Jedes Buch rezensieren?

Diese Frage stellt man sich als Buchblogger am Anfang gar nicht. Klar, rezensiere ich jedes Buch was mir in die Finger fällt. Normalerweise ist das ja auch gut so, vor allem wenn man einen Buchblog betreibt, der hauptsächlich von Rezensionen lebt.

Jetzt verfolge ich hier aber ein anderes Konzept. Ein bis zwei Rezensionen in der Woche sind okay, dazwischen möchte ich aber noch viel mehr bieten. Interviews, Testkäufe und und und. Ideen habe ich noch en Masse.

Tja, und als Leseratte habe ich gelesen. Rezensionen geschrieben und abgespeichert. Und jetzt liegen sie da. Und ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich manche Bücher, die ich zwar gelesen habe gar nicht rezensiere.

Aus verschiedenen Gründen. Und jetzt überlege ich, was sinnvoll ist zu rezensieren un folgende Aspekte sind mir aufgefallen:

Gründe für und gegen eine Buchrezension (außer Rezensionsexemplaren und neuen Büchern)

Für

  • ein interessantes absolut lesenswertes Buch. Mindestens 5 Sterne, dann ist es mir egal, ob es schon älter ist.
  • das Interesse ist noch da
  • es ist ein Rezensionsbuch
  • es ist ein neueres Buch
  • über das Buch wird gesprochen, oder es ist unverständlich, dass darüber nicht gesprochen wird.

Gegen

  • Das Buch ist schon älter und eher nicht mehr im Handel erhältlich. Warum sollte ich Euch den Mund wässrig machen, wenn ihr das Buch nicht bekommen könnt und wenn, dann nur vielleicht gebraucht?
  • Es ist Teil einer Serie. Also wieder mal ein Andreas Franz oder eine Schwester Fidelma oder oder oder. Was soll man sagen. Oft sind diese Bücher ähnlich aufgebaut. Man geht mit bestimmte Erwartungen heran und diese werden Erfüllt. Wenn es einen Ausreisser aus dieser Serie gibt, dann würde ich diesen wohl erwähnen, wie etwa bei Patricia Cornwell (gut dass ich da noch keinen Buchblog hatte)
  • es ist zu vorhersehbar. Das fällt mir bei manchen „Liebesromanen“ und Chicklit auf. Sie kamen sahen und liebten sich. Ähm, wie soll man bei manchen eine Inhaltsangabe erstellen, wenn es nur um das Katz-und Mausspiel der Geschlechter geht. Zwar manchmal amüsant zu lesen, aber schwer zu rezensieren. Außer es ist sehr gut und ungewöhnlich umgesetzt. (Warum werden wohl selten manch bestimmte Cover-Romane so selten rezensiert, also die Cover wo der Mann eine halbentblösste Frau hält. )
  • Das Buch ist so grottenschlecht, dass man es besser nicht erwähnt *hüstel*

Also es gibt durchaus Gründe ein Buch nicht zu rezensieren und sogar während der kurzen Zeit, die ich nun Buchkritik.org betreibe, habe ich alle Bereiche durchgemacht. Zudem laufen sich bei mir echt zu viele Rezensionen auf. Ich habe noch einige gespeichert und gesichter, dass ich auch bei einer Leseflaute nicht gleich in Panik ausbrechen muss.

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5 Kommentare bis “Jedes Buch rezensieren?”

  1. nasch sagt:

    Die Frage habe ich mir vor kurzem auch gestellt. Ich war so richti gin Leselaube, aber so viele Rezensionen, wollte ich dann auch nicht online bringen, bin ja kein reiner Buchblog. Ich für mich habe entscheiden, ich schreibe sie einfach und wenn ich dann eine Leseflaute habe oder mal sonst keine Themen, dann bringe ich sie online, unabhängig ob sie nun schon 3 Monate oder ein halbes Jahr lat ist :)

    • Melanie sagt:

      Ja, ich auch. Und das schöne an Rezensionen ist – sie werden ja nicht alt. Meine Meinung zu einem Buch bleibt ja bestehen….

      Schön, dass Du es auch so siehst :-)

    • Meine Leseflauten kommen meist daher, da ich in Gedanken schon bei der Rezi bin und weiß, da sind doch noch 5 offen.
      Da vergeht mir manchmal wirklich die Lust am neuen Buch…schade!

      Wirklich ein tolles Thema….

  2. Hallo Mella,
    da hast du ein interessantes Thema angeschnitten und auch ich bin schon seit einiger Zeit am Überlegen, wie ich das mit den Rezensionen in Zukunft halten möchte.
    Bis jetzt ist so, dass ich wirklich jedes gelesene Buch rezensiere. Alleine schon für die diversen Challenges wird ja als „Nachweis“ erwartet, dass man eine Einschätzung schreibt.
    Nur hab ich leider nicht mehr soviel Zeit, oft aber auch nicht die Lust.
    Dann häufen sich ausstehende Rezensionen und je mehr sich ansammeln, um so weniger Lust hat man.

    Lesen sollte doch eigentlich Spaß machen.
    Für mich entsteht in letzter Zeit immer mehr der Eindruck des Müssens.

    Anfangs hatte ich noch bei vielen Verlosungen teilgenommen, da wird ja immer eine Rezension erwartet. Das mach ich nun nicht mehr. Ich leihe oder kaufe meine Bücher, um mich diesem Druck nicht mehr zu beugen.
    Und da ich sowieso keine Rezensionsexemplare erhalte, stehe ich auch in keiner Pflicht, bloß gut.
    Den Druck mach ich mir selbst, leider.
    Daher sind deine Überlegungen hier ein guter Anreiz, mir die Sache am Wochenende auch mal durch den Kopf gehen lassen!
    Ein schönes, strssfreies und leseintensives Wochenende wünsche ich dir!
    Liebe Grüße Kerstin

    • Melanie sagt:

      Also, da ich weiß, dass Challenges mich stressen, mache ich nur bei wenigen mit. Bei Buchgewinnen – entscheide ich, wann ich eine Rezi schreibe und ob. Da lasse ich mich also auch nicht stressen.

      Allerdings ist es bei mir so – ich fange kein neues Buch an, bis ich nicht die Rezi des aktuellen Buches geschrieben habe. Dann kann sich auch nichts ansammeln…..

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