Cover und Aufteilung – in Rezensionen?

In meinen Rezensionen schreibe ich auch über das Cover, über das Papier, die Bindung und auch die Aufteilung der Kapitel. Gut, oft genug haben darauf die Autoren keinerlei Einfluss, doch neben dem Autor erwähne ich auch immer den Verlag. Auch bin ich der Meinung, dass ein Buch nicht nur aus dem Inhalt besteht. Denn auch das Cover, das Handgefühl, das Papier – das spielt alles in das Lesevergüngen mi hinein.

Ich habe diesen Punkt nun schon eine ganze Weile in meiner Rezension und ich lese ja nicht nur druckfrische Bücher aus dem Laden, sondern ich tausche auch und gewinne auch mal ein Exemplar. Dazu noch die Möglichkeit der Mängelexemplare und so bekomme ich eine bunte Mischung, auch wenn die Bücher oft etwa gleich alt sind.

Aufgefallen ist mir zum Beispiel beim Papier folgendes: von manchen Verlagen vergilbt es total schnell. Dann wenn ich nach dem Erscheinungsdatum schaue und sehe 2010 war ich oft genug total erstaunt. Denn ich hätte das Buch viel älter eingeschätzt.  Anfänglich habe ich noch gedacht – okay Vorbesitzer – ist wohl damit ziemlich wild umgegangen, doch nachdem es sich gehäuft hatte und ich auch das Buch eine ganze Weile im Besitz hatte und weiß, wie es gelagert wurde – nein, das kann es nicht sein.

Genauso und noch viel gravierender der Einband bzw. die Bindung. Es gibt dicke Schinken, die schlägt man auf und hat schon die erste Leserille, bevor man überhaupt richtig angefangen hat zum Lesen. Und dann hat man gleich dicke Bücher, die liest man mit Genuß, es passiert etwas unvorhergesehenes und man legt das Buch aufgeschlagen mit dem Rücken auf den Tisch um schnell zu handeln – und  der Rücken sieht immer noch aus wie neu.

Ich weiß, dass viele Leseratten genau darauf achten. Darauf, dass die Bücher im Regal immer noch schön aussehen. Auch wenn das Buch bereits gelesen wurde.

Ich finde es gehört zum Buch dazu. Genauso wie das Cover, welches den ersten Eindruck vermittelt. Genauso wie der Titel und wenn der Klappentext hinten und vorne nicht stimmt, erwähne ich das auch.

Denn ein Buch besteht nicht nur aus dem Inhalt, sondern es ist ein Gesamtpaket.

Daher verstehe ich teilweise die Forderungen einzelner Verlage nicht, sich nur auf den Inhalt zu beschränken. Angst vor der Kritik? Kann doch nicht sein, denn ich erwähne auch, wenn etwas gut ausgeführt wurde oder ein stimmiges Cover gewählt wurde oder oder oder. Es ist doch oft nur ein Hinweis an Euch, hier ggfs etwas zu verändern. Denn eine gute Qualität Eurer Bücher spricht doch auch für eine gute Arbeit, oder?

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7 Kommentare bis “Cover und Aufteilung – in Rezensionen?”

  1. nasch sagt:

    Ich seh das anders, ich mag ellenlange Rezis überhaupt nicht und lese sie auch nur selten komplett durch, weil mich vieles davon gar nicht interessiert. Wenn ich wissen möchte, wie andere ein Buch finden, meine ich das in Bezug auf den Buchinhalt, alles andere ist mir egal – mag wohl auch daran liegen, das ich es mit dem Kindle lese und mir daher das Cover und sonst was, egal sind.

    Aber wenn ein Buch inhaltlich top ist, aber das Cover sch… und alles andere auch doof und das Buch deswegen nur 3/6 Punkte bekommt, dann gehe ICH davon aus, das es wegen des Inhaltes ist, im Grunde müsste es dann mind. 2 Bewertungen geben, eine für nur Inhalt und die andere dann für den Rest des Buches…

    • Mella sagt:

      Da habe ich mich vielleicht unklar ausgedrückt, in die Bewertung von den Sternen fließt bei mir nur der Inhalt rein. Also nicht das Cover, auch wenn ich es erwähne. Denn der Autor kann oft gar nichts dafür und hat keinen Einfluss darauf. So habe ich auch schon gehört, dass bei einem historischen Roman eine falsche Epoche für das Cover gewählt wurde. Der Autor hat sich natürlich darüber geärgert, doch hatte er keinen Einfluss darauf.
      Hier das „zu bestrafen“, wäre auch falsch. Daher nehme ich mir die Freiheit, es zu erwähnen und auch zu Loben oder zu kritisieren, doch von der Rezi alleine – zählt nur der Inhalt.
      Findest Du meine Rezis zu lang?

      • nasch sagt:

        Ok, dann hab ich das falsch verstanden. Cover oder sonst was erwähnen finde ich gut, solange es nicht mit in der Bewertung drin ist, denn das gibt es leider oft.
        Nein, deine finde ich Ok so, nicht zu lang, aber arg länger sollte es meiner Meinung nach nicht werden :)

  2. Tina sagt:

    Das Cover erwähne ich eigentlich nur, wenn es besonders toll oder besonders schlecht ist – aber auch eher selten Mich interessiert eigentlich auch nur der Inhalt und oft genug gibt es das Buch ja auch in mehreren Ausführungen, Nachdrucken oder Sonderausgaben. Allerdings sammel ich auch keine Bücher und schon gar nicht der Cover wegen :-)
    Aber bis jetzt hat auch noch kein Verlag von mir verlangt, mich auf den Inhalt zu beschränken?

    • Mella sagt:

      Bei irgendeiner „Empfehlung“ habe ich das mal gelesen, weiß aber auch nicht mehr wo. Ich gehe auch immer auf die mir vorliegende Version ein, und es gibt ja einige, die auf das Cover achten. Schön finde ich es auch, wenn eine Serie zusammenpasst.
      Angefangen hatte ich es mal, auch wegen dem Buchrücken. Als ein total dünnes Buch Leserillen bekommen hatte und was mich echt geärgert hat, weil ich normal recht vorsichtig lese. Und ein Buch viel nach 3 mal Lesen auseinander. Fand ich auch nicht so toll.

      • Tina sagt:

        Bei Serien finde ich es schon auch schöner, wenn sie zusammenpassen. Wenn bei einer Serien jedes Buch total anders aussieht, würde ich es wahrscheinlich auch erwähnen :-) Aber Leserillen im Buchrücken finde ich jetzt nicht so schlimm. Ich bin auch nicht so supervorsichtig bei Büchern, die mir gehören. Geliehene Bücher sind was anderes, da trau ich mich kaum ordentlich umzublättern – deswegen leih ich mir auch selten welche :-) Aber wie gesagt, ich sammel auch keine Bücher – wenig Platz in der Wohnung sorgt dafür sich immer mal zu trennen :-)

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