Wild Carts von George R.R. Martin

Dieser Autor ist sicher vielen von Euch bekannt und nun gibt es wieder etwas Neues von ihm. Doch Halt, er ist nur der Herausgeber und Lektor des Buches. Das Buch selbst besteht aus verschiedenen Sichtweisen, die auch jeweils von einem anderen Autor verfasst wurden. Dies hat den Vorteil, dass jede Person eine eigene Schreibweise und Charakter besitzt. Ob das Konzept so aufgegangen ist? Lest selbst:

Fakten zum Buch

Autor: George R.R. Martin und andere 

Orignial Titel:Wild Cards – Inside Straight

Ausgabe von: 1. Auflage von August 2014

Verlag: penhaligon

ISBN: 978-3-7645-3127-0

Seiten: 541

Inhalt

Ich zitiere mal den Verlag, denn dieser hat es sehr gut formuliert:

Zum Inhalt: Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg breitete sich ein Virus über die Menschheit aus. Doch nicht alle Betroffenen erlitten dasselbe Schicksal, sondern es war wie beim Pokern: Manche hatten gute Karten, andere nicht. Viele zogen die Pikdame und gingen drauf. Nur jeder Zehnte zog einen Joker, mutierte mehr oder weniger stark, kam aber mit dem Leben davon. Nur den allerwenigsten spielte das Virus ein Ass in die Hand – und damit besondere Begabungen. Doch diese Asse wissen kaum, was sie mit ihren Superkräften anfangen sollen. 2010 wundert sich niemand mehr über Asse – sofern sie in ihrer Bedeutungslosigkeit überhaupt noch jemand wahrnimmt.

Da kommt American Hero, die TV-Casting Show für Superhelden, scheinbar gerade recht. Sämtliche Asse sind aufgerufen, vor laufender Kamera gegeneinander zu kämpfen. Zu den Teilnehmern zählen beispielsweise der Blogger Jonathan Hive, der sich in einen Wespenschwarm verwandeln kann, die schüchterne Ana Cortez, die mittels Gedankenkraft den Erdboden bewegen kann, oder der Bandleader „Drummer Boy“, der ohrenbetäubend mit seinen sechs Armen auf seinen Bauch- und Brustmuskeln trommeln kann.

In vier Teams eingeteilt, Karo, Herz, Pik und Kreuz, treten die Asse mit ihren ganz unterschiedlichen Begabungen gegeneinander an und meistern vor laufenden Kameras die gestellten Aufgaben – teils lässig, teils blamabel. Für die Kandidaten geht es um Aufmerksamkeit, Ruhm und um so viel Geld, dass sie beinahe zu spät erkennen, was wahre Helden ausmacht: Denn in Ägypten mordet sich ein fanatischer Diktator mit der Unterstützung lokaler Asse an die Spitze der Macht über ganz Arabien. Unter Anführung von „Lohengrin“, einem deutschen Ass, das eine unzerstörbare Ritterrüstung heraufbeschwören kann, beschließen die Kandidaten von American Hero, sich mit ihren wiederentdeckten besonderen Kräften in das Weltgeschehen einzumischen und gemeinsam für das Gute zu kämpfen, anstatt für das Fernsehpublikum gegeneinander zu spielen. Sie reisen in die Krisenregion und finden unter den dortigen Jokern rasch zahlreiche Verbündete. Lohengrin, Hive, Drummer Boy, Ana und ihre Mitstreiter sehen sich nun mit ganz anderen Herausforderungen konfrontiert als bei American Hero. Im finalen Kampf stehen sie dem „Dschinn“ gegenüber, dem mächtigsten aller Asse und Verbündeten des Diktators. Nun geht es um Leben und Tod.

Mein Eindruck

Also das Buch lässt sich gut lesen. Der Lesefluss wird durch die verschiedenen Autoren nicht gestört. Jedoch kommen viele, viele Personen darin vor, die nicht nur einen normalen Namen haben, sondern auch noch einen Kampfnamen und der jeweilige Autor wird auch noch erwähnt. Das sind für mich zu viele Namen auf einmal gewesen. Zudem – wie soll ich sagen – kam mir die Geschichte ein wenig unausgegoren und verwirrt vor. Es wird eigentlich zu viel Fachwissen rund um die Leute vorausgesetzt, wer wer ist und in welcher Beziehung sie zueinander stehen – was sich mir oft nicht wirklich erschlossen hat. Auch dadurch dass so viele Autoren und so viele Charaktere vorkommen, ist vieles nur an der Oberfläche geblieben und es wurde nichts richtig ausgearbeitet. Es gab keinen „Helden“ mit dem man sich identifizieren konnte. Mir hat das gefehlt. Dafür gab es viele verschiedene Charaktere, wie im wirklichen Leben auch. Einige wurden genauer dargestellt andere nicht. Und bei einigen fehlte mir die „zweite“ Episode, in denen man die Weiterentwicklung der Persönlichkeit verfolgen konnte.

Insgesamt für mich also ein eher unbefriedigendes Ergebnis von den beschriebenen Personen. Die Geschichte an sich ist gut und ich finde es spannend, wie es sich weiter entwickeln wird. Jedoch hat mich selbst das Konzept jetzt nicht so angesprochen. Auf jeden Fall werde ich noch die Serie das Lied von Eis und Feuer anfangen, denn wie gesagt der Schreibstil selbst ist gut.

Cover und Optik

Auf dem Cover findet sich ein man in Ritterrüstung der eine Karte in der Hand hält. Das Cover hätte wohl besser zu einem späteren Band gepasst und ein anderes Ass oder Superhero wäre besser gewesen. Jedoch passt es ansonsten gut zum Buch und dessen Inhalt.

Fazit

Wer ein Buch sucht, ohne klaren Helden, sondern  mit vielen Persönlichkeiten, ist hier sehr gut aufgehoben. Man bekommt eine spannende Geschichte mit gutem Entwicklungspotenzial. Für mich selbst war das Buch jetzt eher weniger was. Daher gebe ich 3 B`s

3 B`s

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