Tod im Skriptorium von Peter Tremayne

Fakten zum Buch

Autor: Peter Tremayne 

Orignial Titel: Suffer Little Children

Ausgabe von: 6. Auflage 2004

Verlag: aufbau-Taschenbuch

ISBN: 3-7466-1526-7

Seiten: 385

Fanclub von  Sister Fidelma

Inhalt

Tod im Skriptorium ist ein früherer Teil der Reihe um Schwester Fidelma. Bei Schwester Fidelma handelt es sich um eine selbstbewusste junge Nonne aus königlichen Geschlechts, die im Jahr 644 unserer Zeit in Irland gelebt hat. Dass dort Frauen ganz andere Rechte haben und sogar als Anwälte und Ärztinen tätig werden können, ist eine absolute spannende Sonderrolle, die man beim Thema Mittelalter und Kirche sicher so nicht erwartet hat.

Schwester Fidelma wird in ihrer Eigenschaft als Anwältin zu verschiedenen Streitfällen geschickt, um dort eine Partei zu vertreten. Zu ihren Aufgaben gehört es auch Beweise zu sammeln. In diesem Teil muss sie ihrem Vetter, dem Abt eines Klosters helfen, in dessen Obhut ein bekannter Gelehrter ermordet wurde. Der König des Nachbarreiches verlangt von ihm und seiner Familie als Sühnepreis ein umstrittenes Grenzgebiet. Um einen Krieg zu verhindern bleibt ihr nicht viel Zeit um den wahren Mörder und Grund zu finden.

Mein Eindruck

Das Buch ist, wie alle von mir bisher aus der Reihe gelesene Bücher, sehr sehr spannend und gut geschrieben. Man merkt, dass hier ein Historiker am Werk war, denn man lernt nebenbei sehr viel über die historischen Verhältnisse in Irland, die ich übrigens sehr modern und fortschrittlich finde. (Sollte man wieder einführen). Die Personen sind sehr gut gezeichnet und auch nicht frei von Menschlichkeit. So macht auch Fidelma ihre Fehler.

Bei diesem Teil fand ich leider einige Dinge zu leicht durchschaubar, was aber teilweise an der etwas überraschenden Auflösung nichts geändert hat.

Der Schreibstil ist nicht ganz einfach, da hier irische Namen und Fachausdrücke benutzt werden. Jedoch gibt es immer wieder eine Erklärung dazu und alle wichtigen Personen sind vorne aufgelistet, so dass man immer gut nachschlagen. kann.

Cover und Optik

Mein Buch ist aus 2004, jedoch wirkt das Cover eher aus den 80er Jahren. Ehrlich gesagt, spricht es mich nicht besonders an, und wenn ich nicht wüsste, dass der Inhalt super ist, würde ich es wohl zu leicht ignorieren. Ich weiß auch nicht wie der Vorbesitzer das Buch gelagert hat, doch habe ich bereits deutlich vergilbte Seiten, was ich für das Alter ein wenig zu früh finde.

Fazit

Wieder ein sehr gelungenes Buch aus der Fidelma-Reihe. Es ist wie üblich nicht sehr einfach zu lesen, doch macht es sehr viel Spaß. Einen Abzug gibt es aber doch, da manche Sachverhalte zu einfach zu durchschauen waren, während Fidelma darüber gegrübelt hat. Das kenne ich normal besser.

Deshalb gebe ich 4 B`s

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2 Kommentare bis “Tod im Skriptorium von Peter Tremayne”

  1. Sabienes sagt:

    Also dein Bericht macht wirklich Lust auf das Buch!

    Wobei ich immernoch Schwierigkeiten mit dem Umstand habe, dass eine Nonne im Mittelalter Ärztin und Anwältin hat sein dürfen. Aber da der Autor anscheinend einen Hintergrund als Historiker hat, glaube ich das mal ganz einfach so.
    LG
    Sabienes

    • Mella sagt:

      Das liegt daran, dass die Iren eine andere Rechtsauffassung hatten und erst danach vom Mittelalter überrollt wurden :-(
      Ich würde mir auch für heute noch vieles von dem damaligen irischen Recht wünschen. Aber keine Sorge – das wird in dem Buch wirklich gut erklärt, so dass man auch als Einsteiger gut rein kommt.

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