Salzzug von Monika Auer

Fakten zum Buch

Autor: Monika Auer 

Ausgabe von: 1. Auflage 2011

Verlag: – keiner –

ISBN:978-3-00-036092-3

Seiten: 130

Inhalt

Marita liebt die heimische Geschichte. Toll, dass zum Dorffest ein historischer Salzsäumerzug kommt. Zusammen mit ihrer Freundin und den Männern des Zuges feiert sie die ganze Nacht und lernt dabei den netten Benni kennen. Nach einer kurzen Romanze zieht der Zug weiter. Doof nur, dass Marita Beni gerne wieder sehen würde, aber weder Telefonnummer noch Mailadresse hat. Als sie ihre Freundin fragt, kann die sich an kein Fest erinnern und auch so sind alle Spuren verwischt. Das kann sie doch gar nicht alles geträumt haben? Langsam beginnt Marita an sich zu zweifeln und versteht die Welt nicht mehr. Bis sie sich auf den Weg zum Samerberg macht….

Mein Eindruck

Monika Auer schreibt sehr ruhig und besonnen über das typische Leben der Bayern. Also nicht das, was die Touristen sich oft vorstellen, sondern über die Realität. Das Buch spiegelt das Verhältnis der Bayern zur Geschichte, zum Glauben und zur Heimat wieder. Das ist mir hier besonders aufgefallen. Das kann ich deshalb beurteilen, weil ich auch Bayerin bin und mich nur selten wieder so gefunden habe. Auch schafft sie es die Gefühle und Unsicherheiten einer jungen Frau in Worte zu fassen und die Romanze ist realistisch dargestellt. (Endlich mal, landen nicht alle sofort im Heu)

Das hat mir echt gut gefallen. Die Geschichte ist sehr nett geschrieben und eine schöne Liebesgeschichte.

Aufgefallen ist mir, dass ich mich am liebsten ein paar mal ins Auto gesetzt hätte um etwas nachzuschauen, so plastisch und anschaulich hat die Autorin manche Dinge beschrieben (nein ich verrate jetzt nicht was…)

Cover und Optik

Auf dem Titelbild sieht man einen historischen Salzsäumerzug auf einem Holzhintergrund. Das Bild passt sehr gut zum Inhalt des Buches. Das Buch wurde selbst aufgelegt und ist ansprechend und gut gestaltet. Die Qualität in Ordnung. Es gibt in dem Buch einige Rechtschreibfehler, die mich allerdings nicht gestört haben. Wer hier empfindlich ist, sollte auf die Überarbeitung warten, wer nicht, bekommt einen wunderbaren Roman eben schon früher. Einige Textstellen sind in Bayerisch verfasst. Sie hat gut geschrieben, so dass man sofort den Sinn erkennt (auch wir Bayern haben manchmal mit dem „Schriftbayerisch“, was es ja nicht (mehr) gibt unsere Probleme). Vielleicht würde dem Buch noch ein Glossar gut tun, aber das mag ich als bayerischer Leser nicht beurteilen.

Fazit

Eine wunderbare und schöne Liebesgeschichte. Auch wenn das Buch „nur“ 130 Seiten hat so ist alles wichtige, was eine gute Geschichte ausmacht vorhanden und bietet genügend Lesespaß. Die Sprache ist nicht immer ganz so schnell „wegzulesen“, doch das macht gar nichts, die tollen Beschreibungen, die daraus resultieren machen das mehr als wett.

Ich finde ein gelungenes Erstlingswerk welches uns Bayern endlich mal so darstellt, wie wir sind. Es gibt nicht nur Sennerinnen und Almöhis, genauso wenig, wie Bayern nur mit schrägen Typen oder Preißn besetzt ist. Das kommt hier schön zur Geltung und zeichnet die Bayern so wie sie sind – Heimatverbunden und stolz auf ihre Geschichte.

Ich gebe 4 B`s, denn als kleinen Kritikpunkt hätte ich noch, dass mir Marita ein wenig zu nah am Wasser gebaut ist, und dass man vielleicht noch ein paar Seiten mehr hätte schreiben können….

Weitere Meinungen:

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Ein Kommentar bis “Salzzug von Monika Auer”

  1. […] ihr Debüt-Roman, den ich hier schon mal vorgestellt hatte, hat mich durch seine nette und natürliche Art überzeugt.  Vor allem […]

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