Ich schreibe ein Buch – der Verlag

Dies ist ein sehr heikles Thema. Und wie üblich, läuft es bei mir mal wieder ganz anders, als normal, daher schreibe ich auch gleich noch dazu, wie ich es von manchen Autoren erfahren habe und wie es bei mir ist.

größere Verlage

diese sind oft sehr großzügig. Einerseits was die Werbung betrifft, andererseits auch was die Vergütung betrifft. Das Wichtigste jedoch ist hier die Unterstützung. Lektorat, Werbung, Rezensionsexemplare, professionelles Cover.

Alles was man sich so wünscht, als Autor. Ich habe hier zu wenig Einblick, inwieweit Mitspracherechte vorhanden sind und wie weit die Unterstützung wirklich geht.

Aber ein großer Verlag hat meist einen sehr guten Vertrieb und liegt auch in den meisten Geschäften aus.

kleine Verlage

hier gibt es starke Unterschiede. Von Verlagen, wo man selbst seine Publikation finanziert bis zu kleinen Verlagen, die ähnlich wie die großen Verlage handeln ist alles dabei.

Abstriche gibt es leider zumeist recht viele. Wohlgemerkt nicht bei allen, doch ich habe von fehlenden Lektorat bis fehlende Covergestaltung alles schon gehört. Auch wurden oft die Autoren weder beim Klappentext noch beim Titel noch in die Gestaltung einbezogen. So werden oft Bücher in verschiedene Teilen raus gebracht, obwohl sie zusammen gehören. Die Autoren sind dagegen machtlos, doch eigentlich froh, einen Verlag gefunden zu haben. Rezensionsexemplare müssen oft selbst finanziert werden (deswegen nehmt doch ebooks, wenn ihr das Genre auch lest) und Werbung bleibt oft alleine beim Autoren hängen.

Allerdings kenne ich auch drei kleinere Verlage, die sich auch total um ihre Autoren bemühen und sich total gut kümmern, im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Dort ist man als Autor sicher gut aufgehoben.

Selbstverlag

Hier gibt es auch verschiedene Angebote, die immer reger genutzt werden. Seit Amazon mit CreacteSpace auf den Markt gekommen ist, sogar noch mehr. Es spricht einiges für das eigene Verlegen und einiges auch dagegen. Ich kenne Bücher, denen hätte ein Verlag und ein entsprechendes Lektorat sicher gut getan, denn da hätte man mehr daraus machen können. Zudem haben diese Bücher meist nur eine sehr sehr geringe Chance von der Masse wahr genommen zu werden. Werbung, Finanzierung und und und bleiben alles am Autor hängen und je nachdem wie gut der im Vertrieb ist, gibt es eine Chance oder nicht.

Allerdings kenne ich auch die Stimme, die sagt – sehr gut, dass ich keinen Verlag habe, weil die Rechte nun bei mir sind. Mein Buch wird nicht getrennt, der Titel passt und die Gestaltung auch – die Filmrechte – ätsch ich muss nicht teilen.

Stimmt.

Meine Meinung zu den Verlagen

Ich finde es kommt ja total auf das Buch an. Habe ich einen tollen Roman geschrieben ( an Fulano), dann sollte ein großer Verlag ins Auge gefasst werden, denn dieses Buch sollte groß raus kommen. Eindeutig. (sorry an alle anderen, doch das Buch ist in meinen Augen echt ein Knaller und sollte ganz ganz groß werden *schleimspurwegwisch* ist aber meine Meinung)

ja ja, ich weiß, jeder Autor meint sein Buch gehört in diesen Bereich, daher – warum nicht erst mal groß anfragen. Das geschieht sinnvollerweise über einen Literaturagenten. Warum- könnt ihr bei Petra Schier nachlesen und auch welche Agenturen gut sind.

Bei kleinen Verlagen muss man schon genauer hinschauen. Was und wie geboten wird. Denn hier sind die Unterschiede wie gesagt sehr groß. Ich kenne Autoren, die sind wohl sehr gut bei den kleineren Verlagen aufgehoben und haben durchaus auch ihren Erfolg. Was ihnen gegönnt ist!

Sogar bei den Verlagen, die das Buch eher – ich schreibe mal – verhunzen, wie trennen und so weiter. So kann man sehen, dass man sogar mit „schlechter“ Qualität aber tollem Inhalt Erfolg haben kann. Meist wird dann irgendwann zu einem anderen Verlag gewechselt. – Verständlich

Selbstverlag  – liegt wohl auch am Charakter des Autors, ob er sein Buch unbedingt auf den Markt bringen will. Es gibt ja sehr viele Manuskripte in Schubläden. Die Qualität so ist meist recht gut, doch der Inhalt – eben nicht immer. Weil eben am Lektorat gespart wird und manchmal es auch seinen Grund hat, warum das Buch keinen Verlag gefunden hat. 

Allerdings gibt es hier auch rühmliche Ausnahmen, wie etwa ganz tolle Bücher, die auch gerne gelesen werden. O.g. Petra Schier hat als Mila Roth eine eigene Serie im Selbstverlag raus gebracht. Denn Selbstverlag bietet auch eine gewisse Freiheit.

Wie es bei mir lief

Ich hatte ja das Angebot eines Verlages, ein Buch zu schreiben. Und zwar auf Grundlage meines Blogs. Erst dadurch habe ich mich überhaupt daran gewagt. Vertragstext – nee erst mal nicht anschauen, denn mich interessierte erst mal die Herausforderung und genauer anschauen werde ich es erst dann, wenn es zur Unterschrift kommt. Nun ist es ja soweit, mein Buch ist fertig. Naja- eigentlich nicht – da werde ich zum Thema Lektorat noch mal einen Beitrag schreiben, wenn die Phase abgeschlossen ist. Aber ja, so war der Text fertig. Nun wollte ich wissen, was mein zukünftiger Verlag nun konkret anbietet.

Was soll ich sagen – das Angebot hat mich nicht überzeugt. Weder von der Gestaltung noch vom Inhalt. Kein Lektorat – gut darum habe ich mich ja schon selbst gekümmert. Keine  Gestaltung und eine – sagen wir mal – exotische Vergütung.

Nein – mache ich nicht. Tja, nun ist mein Buch fertig und nun?

Nachdem ich neugierig bin, Buchblogger und viel positive Resonanz zum Thema erhalten habe, werde ich mich mit dem Thema Selbstverlag auseinander setzen. Das hat noch einen weiteren ausschlaggebenden Punkt:

Ich bediene eine Nische. Ein Erfahrungsbericht über ADHS ist kein Thema für die breite Masse, also fallen die großen Verlage meines Erachtens sowieso weg. Einen kleinenVerlag suchen ist mir zu aufwendig und da der Vertrieb dann eh bei mir bleibt, bevorzuge ich den Selbstverlag. Zudem ist das Thema bei uns ja noch lange nicht fertig. Der Kleine ist nun 11 und es gibt bestimmt noch mal Kapitel wie ADHS und Pubertät (wo ich noch nichts sagen kann) und und und. Auch habe ich jetzt erst vor kurzem ein Kapitel Medikamente im Ausland eingefügt. Denn es herrscht hier ja kein Stillstand und wenn die Rechte bei mir sind, kann ich munter ergänzen, erweitern, neue Auflagen rausbringen etc. Das geht nicht, wenn ich den Inhalt für mindestens 5 Jahre abtrete.

Tja, nun wird es in dieser lockeren Serie wohl noch viele weitere Beiträge geben – Selbstverlag – Vertrieb und vor allem Lektorat.

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4 Kommentare bis “Ich schreibe ein Buch – der Verlag”

  1. ClauDia sagt:

    Ja, das Lektorat. Wie ich finde, einer der spannendsten Prozesse beim Entstehen eines Buches. Der Autor gibt sein „Baby“, und das ist es, wie ich schon oft erleben durfte, in „fremde Hände“, und je nach dem, wie stark die Knechtschaft des Verlages ist, muss er damit rechnen, dass sein Baby am Ende sogar einen anderen Namen hat.
    Das Lektorat, aber dazu kommen wir ja später noch :)
    bis dahin… ganz liebe Grüße.
    Dein Baby wird wunderbar! ♥
    Claudia

    • Mella sagt:

      Ja, das Lektorat ist echt etwas ganz eigenes und erstaunlich viel Arbeit ;-) Mit der Knechtschaft ist es so seine Sache, soll man um jeden Preis froh sein, einen Verlag zu haben?

  2. ClauDia sagt:

    Nein. auf keinen Fall, aber es gibt durchaus faire Verlage :)
    LG und ich mache heute den letzten Teil vom 1. Durchlauf fertig.

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