Sehnsucht nach Sansibar von Micaela Jary

Micaela Jary habe ich auf einer Lesung bei den Delia-Liebesromantagen in Grassau erlebt. Bereits da hat mir das Buch sehr gut gefallen und daher habe ich mich umso mehr gefreut, als ich es bei Literatwo gewonnen hatte. Nun habe ich es endlich geschafft, das Buch zu lesen.

Fakten zum Buch

Autor: Micaela Jary 

Ausgabe von: 2. Auflage April 2012

Verlag: Goldmann

ISBN: 978-3-442-47666-4

Seiten: 443

Inhalt

Viktoria, eine Reederstochter verursacht einen Skandal! So ein ungeheures Benehmen haben die Kaufleute in Hamburg um 1888 schon lange nicht mehr erlebt. Daher schickt sie ihr Vater nach Sansibar, damit Gras über die Sache wachsen kann. An Bord lernt sie Juliane kennen. Die Tochter eines Winzers begleitet ihren Vater. Bald stößt auch noch Antonia zu den Mädchen. Eine Frau, die es bereits geschafft hat und als Sekretärin arbeitet. Zusammen reisen sie nach Sansibar, wo sie alle vom Zauber dieses exotischen Landes gefesselt werden. Jede versucht ihren Weg zu gehen und ihr Glück zu machen. Juliane verliebt sich in den undurchsichtigen Prinzen Omar, Antonia arbeitet mit einem Mann zusammen, den sie immer mehr begehrt und Viktoria versucht sich aus den Fesseln der Konventionen zu lösen, um Lehrerin zu werden. Dumm nur, dass ihr immer wieder der Kaufmann Roger Lessing über den Weg läuft

Mein Eindruck

Eine sehr schöne Geschichte, die ohne Schmalz auskommt und das bei einem Liebesroman. Stattdessen zeichnet die Autorin ein tolles Portraits von jungen Frauen um 1888, die mit den Konventionen zu kämpfen haben. Deren gesellschaftliche Stellung nicht mehr zu ihren Ansprüchen passt. Und dies alles vor exotischer Kulisse Sansibars. Was jedoch klug gewählt ist, da es hier leichter ist den Konventionen zu entfliehen.

Die Protagonisten sind allesamt sehr sympatisch und menschlich dargestellt. Mit samt ihren Stärken und Schwächen. Die Liebesszenen bleiben größtenteils der Fantasie überlassen, was aber dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut.

Die Geschichte ist klug eingefädelt und weist nicht unbedingt das Happy End auf, welches man erwartet.

Cover und Optik

Auf dem in Orange gehaltenen Cover finden sich ein Ausschnitt mit einem Blick auf das Meer und Palmen. Zudem noch ein paar Segelschiffe. Sehr passend zu Sansibar gewählt, da es zum Inhalt passt.

Auf den sonst obligatorischen Mann mitsamt der Frau, wurde zum Glück verzichtet.

Die Schrift ist realtiv klein, aber noch gut lesbar. Die Kapitel sind nach den Tagen unterteilt und selbst nochmals gegliedert. So dass eine vernünftige Unterteilung erfolgt. Die Bindung ist sehr gut, denn obwohl das Buch dicker ist, gibt es keine Leserillen oder Knicke.

Fazit

Ein schöner und gelungener Liebesroman um die Geschichte dreier junger Mädchen aus Deutschland, die zusammen ein fremdes Land kennen lernen. Es handelt sich hierbei nicht um einen typischen Liebesroman, sondern er geht weit drüber hinaus. Er lässt sich sehr gut lesen und hat Spaß gemacht. Er hat 4 B`s verdient.

4Bs

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