Warum ich mit ebooks nicht so warm werde

Das Thema E-Book ist in aller Munde und viele Bücher werden nur noch in dieser digitalen Form veröffentlicht. Das mag absolut Sinn machen und ein ebook-Reader ist sicherlich auch eine praktische Sache. Vor allem, wenn man viel unterwegs ist, macht ein ebook doch einen erheblichen Unterschied.

Mittlerweile ist es ja sogar so, dass manche Bücher speziell für Ebook-Reader entwickelt werden oder andere Bücher in ebook-Form spezielle Ergänzungen und Specials aufweisen.

Das sind also alles Vorteile, die gewiss noch mit vielen anderen Dingen ergänzt werden können, wie etwa leichte Lesbarkeit durch Schriftgrößen-Anpassung. Oftmals farbiges Display und mehr.

Warum ich trotzdem keine Ebooks mag

Es ist nicht so, dass ich es nicht ausprobiert hätte. Im Urlaub hatte ich Zugriff auf einen Ebook-Reader und habe dort ein ganzes Buch gelesen. Ich hatte hier auch einen guten Vergleich, denn den ersten Teil habe ich in Papierform gelesen und den zweiten Teil in digitaler Form. Und ich habe bei mir selbst folgendes festgestellt:

Ich lese schlampig. Ja wirklich. Ich bin zwar von Haus aus ein schneller Leser, doch hier hudle ich. Das bedeutet, ich lasse Wörter aus, ich lese vermehrt quer und nehme das Buch nicht wirklich auf.

Ups, das kann nicht Sinn der Sache sein. Denn wenn ich ein Buch lesen möchte, dann möchte ich es auch genießen. Wie einen guten Wein, den schütte ich ja auch nicht wie Wasser in mich rein.

Ist es am PC besser? Nein keineswegs. Durch die hier größere Lesefläche ärgere ich mich ständig dass ich nicht vorankomme und lese zudem noch hektisch. AAARGH

Am Handy mit einer der tollen Apps. Also hier muss das Buch schon sehr sehr sehr gut sein. Also so gut wie nie sinnvoll.

Was bedeutet dies

Etwas was mir hier besonders bei mir aufgefallen ist: Wenn ich digital lese – bewerte ich ein Buch automatisch schlechter. Viel schlechter. Daher werde ich fairerweise keine Ebooks rezensieren. Einfach, weil ich hier zu schlechteren Bewertungen tendieren würde – als das Buch wahrscheinlich verdient hätte, weil ich einfach die Feinheiten nicht aufnehme.

Ich finde das fair und ich sage es deshalb auch deutlich. Und liebe Autoren – es ist nicht böse gemeint, wenn ich Ebooks ablehne. Es ist, weil ich eine möglichst faire und ehrliche Bewertung abgeben möchte und deshalb, da ich so unterschiedlich reagiere – mich auf ein Buchmedium beschränke.

Bin ich alleine?

Ich weiß, dass einige von Euch ihren Reader lieben und nicht mehr missen möchten. Das freut mich für Euch. Doch bin ich mit meinem Problem daher alleine? Wie sind Eure Erfahrungen?

Ähnlich geht es mir übrigens mit Hörbüchern. Die Feinheiten und z.B. der Wortwitz bleiben hier auf der Strecke….

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6 Kommentare bis “Warum ich mit ebooks nicht so warm werde”

  1. Ich nutze meinen E-Reader hauptsächlich für leichte, unterhaltsame Lektüre, bei der es nicht so sehr auf die Konzentration ankommt. Die meisten Bücher möchte ich sowieso lieber gedruckt bei mir haben, aber das Platzproblem! Und ich nutze die kostenlosen Downloadmöglichkeiten von Klassikern. Das Lesegefühl ist OK (ich habe den Kindle), kann aber nicht ganz mit einem gedruckten Buch mithalten. Am Rechner oder via Smartphone lese ich gar keine Bücher, längere Texte am Monitor sind überhaupt nicht meine Welt…

  2. Kerstin sagt:

    Nein, Du bist definitiv nicht alleine, so ein ebook reader wird bei mir auch nicht so schnell einziehen. Wenn die Bücher dann wenigstens entsprechend günstig wären, aber der Unterschied ist ja manchmal gerade mal ein popeliger Euro.
    Außerdem tausche ich gern Bücher oder verleihe auch mal das ein oder andere – ist so auch nicht möglich.
    Also definitiv: no, non, njet, nada – nix da!!!!

    http://kastaniesbuecher.blog.de/2012/03/27/plauderei-ebooks-fluch-segen-13319471/

  3. Susanne K sagt:

    ADa falle ich aus dem Rahmen muss ich gestehe – anfangs war ich auch skeptisch bzgl. EBook und hatte es mir auch nur wg eines langem Flugurlaubs gekauft weil ich nicht zuviel Gewicht schleppen wollte doch mittlerweile hat für mich beides seine Faszination oder eher alles drei seine Daseinsberechtigung
    – EBook – für speziell für den Reader „entwickelte“Bücher und auch Buchserien
    – Hörbuch: ganz klar da sind Thriller ein muss (ich kann die selber für mich nie so lesen dass sie mich fesseln)
    – DAS GEBUNDENE BUCH: für Bücher die ich einfach haben möchte und im Regal gut aussehen – weiß nicht wie anders zu beschreiben
    So jetzt muss ich zu meinem Buch zurück
    Grüßle Susanne http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif

  4. […] und Ebook sind meist nur minimal, warum auch immer. Aber vor allem kann ich mittlerweile Mellas Problem mit dem schlampigen Lesen […]

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