Bücher vs Hörbücher

Wir haben ja beide Fraktionen im Haus. Die Bücher-Leser, die am liebsten das gedruckte Wort in der Hand halten und die Hörbuch-Junkies, die am liebsten Hören. Nur mein großer Sohn gehört irgendwie beiden Fraktionen an. Er liest gerne selbst, hört aber bestimmte Bücher auch liebend gerne. Vor allem die, die sein Bruder auch gerade hört, da hört er gerne nochmal mit.

Da er beiden Fraktionen angehört, hat er einen direkten Vergleich, vor allem, da es immer wieder auch zu Überschneidungen kommt. So hat er Warrior Cats teilweise selbst gelesen, aber größtenteils gehört.

Bartimäus, den ersten Teil auch beides – gehört und gelesen.

Bei diesen beiden Beispielen sind ihm Unterschiede nicht besonders großartig aufgefallen. Beides toll und gut gemacht und die Kinder sind absolut begeistert, wie Martin Semmelrogge Bartimäus liest. Das hat mich erstaunt, weil gerade dieser Sprecher doch eine recht extreme Stimme und auch Aussprache hat, doch beide haben mir versichert, dass es super zum Buch passt.

Nun sind sie im Percy Jackson -Fieber. Der Große hat die ersten 4 Bände bereits gelesen und der Kleine hört sie nun „nach“, damit beide zusammen den 5. Teil genießen können.

Nun verhält es sich so, dass mein großer Sohn fast täglich kommt und sich beschwert. Anscheinend ist das Buch stark gekürzt. Er vermisst ganze Kapitel. Auch der Film war anders, viel unlogischer als das Buch, doch das ist bei Filmen ja meist so. Aber Hörbücher so zu kürzen – das stört ihn doch sehr. Auch die Aussprache der griechischen Namen bereitet ihm Probleme. So werden vom Sprecher anscheinend die Vokale hintereinander zusammen gesprochen, und nicht getrennt, wie z.B. (sorry, mir fällt im Moment nicht sein Beispiel von gestern ein) Bartimäus.

Fakt ist, dass der Große hier richtig enttäuscht ist. Dem Kleinen hingegen ist es egal – Hauptsache, er muss nicht selbst lesen. Mein Mann hat auch keine Probleme damit, wenn Bücher in den Hörbüchern gekürzt werden. Eine Einstellung, die mein großer Sohn und ich überhaupt nicht teilen können.

Bücher kürzt man nicht. Punkt.

Jeder Leser soll doch selbst entscheiden können, was ihm besonders wichtig ist und gut gefällt.

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6 Kommentare bis “Bücher vs Hörbücher”

  1. Ralf sagt:

    Hallo Mella,
    ich bin ja auch ein Fan beider Medien. Im Auto (während der Fahrt liest es sich so schlecht) immer wieder gerne Hörbücher, zu Hause gibt´s dagegen nur die „gedruckten“ ;-)
    Aber ich stimme gerne zu: „Hörbücher“ und „Bücher“ sind nicht immer identisch (habe ich gerade bei „Shining“ von Stephen King erlebt)- abgesehen davon hat der Film einen noch anderen Ablauf…
    Interessant finde ich es aber immer wieder, die Medien „Hörbuch“ und „Buch“ zu vergleichen.
    Liebe Grüße,
    Ralf

  2. Mams 74(Kirsti) sagt:

    Also ich bin ,genau wie mein jünster Sohn Fan von Beidem:) Beim Häkeln meiner Lesezeichen ist es immer toll,wenn jemand vorliest. Das habe ich leider nicht drauf,häkeln und lesen gleichzeitig.http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cry.gifBei Audible suche ich mir (wenn vorhanden) die ungekürzten Fassungen raus.
    Und ein wichtiger Punkt ist der Sprecher/in . Wenn jemand so öde liest,dann geht die beste Handlung verloren.
    Aber wenn ich die Hände frei habe lese ich selbst. Hab mir Höllental gekauft (v.A.Winkelmann) Das werde ich jetzt mal anfangen.
    Liebe Grüße, Kirsti

  3. aga80 sagt:

    Ich mag beides, obwohl ich mit Hörbücher vor ca 8 Jahren aus lauter Frust über die Radiolandschaft angefangen habe, damals musste ich ich häufig und lange PKW Strecken zurücklegen und schon damals waren Top20 Sender nervig und irgendwann, werden WDR5, NDR-info, MDR-info, BR5, DLF und andere Wort/Nachrichten/Talk lastigen Sender auch anstrengend, auch wenn ich sie bis heute gerne einschalte.
    Ich habe seither Hörbücher konsumiert, die hätte ich niemals gelesen, Harry Potter zum Beispiel, aber Ruphus Beck als Leser, war für mich ein Argument und sogar ein richtig gutes.
    Bei Hörbüchern, achte ich seltsamerweise mehr auf den Sprecher, als auf das Genre, ich finde auch die Inkonsequenz bei den Pratchett Büchern sehr schade, denn Per Augustinski, Dirk Bach, Katharina Thalbach, Jens Wawrczeck und andere … das sind alles interessante Stimmen, aber hier hätte ich mir nur einen Sprecher, aber für alles gewünscht und diverse Kürzungen sind auch eher unschön, da ich einige Bücher in Wort und in Text konsumiert habe. http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gif

    • Mella sagt:

      Ja, Radio regt mich auch sehr auf, habe ich gestern wieder gemerkt. Doch Hörbuch beim Autofahren ist auch nichts für mich, ich bekomme immer viel zu wenig von der Geschichte mit.
      Unterschiedliche Sprecher bei einer Serie kann ich mir echt doof vorstellen.
      Die Kids sind von Martin Semmelrogge bei Bartimäus total begeistert. Ich bin da eher skeptisch…..

      LG Mella

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