gruselgeschichten für junge Leser vorgelesen. Sehr stimmungsvoll, kann ich nur sagen.

    Über den Gewin von Ira Ebners Buch würde ich mich freuen, weil die 70er meine Jahre als Jugendliche waren mit vielen kuriosen Erinnerungen. Vielleicht hab ich ja Glück.

  2. Diamantin sagt:

    Ein schönes Interview.

    Bei einer WZ-Lesung war ich noch nicht. Habe hier auf dem Lande noch nichts davon gehört. Aber Interesse hätte ich schon.

    Lg Anett

  3. Tina sagt:

    Ich lese deine Interviews und Backstageberichte immer wieder gerne und drücke dir und Ira die Daumen für die Wohnzimmerlesung. Ich war noch nie auf einer Lesung im privaten Rahmen, ich kenne das nur aus Buchhandlungen oder der städt. Bibliothek. Schwierig fand da immer direkt nach der Lesung das übliche „Wer jetzt möchte, darf Fragen stellen…“ – da fällt meist niemandem auf Anhieb was ein, dafür ergaben sich dann die interessantesten Gespräche an der Kaffeetheke oder draußen beim Rauchen *gg*

    LG
    Tina

  4. […] läuft noch das aktuelle Gewinnspiel zu Ira Ebner – Backstage, in dem es wie üblich das aktuelle Buch zu gewinnen gibt. Die Teilnahme ist noch recht gering, […]

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