Rike Stienen – Backstage

rike stinen PortraitUnd wieder durfte ich eine Autorin bei sich zu Hause besuchen. Diesmal war es Rike Stienen, die einigen von Euch als Autorin für Liebesromane bzw. Chicklit bekannt ist.  Ihr aktuelles Buch ein Sixpack zum Verlieben wurde ja schon von ein paar Bloggern besprochen, wie auch von mir.

Nun ist dies ja ein Genre, welches von Vorurteilen nur so strotzt und ich war jetzt wirklich mehr als gespannt, wer mich hinter Liebesromanen mit Liebesszenen denn nun erwartet:

Rike Stienen privat

Also als erstes – Rike passt in keinerlei der Klischees rein. Egal wie ich es auch gewendet und gedreht habe.

Denkt man doch leicht, dass hinter „seichter“ Unterhaltungsliteratur sich vielleicht ein eher oberflächlicher Mensch verbergen könnte. Eine Liebesromanautorin automatisch alle Vorzüge ihrer erdachten Protagonisten in sich vereint (inklusive der immer guten Figur ) oder dass dahinter eine „Massenproduktion“ stecken könnte.

Nichts aber auch rein gar nichts davon ist wahr!

Erwartet hat mich eine sehr sympatische, nicht ganz schlanke etwas ältere Frau. Die wahnsinnig gerne lacht. Oh ja, das fällt bei Rike sofort auf – ich glaube ich habe nur ganz selten jemanden so viel lachen sehen, wie bei unserem Gespräch. Und das ist soooooo schön!  Dabei haben wir uns auch über ernste Themen unterhalten, wie etwa über die Bücher, die Rike gerne liest. Das sind nämlich seit neuestem Sachbücher. Und zwar Sachbücher, in denen es um Erfahrungen um Wissen  und so geht. Wie etwa Tote haben keine Lobby oder auch Lebenslang Pausenhof. Also Bücher von normalen Menschen, die ihre vielleicht nicht alltäglichen Erfahrungen veröffentlichen. Gar nicht hingegen gehen die Promi-Rechtfertigungsbücher etc. Also Bücher, die dem Vorurteil der oberflächlichen Person hinter einem Liebesroman kontra geben.

Dabei hat Rike ja auch selbst einen interessanten Lebensweg. Ausgebildete Rechtsanwältin und auch in dem Beruf aktiv. Dann Umschulung zur Drehbuchautorin. Und jetzt noch zusätzlich Autorin von Romanen. Dabei fand ich jetzt die Arbeitsweise am Interessantesten. Denn als ausgebildete Drehbuchautorin geht Rike anscheinend wieder ganz anders an die Entstehung eines Romanes heran, als viele ihrer Kollegen. Das fand ich sehr faszinierend.

Und so haben wir uns köstlich bei selbst gebackenen Kirschkuchen (echt lecker) bei ihr im Wintergarten unterhalten. Leider war das Wetter nicht sooo toll, denn ich hätte ihren Garten gerne mal genauer angeschaut. Denn wo ich den welken Daumen habe, blüht und grünt und gedeiht bei Rike alles und sie hat sehr interessante Beetkombinationen – zumindest das was ich gesehen habe, neben dem Teich und und und. Kein Wunder, ist ihr Garten ja auch ihr Hobby.

Auf meine Frage, ob außer den Goldfischen noch andere Tiere im Haushalt leben, gestaltete sich die Antwort etwas schwierig. Es gibt Besuchskatzen und viele Vögel und Frösche und einen uneingeladenen Gast: einen Marder, der wohl anscheinend ein ziemlich lauter Mitbewohner ist.  Hier durfte ich mir die eine oder andere Anekdote anhören und als ich zwischen unseren (kurzen) Gesprächspausen verstohlen auf meine Uhr geblinzelt habe, musste ich nochmal genauer hinschauen.

Schon wieder komplett verplaudert. Es war aber auch ein schöner, unterhaltsamer Nachmittag mit einer sympatischen, anregenden und intelligenten Gesprächspartnerin, die den Vorurteilen einer Liebesromanautorin in keinster Weise entspricht, sondern sehr bodenständig, lustig und einfach nur nett ist.

Ich freue mich, wenn wir den Kontakt halten können. Bevor ich gegangen bin habe ich mir natürlich noch den Schreibtisch angeschaut und Euch ein Foto mitgebracht (schade nur, dass sie gerade ernst schauen möchte). Wer sich nun einen eigenen Eindruck verschaffen will, kann auf ihre Webseite unter rike-stienen.de mal reinschauen.

rike stinen -schreibtisch

Wie gewohnt gibt es natürlich auch wieder das aktuelle Buch“ Ein Sixpack zum Verlieben“, liebevoll signiert, zu gewinnen.

Die Frage lautet diesmal – überlegt ihr Euch auch immer wieder, wer der Mensch hinter den Büchern ist?

Einsendeschluss diesmal 06.11.2012

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9 Kommentare bis “Rike Stienen – Backstage”

  1. Sandra sagt:

    Ich finde Rike auch super sympathisch, allerdings kenne ich sie bisher „nur“ über FB, aber da macht es wirklich Spaß mit ihr zu quatschen. Wenn ihr ein Buch von einem Autor gefällt, den ich vorher noch nicht kannte, werfe ich eigentlich immer sofort die Suchmaschinen an und versuche etwas herauszubekommen. Das sicher auch, weil ich immer und ewig neugierig auf *neue* Menschen bleiben werde.

    Liebe Grüße

  2. Iris sagt:

    Bevor ich mit einem Buch anfange, lese ich eigentlich immer die kurzen Texte zu Autor und Werk, die es im Buch selbst oft gibt. Extra die Suchmaschine schmeiße ich dafür nicht an. Ich lese aber auch sehr gerne vor dem Buch die Danksagungen, die sich am Ende oft finden, denn da fällt der Autor ja aus der Rolle des Literaturschreibers heraus und ich bilde mir ein, so etwas über den Menschen zu erfahren. Zum Beispiel finde ich es interessant, welchen Experten gedankt wird, weil ich dann davon ausgehe, dass das Leben des Autors nichts mit diesem Fachgebiet zu tun hat und er aus einer ganz anderen Ecke kommt. Wirklich über den Autor mache ich mir eigentlich erst Gedanken, wenn ich nach dem Lesen mehrerer Bücher so eine Art Fan geworden bin. Ich denke aber, man kann Bücher mit vom eigenen Leben ganz unabhängigem Inhalt schreiben, also ganz bewusst konstruieren, und gerade dafür scheint mir Rike Stienen ein gutes Beispiel zu sein. Hätte nach Besichtigung des Fotos jedenfalls nicht gedacht, dass sie das ist.

  3. Daggi sagt:

    Ich lese mir sehr oft durch, was über den Autor im Buch steht. Klar, gerade, wenn dann kein Foto dabei ist, hat man ja seine eigenen Vorstellungen. Und manchmal könnte man den Eindruck bekommen, dass Bücher auch was autobiographisches haben müssen, aber ich vermute, meist liegt man mit der Vermutung ganz schön daneben … ;)

  4. Ilona sagt:

    Ich lese mir generell das Profil in den Büchern durch und versuche sie dadurch etwas kennenzulernen. Toll ist es dann, wenn ich auch noch Kontakt über FB mit ihnen halten kann.
    Und wupsch…bin ich dann ein Fan ihrer oder seiner ganzen Bücher geworden!
    Ganz liebe Grüße für dich
    Ilona

    P.S. Vielen Dank für diesen tollen Bericht!!!

  5. Diamantin sagt:

    Eine sehr schöne Vorstellung.

    Ja, manchmal frage ich mich schon, aber dank google kann man ja einiges nachlesen. Aber es kann so ein tolles Autorengespräch nicht ersetzen.

    Lg Anett

  6. Wirkt sehr sympathisch.
    Ich lese mir zwar immer die „Über den Autor“-Informationen durch, aber während des Lesens mache ich mir meistens keine Gedanken über den Menschen, dem wir das Buch verdanken, jedenfalls nicht, wenn mich das Buch fesselt. Gerade bei politischen Büchern finde ich es aber interessant, noch mehr Einzelheiten über den Verfasser zu erfahren. Auch bei anderen ernsten Themen denke ich schon mal drüber nach, welche persönlichen Erfahrungen der Autor mit einbringt. Bei eher unterhaltsamen Romanen oder SF/Fantasy beschäftigt mich das allerdings kaum. Solche Vorstellungen wie diese hier lese ich aber gern, liest sich viel schöner als die paar Worte, die die Verlagsvorstellungen meistens nur hergeben.

  7. Bibilotta sagt:

    Also ich bin ehrlich…manchmal kommt mir zwar der Gedanke….wer wohl dahinter steckt, wie der oder diejenige auf die ganzen ideen im Buch kam und und und…aber oftmals bin ich eigentlich nur so hin und weg von der Geschichte an sich, dass ich damit erstmal noch sehr beschäftigt bin.
    Aber wenn es mich wirklich auf den Autor hin interessiert, dann schmeiss ich auch google an und schau mir die Websites und Co mal näher an ;)

    Übrigens find ich es ja schonmal klasse, deine Treffen bei den Autoren…schon ne aufregende Sache ;)

  8. Da ich selber Autorin bin, mache ich mir schon meine Gedanken über Autor/in und dessen Bücher. Bei mir geht es oft auch so weit, dass der Inhalt eines Buches sehr lange Nachwirkungen verursacht. Nein nein, keine Angst! Ich meine das im positivem Sinne. Manche Handlungen waren so fesselnd beim Lesen, dass mein Kopf nach Beendigung des Buches einfach ein paar Karpitel weiter spinnt. Genau das wünscht sich jeder Autor.
    Viel Spaß und Erfolg weiterhin beim Schreiben.
    Liebe Grüße
    Katy

  9. Xe Nia sagt:

    Ja, ich lese gerne auch die Informationen über den Autor!

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