Goldsommer von Elisabeth Büchle

Ich lernte die sympathische Autorin an den Delia-Tagen in Grassau kurz kennen. Und bereits da hat mir die Leseprobe erheblich besser gefallen als der Klappentext, so dass dieses Buch auch bei mir einziehen musste.

Fakten zum Buch

Autor: Elisabeth Büchle Goldsommer

Ausgabe von: Weltbildausgabe von 2012

Seiten: 592

Inhalt

1940 im Schwarzwald. Der Vater muss in den Krieg und der Bruder geht nun auch. Er hinterlässt seine schwangere Frau und seine 14-jährige Schwester Amrei, sowie die Großmutter. Diese sollen den Bauernhof nun über die Zeit bringen. Gerade Amrei ist diejenige, die nun alles alleine leiten soll und die Arbeit von Vater, Bruder und Knecht erledigen muss.

Ein paar Jahre später hat sie sich mit dem Schicksal abgefunden, muss sich um den 4 jährigen Neffen kümmern und um den Hof und Stall. Was soll sie tun, als sich dort plötzlich ein verletzter englischer Kriegsflüchtling versteckt. Sie beschließt zu helfen und das Beste aus der Situation zu machen.

Der Krieg ist nun endlich vorbei und das eigentliche Buch beginnt. Amrei ist immer noch alleine, ihre Großmutter mittlerweile verstorben, ihre Schwägerin gegangen. Nur der Neffe und eine alte demenzkranke Frau aus dem Dorf sind noch anwesend. Die Pferdezucht nicht mehr gewinnbringend, also muss sie sich ein neues Standbein erschaffen. Sie beschließt eine Pferdepension aufzumachen und hat nun plötzlich 2 männliche Gäste, die ihr Interesse an ihr signalisieren. Und dann kommt noch ein unverhoffter Besuch…..

Mein Eindruck

Nach dem Klappentext war ich erst mal nur bedingt angetan. Doch das Buch hat mich echt positiv überrascht. Intensiv und warmherzig wird das Leben von Amrei beschrieben, ohne etwas zu beschönigen. Sie ist eine schwierige Frau, was allerdings wohl auch durch die Umstände gekommen ist. Elisabeth Büchle beschreibt die Zeit sehr genau, auch wie damals der Tourismus wohl angefangen hat. Nicht so anonym wie heute oder fern der Wirte, sondern ganz nahe dran.

Sie erzählt eine warmherzige Geschichte auch über die Liebe. Aber nicht nur die Liebe zwischen Mann und Frau, sondern auch über Freundschaft und Freundlichkeit. Die Protagonisten sind allesamt sympathisch und menschlich gezeichnet, mit Ausnahme des Bösewichtes natürlich, ohne den auch diese Geschichte nicht auskommt.

Nur der Schluss, der kam mir zu abrupt und ich hätte gerne noch weiter gelesen. Auch wie sich alles ein wenig weiter entwickelt, vor allem, wie es auch mit Micki weiter geht. Das hat mir ein wenig gefehlt, ist doch aber auch ein gutes Zeichen, wenn ein Buch zu schnell zu Ende geht.

Cover und Optik

Auf der Weltbildausgabe sieht man ein junges Mädchen, welches durch ein Feld Richtung Pferde und im Hintergrund zu einem Bauernhaus geht. Mir gefällt dieses Cover besser, als das ursprüngliche Bild. Das Papier ist recht dünn. Die Kapitel gut und sinnvoll unterteilt.

Eine Anmerkung von mir. Ich bin ja normalerweise Jemand, der Rechtschreibfehler und co großzügig überliest und die mir ehrlich auch nur sehr selten auffallen. Doch bei diesem Buch sind mir ein paar grobe Fehler aufgefallen. Ganze Wortteile haben einmal gefehlt und ein Satz war sehr unlogisch.

Fazit

Ein fesselndes Buch, welches ich kaum zur Seite legen konnte. Wer einen atmosphärischen und tollen Roman um Liebe und einer starken Frau lesen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Nicht vom Klappentext erschrecken lassen, dieses Buch geht viel tiefer als man im ersten Moment vermutet. Ich gebe daher 4-5 B`s

4-5 B`s

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2 Kommentare bis “Goldsommer von Elisabeth Büchle”

  1. Liebe Mella,

    hab vielen Dank für Deine schöne Rezension.
    Ja, die fehlenden Worte und der unlogische Satz … (Das wurde mir von Lesern, die die Weltbildausgabe in den Händen hatten schon ein paar Mal gesagt! Die findest Du im Original nicht. Das muss sich bei Weltbild eingeschlichen haben. Leider!)

    Aber ich bin froh, dass Dir diese „Schlamperei“ http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif nicht die Freude am Buch verdorben haben.

    Lieben Gruß,
    Elisabeth

    • Mella sagt:

      das würde mich nie bei einer Rezension beeinflussen, sondern ich erwähne es nur, damit es in einer späteren Ausgabe verbessert werden kann. Es ist wirklich ein wunderbares Buch!

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