Der Umgang mit Büchern

Am Wochenende waren wir auf dem Flohmarkt. Was ich dort teilweise beobachtet habe, dabei drehte sich fast mein Magen um. Bücher kreuz und quer in Kisten. Es wurde regelrecht darin gewühlt.

Und dann wieder ordentlich und sauber in Kisten geschichtet oder sogar in Regalen angeordnet.

Bücher mit Eselsohren geknickten Covern, Leserillen und und und. Neben Büchern, die aussahen wie neu.

Vernünftiger Umgang

Jetzt bin ich aber ein Mensch, der normal und vernünftig mit Büchern umgeht. Was bedeutet das?

  • Ich lese ein Buch normal.
  • Ich breche oder knicke nicht absichtlich einen Rücken
  • ich knicke keine Eselsohren als Markierung ein (okay, ich habe das früher auch gemacht, aber jetzt nicht mehr!)
  • Ich lasse es nicht zu lange mit dem Rücken nach oben liegen. Zu lange bedeutet mehr als eine Stunde. Wenn der Postbote klingelt, kann es schon vorkommen, das ich das Buch kurz so ablege, aber nicht festdrücke und auch nicht ewig so liegen lasse
  • ich schreibe weder rein, noch markiere ich was in Büchern
  • Ich versuche möglichst wenig Leserillen zu bekommen, dabei aber das Buch trotzdem soweit zu öffnen, dass ein vernünftiges Lesen möglich ist. Ist halt ein Kompromiss.
  • Meine Hände sind beim Lesen sauber.

Es darf beim Lesen gegessen und getrunken werden. Bücher werden soweit geöffnet, dass ein normales und vernünftiges Lesen ohne Verrenkungen möglich ist. Wie gesagt, ich lege ein Buch auch mal kurz mit dem Rücken nach oben ab. Ich lagere meine Bücher vernünftig in einem Regal.

Warum machen das andere nicht?

Keine Ahnung, aber wenn ich dann teilweise die Preise höre und sehe, wie mit einem Buch umgegangen wurde und die Spuren daran unverkennbar sind, dann frage ich mich schon. Okay, die Bücher sind gebraucht und gelesen, aber deswegen müssen sie doch nicht vollkommen „derhaut“ aussehen.

Schade.

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6 Kommentare bis “Der Umgang mit Büchern”

  1. Tina sagt:

    Vielleicht ist die Buch-Optik nicht jedem gleich wichtig? Ich mache z.B. auch keine Eselsohren mehr (außer in Kochbüchern), achte aber überhaupt nicht auf Leserillen im Buchrücken. Weder bei meinen Büchern, noch bei Büchern die ich gebraucht kaufe oder bekomme. Schreiben und markieren mache ich nur bei Fachbüchern, die gebe ich aber meist auch nicht weiter. Jeder Mensch ist eben ein anderer „Büchertyp“ – nur beim Wichteln achte ich darauf, dass die Bücher die ich verwichtel aussehen wie neu, ansonsten ist mir das nicht so wichtig.

    • Mella sagt:

      Ich würde jetzt nicht sagen, dass es mir übermäßig wichtig ist, aber wenn ich sehe, wie wirklich mit Büchern geworfen wird… das war nicht so schön.

  2. Iris sagt:

    Ich mache da auch einen deutlichen Unterschied bei Fachbüchern und anderer Lektüre (also meistens Romane). Fachbücher sind für mich Arbeitsmaterial, da wird markiert, reineschrieben, auf den Bauch gelegt, ineinander gesteckt usw. Die Teile gehen mit zur Arbeit und haben oft ein jahrelanges Leben in meiner Schultasche. Wenn sie gerade nicht in Gebrauch sind, stehen sie allerdings ordentlich im regal. Ich habe mir auch schon mehrere Schulbücher nachgekauft, weil sie sozusagen runter ware, Es sind Gebrauchsgegenstände, und das sieht man.

    Ganz anders läuft es bei meinen Freizeitbüchern. Da passe ich auch ziemlich auf, v.a. hasse ich Flecken und reinschreiben geht da gar nicht. Leserillen sehe ich nicht so eng und Eselsohren hasse ich dort. Ist halt für die schönen Stunden des Lebens und die wollen behütet und gepflegt sein.

    • Mella sagt:

      Ich mache z.B. auch einen Unterschied zwischen Kochbuch und Roman. In Kochbücher vermerke ich schon gerne, wie ein Rezept geschmeckt hat. In meinen Romanen reinschreiben – niemals.
      Ich sehe es auch so wie Du, Iris – Arbeitsgerät und Vergnügung.

  3. Jenny sagt:

    Ich bin da ja sogar noch etwas pingeliger und versuche sogar die Leserillen zu vermeiden, wenn das auch bedeutet das ich dickere TB’s mit etwas Verrenkung bzw hin und her drehen lesen muss.

    Ich erwarte natürlich nicht das jeder den selben Tick hat wie ich, allerdings erwarte ich von einem Verkäufer das er ordentliche, saubere und unbeschädigte Ware anbietet, auch wenn sie gebraucht ist. Und sollten Mängel dran sein dann dementsprechend doch auch bitte weniger Preis.

    Bei so Wühlkisten wird mir auch immer etwas flau wenn ich sehe wie andere Menschen mit den Büchern umgehen die noch verkauft werden sollen. z.B die ME-Kisten in den Geschäften, die sehen irgendwann aus als hätte dort eine Bombe eingeschlagen. Ich hab mich schon dabei ertappt, das ich beim suchen nach einem Buch das Daing wieder aufgeräumt und die Bücher ordentlich da rein gelegt habe. http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif

    • Mella sagt:

      Das geht mir dann doch zu weit, aber wenn man eben ein Buch weiter verkaufen will, dann sollte man schon ein wenig darauf achten, oder?
      Beim Aufräumen der Wühlkiste habe ich mich auch schon erwischt :-)

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