Stephan Schwarz – Backstage

stephan schwarzAutoren-Backstage ist eine tolle Sache, finde ich. Also zumindest für mich, denn ich lerne so sehr interessante Menschen kennen, die es schaffen mich mit ihren Büchern zu fesseln, zu begeistern oder zu bewegen. Meist sind dies sehr fantasievolle Menschen und gerade Krimi-Autoren haben für mich einen besonderen Reiz. Deshalb habe ich mich besonders gefreut, Stephan Schwarz besuchen zu dürfen.

In seinem Krimi Krötenmord ist mir aufgefallen, dass er einen ganz eigenen Weg geht. Seine Protagonisten fallen positiv aus der üblichen Rolle, in seinem Buch gibt es sogar eine Liebesgeschichte und zudem noch technisches Wissen. Das alles in einem spannenden Krimi mit überraschenden Ende.  Wer steckt hinter so einem außergewöhnlichen Buch und wer widersetzt sich so den klassischen Klischees und üblichen Vorgehensweisen?

Kurz und knapp – es ist ein Mensch, für den mein normaler Wortschatz nicht ausreicht. Weder in Deutsch noch in Bayerisch. Denn gerade im bayerischen gibt es noch ab und an Zwischentöne, Beschreibungen, die über das Deutsche hinaus gehen, doch weder hier noch dort trifft es Stephan Schwarz nur ansatzweise. Und viele Adjektive, die mir einfallen, sind negativ besetzt, empfinde ich bei ihm aber positiv. HAAAA wie soll ich das nun in einen Blogbeitrag bringen? Es ging sogar so weit, dass ich mir alles aufgeschrieben habe, was mir zu Stephan Schwarz eingefallen ist und nun sitze ich mit dem Zettel neben mir und komme auch nicht weiter. Und das obwohl es mir normalerweise sehr leicht fällt einen Menschen zu skizzieren, ohne irgendwelchen Schubladendenken zu unterliegen.

Ich versuche es einfach mal:

Meine Eindrücke

Offen, wenn auch anfänglich distanziert. Freundlich und höflich. Gerade letzeres mehr als heute üblich. Großzügig und nett. Sozial engagiert, denn die Einnahmen der Bücher werden zum Teil gespendet. Neugierig.

Ein Reisender, ohne getrieben zu sein. Ruht in sich, ist selbstbewußt mit Präsenz aber ohne anderen den Raum zu nehmen. Hat eine eigene Meinung und vertritt seinen Standpunkt – ohne dabei aber stur zu wirken

Kreativ. Als Maler, ohne sich so bezeichnen zu wollen (was er aber eindeutig ist), als Koch, da dies auch eine kreative Tätigkeit ist. Backt nicht gerne, weil es hier zu viele Vorgaben gibt und zu wenig Freiheiten.

Ein Macher. Wenn er was will, macht er es

Zusätzlich noch

Teetrinker, Mann mit Schuhtick, Leseratte, Schnellleser, Legastheniker (isolierte Rechtschreibschwäche), Querbeet-Leser, Rampensau (im positiven Sinn) ein Hundling (ohne zu tricksen und im bayerischen positiven respektvollen Sinn), Musiker und Fotograf.

Voller Widersprüche.

 Was habe ich noch entdeckt?

Was das war noch nicht alles? Nein, in den paar Stunden, die ich zum Kaffeetrinken da war, habe ich in der Wohnung etwas gesehen. Etwas tolles. Nämlich das Coverbild von Krötenmord. Nun ja, das wäre ja nichts besonderes, doch es hing an der Wand. Groß auf Leinwand ohne Titel….. denn es ist ein Bild, welches Stephan Schwarz selbst gemalt hat. Genauso wie Vorschlag zum  Titelbild von Blonder Kaviar (das gelbe, was aber nicht so genau übernommen wurde), Elektrified (der englischen Ausgabe von Krötenmord) und ätsch – ich habe die Idee zu einer Fortsetzung schon gesehen. Leider darf ich es Euch noch nicht zeigen, ABER Hut ab, hätte ich gerne in meiner Wohnung hängen.

Dabei fällt mir ein – das Bild von Krötenmord war schon fast in meiner Reichweite. Immerhin in meinem Auto. Wenn ich Gas gegeben hätte, hätte ich es vielleicht entführen können, denn ich habe Autor und Bild kurz mitnehmen dürfen. War übrigens ein lustiges Bild, dass Jemand in einem handelsüblichen VW Polo seine Knie bis zu den Ohren ziehen muss um Platz zu haben. Dabei kam mir weder mein Auto besonders klein, noch Stephan Schwarz besonders groß vor. Noch so ein Widerspruch *soifz*

Vielleicht hilft Euch ein Bild von ihm und seinen Schreibtisch für einen eigenen Eindruck

2012-10-24 001 006 (500x333)

Mein Fazit

Stephan Schwarz hat mich überrascht und beeindruckt. Ja, so kann man es wohl am ehesten bezeichnen. Ich würde mich noch viel lieber länger und öfter mit ihm unterhalten und hätte noch viele viele Fragen, die ich ihm stellen wollte. Doch um ihn Euch zu beschreiben. Sorry, da beiße ich mir echt die Zähne aus, so gerne ich es auch versuchen würde.

Ich glaube, den besten Eindruck bekommt man, wenn man ein Buch von ihm liest. Zwar hat er noch einen Blog, doch das ist nicht hundertprozent er, was er selbst sogar zugibt. Er ist Krötenmord und einiges von ihm und seiner Persönlichkeit findet sich in diesem Buch wieder und wohl auch in dem neuen Teil Blonder Kaviar, der erst erschienen ist. Die Ideenvielfalt, die Kreativität und die Ausdrucksweise das sind 100 % Stephan Schwarz, aber er ist keine der Figuren aus dem Buch. Da habe ich ihn nirgends entdeckt Eyes Dropped .

Aber die Freude in seinen Augen, als er mir den ADAC-Preis gezeigt hat, die war echt! Genauso wie das breite Grinsen dazu Victory

Aber die Coverbilder und den Preis- die zeige ich Euch noch und durch nen Klick wird`s auch groß:

Ach ja, wer jetzt die Verlosung vermisst. Also erstens gibt es Bücher beim Buchwichteln von Stephan Schwarz zu gewinnen und zweitens….

hmmm

durch jedes verkaufte Buch werden Organisationen unterstützt, wie etwa bei blonder Kaviar das Kinderhospiz Bärenherz .

Ich freue mich trotzdem über jeden Kommentar und habe trotzdem eine Frage an Euch. Wie findet ihr es, dass zumindest ein Teil des Erlöses gespendet wird, sofern der Autor selbst nicht von den Büchern leben muss?

Aber ihr geht auch nicht leer aus – ich habe nämlich was ganz besonderes für Euch:

2 Personen bekommen eine handgeschriebene Karte mit dem Cover von blonder Kaviar. Aber nicht von mir – das wäre ja langweilig. Nein, Stephan Schwarz schreibt Euch die Karte höchstpersönlich. Cool, oder? – Also doch eine Verlosung Electric Shock. Zeit ist bis 18. November.

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9 Kommentare bis “Stephan Schwarz – Backstage”

  1. Diamantin sagt:

    Ich finde solche Spendenaktionen gut…wenn sie auch wirklich da ankommen, wo sie hinsollen.

    Wieder ein interessanter Artikel.

    Lg Anett

  2. Iris sagt:

    Das ist eiin toller Backstage-Bericht, der ganz schön viele Frage aufwirft und offen lässt. Ich habe noch nichts von Stephan Schwarz gelesen und du machst mich auf jeden Fall neugierig auf den Autor.

    Zu deiner Frage: Spenden finde ich immer gut, wenn es an seriöse Organisationen geht und man es sich finanziell erlauben kann. Bärenherz halte ich für seriös. Sie bekommen ja bei auch mal bei Blogaktionen Spenden ab. Wahrscheinlich haben sie sich so ihre Spender teils selbst ausgesucht. Am besten finde ich das Spenden immer dann, wenn z.B. die Aktion und in diesem Falle die Bücher etwas mit der Organisation zu tun haben, was ich bei Stephan Schwarz nicht beurteilen kann, da ich wie gesagt noch nichts von ihm kenne.

    Ich habe aber auch noch 2 Fragen an dich: Wie muss ein Buch sein, um den Autobuchpreis zu bekommen? Müssen da Autos eine zentrale Rolle spielen? Könnte mir das ja bei einem Sachbuch vorstellen, aber bei einem Roman? Klär mich mal auf. Und zweitens schreit der Preuße in mir nach einer Erklärung des Wortes „Hundling“. Das scheint ja sowohl povitiven wie auch negativen Beiklang zu haben, aber welchen????

    • Mella sagt:

      uiuiui – sogar mit Fragen.
      1. Stephan Schwarz schafft es in Krötenmord, dass Autos eine interessante Nebenrolle spielen. Und zwar fahren die Kommissare ein Elektro-Auto. Werden entsprechend belächelte, kennen die Vor- und Nachteile und ein Kommissar darf mit dem Elektro-Polizei-Auto zu einer Konferenz, die auch in dem Buch besprochen wird. Alles in einem Krimi – genial, oder? Und nein Autos werden nicht ermordet :-)

      Hundling – wie erklärt man dies am besten *kopfkratz* Ein Hundling ist ein „toller Hecht“ der etwas schafft, was nicht viele schaffen. Also absolut Respektvoll. Aber ein Hundling kann auch schon mal sich in durch eine dunkle Grauzone bewegen um etwas zu erreichen. Ein Hundling macht aber auch oft unmögliches möglich. Manchmal für sich selbst, aber auch oft genug für andere. Daher der Respekt und weil er etwas leistet. Aber immer so, dass er den üblichen Pfad und Vorstellungen verlässt. Sauschwer zu erklären. mundmische.de nennt es so “

      (meist scherzhaft, spöttisch) durchtriebener Mensch, Lausbub, Schlingel, Frechdachs, Bazi, scherzhaft für Gauner“

      aber da fehlt mir der Respekt.
      jaja, die bayerische Sprache mit den Zwischentönen – die oft im Deutschen fehlen :-)

  3. Iris sagt:

    Danke, mella, für deine ausführlichen Antworten. Du hast einen wichtigen Beitrag zur innerdeutschen Sprach- und Völkerverständigung geleistet *zwinker* Man lernt immer dazu. Und den ADAC versteh ich jetzt auch.

  4. Tina sagt:

    Was ein Hundling ist hab ich mir von meinem Mann erklären lassen (auch wenn er stets betont, dass er kein Bayer sondern Franke ist *gg*) – bei uns wäre das dann wohl am ehesten ein Lorbaß :-)
    Ich finde es immer gut, wenn jemand etwas spendet – vor allem für sinnvolle Einrichtungen und wenn es irgendwie nachvollziehbar ist, was mit dem Geld passiert. Aktionen wie „Bier trinken (vornehm ausgedrückt) für den Regenwald“ finde ich dann eher negativ :-)
    LG
    Tina

  5. Sandra sagt:

    Es klingt so, als hast Du Glück gehabt bei ihm sein zu dürfen, er scheint so zu sein, wie man sich einen Nachbarn wünscht, neben dem man sein Leben verbringen darf. Besonders schön finde ich, das auch Stephan Schwarz auch ein Herz für Bärenherz hat, da haben wir etwas gemeinsam. Eines hätte mich noch interessiert; sein Schreibtisch sieht ein wenig zu klein gearten aus auf dem Foto, oder täuscht das?

    Liebe Grüße

    • Mella sagt:

      coole Beschreibung :-) ja, so einen Nachbarn wünscht man sich eindeutig.
      Ja der Schreibtisch – er wirkt zu klein, ist es irgendwie aber nicht und vielleicht doch. Auch wieder so ein Widerspruch. Sagen wir mal so, Stephan Schwarz ist auch groß. Hat aber auch kein Problem in einem Flugzeugsitz zu schreiben

  6. […] auf Stephan Schwarz könnt ihr seit dem 08. November bei Mella auf Buchkritik werfen. Ein interessanter Mensch, den ich als Nachbarn sofort akzeptieren […]

  7. […] mit ihrer Rezension zu Blonder Kaviar und auch mit einem Interview mit Stephan Schwarz und einem Backstagebericht ganz schön Neugierig gemacht hat, habe ich mich ganz besonders gefreut, als ich genau dieses Buch […]

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