52 Bücher – Woche 45

52BücherDieses Thema beim Fellmonster hat mir schwer zu schaffen gemacht:

“Zeit-Reise”… also alles was irgendwie inhaltlich mit dem Thema “Zeit” zu tun hat… (wie der weiße Hase bei Alice zum Beispiel)

Gut dass man bei diesem Projekt um 100 Ecken denken darf, denn ich werde eine klassische Themenverfehlung schreiben, denn genau zu solchen Themen lese ich nichts. Rein gar nichts und wenn auf dem Klappentext irgendetwas von Zeitreise steht etc. bin ich schon ganz ganz schnell weg. Also wenn die Protagonisten hier die Zeit wechseln.

Wie Bücher mich in eine andere Zeit reisen lassen

Ja mich hingegen lassen Bücher schon in andere Zeiten reisen. Denn sobald ich es schaffe in einen Roman einzutauchen, bin ich zumindest in einer anderen Gegend und nicht mehr auf meiner gemütlichen Couch. Und bei historischen Romanen, bin ich dann eben auch in der jeweiligen Zeit. Etwa im Mittelalter.

Ehrlich – ich muss sagen, ich habe durch Bücher erheblich mehr gelernt als im Geschichtsunterricht und habe über Bücher überhaupt erst oft Zugang zu jener Zeit gefunden.  So konnte mich meine Geschichtslehrerin in der Schule nie wirklich für das Mittelalter und die unterschiedlichen Baustile begeistern, das schaffte erst Ken Follett mit seinen Säulen der Erde. Das Leben im Mittelalter und vor allem das Essen zu jener Zeit – das verstand ich erst bei Petra Schier mit der Adelina-Reihe, die ja auch selbst Rezepte aus jener Zeit veröffentlichte.

Wie Bauern im 19. Jahrhundert lebten, hat mir erst Angeline Bauer aufzeigen können und über Estland in den 70er Jahren hätte ich nie verstanden, wenn ich nicht von Ira Ebner Himmel, Erde, Schnee gelesen hätte.

Aber auch über die Zeit der Nazis habe ich sehr viel über Bücher gelernt. In der Schule hatten wir „Als Hitler das rosa Kaninchen stahl“ und gerade Hans Fallada mit seinem „Jeder stirbt für sich alleine“ hat mir nochmals so richtig die Augen geöffnet und mir sehr viel von einer Zeit aufgezeigt. Viel intensiver und plastischer als ich es sonst jemals gelernt habe.

Zeitreisen in Büchern sind wichtig

…denn sie zeigen oft nochmals andere Sichtweisen und können eine ganz andere Intensität darstellen. Das schöne dabei ist ja auch, dass man nicht nur trockenen Stoff lernt, sondern mit dem Leben der Protagonisten mitfiebert, erlebt wie sie mit den Umständen umgehen und dem jeweiligen Rechtssystem klar kommen müssen. wie Schwester Fidelma im 7.Jhd in Irland oder wie die Hure und der Meisterdieb von Bettina Szrama.  Wichtig ist dabei immer, dass die Autoren gut recherchieren und sich in die Zeit einfühlen können. Daher bin ich aufgeschlossener einem Autoren zu glauben, der entweder Historiker ist, oder das Buch in der Zeit entstanden ist, oder wirkliche Begebenheiten schildert. Aber auch Leute, die sich sehr für eine Zeit interessieren können sehr gute informative Bücher schreiben, die mir neben Vergnügen noch Wissen bescheren. Was will ich mehr?

Also ein absoluter Grund historische Romane zu lesen. Und ach ja – historische Romane sind nicht immer platte Schinken, sondern oft sehr sehr gut geschriebene Informationen , also traut Euch auch mal an das Genre heran!

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