Der Augensammler von Sebastian Fitzek

Sebastian Fitzek schreibt gut, normalerweise. Daher wollte ich auch seinen Mega-Erfolg – Der Augensammler lesen.

Fakten zum Buch

Autor: Sebastian Fitzek 

Ausgabe von: Juni 2011

Verlag: Droemer Knaur

ISBN: 978-3-426-50375-1

Seiten: 439

Inhalt

Versteckspiel mit einem Psychopathen. Denn dieser versteckt die Kinder und ermordet die Mütter. Und die Väter haben 45 Stunden Zeit, die Kinder zu finden. Wenn nicht, dann sterben sie.

Der Journalist Alexander Zorbach wird dabei als Gegenspieler auserkoren, denn er wird mit allerhand Indizien belastet und manipuliert. Doch er war es nicht und um seine Unschuld zu beweisen, muss er bei diesem Spiel mitmachen. Oder doch nicht? Kann er das verschwundene Kind seinem Schicksal überlassen und lieber zu seinem eigenen Sohn gehen?

Mein Eindruck

Verwirrt hat mich anfänglich die rückwärts laufenden Kapitelnummern und Zahlen, doch die Handlung läuft wie gewohnt vorwärts. Das hat mich etwas Irritiert, doch dann kam ich ganz schnell in die Geschichte rein. Das Buch wird aus mehreren Sichtweisen erzählt und diese sind klar gekennzeichnet und unterscheiden sich gut. Sie fügen sich nahtlos in die Geschichte ein und halten die Spannung aufrecht. Was ja bei mir sonst leicht zum Problem werden kann.

Dennoch war ich enttäuscht. Nachdem ich Das Kind und Die Therapie von Sebastian Fitzek kannte, fehlte mir hier seine meisterhafte psychologische Manipulation, die es zwar gab, aber nur unzureichend.  Auch gehört dieses Buch zu jenen, die nicht wirklich abgeschlossen sind. Das ist vom Autor auch so beabsichtigt, wie gleich im ersten Kapitel zu lesen ist. Mich befriedigt das immer nie, daher wurde wohl auch der zweite Teil mit dem Augenjäger verfasst. Dennoch mag ich so etwas eigentlich nicht unbedingt.

Die Protagonisten sind menschlich dargestellt und nur bedingt sympathisch. Faszinierend ist die blinde Physiotherapeutin, die aber auch etwas unsympathisch wirkt. Die Handlungsweise von Alexander Zorbach ist verständlich und absolut nachvollziehbar.

Die Geschichte ist klug und interessant aufgebaut, auch wenn ich mir mehr erwartet hatte.

Cover und Optik

Auf dem schwarzweißen Cover ist auf gelben Hintergrund der Titel Augensammler aufgedruckt. Es ist weder besonders passend noch irgendwie zum Inhalt gehörend. Meine Auflage aus 2011 fängt schon kräftig an zu vergilben und der Buchrücken weißt eindeutige Knicke auf. Was sehr schade ist.

Die Kapitel sind nicht zu lang oder zu kurz und gut unterteilt.

Fazit

Zwar ein spannender und relativ unblutiger Psychothriller, der mich trotzdem nicht vollends zu überzeugen mag, vor allem auch aufgrund des Schlusses. Daher gebe ich nur 2 bis 3 B`s, auch wenn er spannend war und sich gut lesen lies.

2-3Bs

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2 Kommentare bis “Der Augensammler von Sebastian Fitzek”

  1. Julia sagt:

    Ich habe das Buch schon vor einer ganzen Weile gelesen, später dann den Augenjäger und vor kurzem Abgeschnitten. Mein Eindruck ist, dass die Geschichten immer blutiger und brutaler werden und sich leider immer mehr von den raffinierten Thrillern entfernen, die Fitzek früher schrieb.

    Liebe Grüße

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