Kasparows Züge von Eva Reichl

Fakten zum Buch

Autor: Eva Reichl 

Ausgabe von: 2012

Verlag: Sutton Krimi

ISBN: 978-3-86680-985-7

Seiten: 280

Inhalt

In der sonst recht ruhigen Stadt Linz erschüttert eine Mordserie die Bürger. Eine reiche Industriellengattin wird während des Liebesaktes mit ihrem Liebhaber erstochen – Wer war das eigentliche Opfer. Ein Versicherungsmanager ist das nächste Opfer. Wie stand er in Verbindung zu den ersten Toten oder handelt es sich hier um zwei verschiedene Verbrechen. Die Polizei tappt im Dunkeln und was macht eigentlich dieser erfolglose Schriftsteller an den ganzen Tatorten. Verfolgt er etwa die Polizei?

Aber vielleicht sind die Polizisten und Täter auch nur Schachfiguren höherer Mächte.

Mein Eindruck

Dies ist wieder ein Buch von Sutton Krimi und entsprechend waren meine Erwartungen, denn von diesem Verlag habe ich bisher noch kein schlechtes Buch gelesen. Doch hier wurden meine (zu hohen?) Erwartungen leider nicht erfüllt. Die Figuren waren viel zu wenig herausgearbeitet, so dass mir vielleicht der eine oder andere im Gedächnis bleibt, doch auf ungefähr die Hälfte des Ermittlerteams hätte man gut und gerne verzichten können, wenn sie so in der Versenkung verschwinden.

Das Schachspiel selbst ist toll dargestellt. Petrus ist vom Pfortendienst überfordert und spiel mit Gott eine Runde Schach. Das Spiel entscheidet, ob er Hilfe bekommt oder nicht. Die Herangehensweise, dass wir Menschen nach Gottes Ebenbild geschaffen wurden, also auch mit seinen Stärken und Schwächen hat einen ganz besonderen Reiz. Oft war ich in der Versuchung mir ein Schachspiel zu schnappen und die Züge nachzuspielen. Man hat hier gemerkt, dass diese Bereich der Autorin selbst wohl viel Spaß bereitet hat. Nur dem Leser, also mir, bleibt verborgen, was dieses Spiel denn nun mit dem Verbrechen zu tun hat.

Das Verbrechen und die Mörderjagd hingegen bleiben auch sehr platt und das Schachspiel zwischen Petrus und Gott lenkt zu sehr von der eigentlichen Handlung ab. Das ist zumindest meine Meinung. Wobei der Grundgedanke des Verbrechens ja echt toll ist und auch die Auflösung selbst sehr gut. Jedoch die Umsetzung zu schemenhaft. Zu viele ablenkende Details, kurz und gut – es kommt keine Spannung auf, da diese immer wieder von etwas unterbrochen wird (Schachspiel, persönliche Probleme der Figuren etc).

Cover und Optik

Das Cover ist im typischen Sutton-Schwarz gehalten, darauf 2 Hände mit einer Schachfigur. So ist das Cover genial gestaltet, mein Kompliment. Die Handhaltungen erinnern an das berühmte Gemälde.

Die Schrift ist gut lesbar und wichtige Absätze mit einer kleine Schachfigur getrennt. Die Schachpartie selbst ist  in kursiver Schrift dargestellt.

Fazit

Leider hat mich dieser Krimi nicht überzeugt. Vielleicht ist er mir auch zu seicht, als für mich nicht „blutig“ genug, obwohl ich hier dachte recht wertungsfrei zu sein. Die Idee mit dem himmlischen Schachspiel hat mir gut gefallen und ich hätte mir hier eine bessere Verbindung zu der Geschichte auf der Erde erhofft. Auch dass die Figuren recht blass und oberflächlich ausfallen, war mir bei der Leseprobe so nicht bewusst. Schade, denn aus dem Plot hätte man mehr machen können, doch so bleiben immerhin noch 3 B`s übrig.

3 B`s

Weitere Meinungen

Vielen Dank an den Sutton Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat.

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