Angeline Bauer – Backstage

Angeline Bauer / Frederike Costa

Angeline Bauer

Angeline Bauer ist eine Schriftstellerin, die schon länger im Geschäft ist und schon einige Romane veröffentlicht hat. Unter dem Synonym Frederike Costa heitere Frauenromane und unter ihrem Namen selbst, vor allem historische Romane, auch mit Liebesgeschichten.

Momentan ist die Niemalsbraut aktuell auf dem Markt. Hier begeht sie einen neuen Weg mit historischen bäuerlichen Romanen (von denen es eh zu wenige gibt). VERLOSUNG DES BUCHES UNTEN

Was ich schon wusste

Angeline Bauer hat einen sehr interessanten Lebensweg. Zuerst Tänzerin inklusive Tätigkeiten am Theater und eigene Ballettschule, sie hat im Ausland gelebt (Holland und Ungarn), das zweite mal verheiratet, ist auch als Fotografin tätig und hatte eine psychologische Praxis und interessiert sich für Homöopathie. Also eine sehr vielfältige und interessante Frau, was man auch an ihrer großen Bandbreite an Romanen sieht.

Mein Besuch bei ihr

Bei wunderschönem Wetter bin ich also Richtung Berge gedüst und wusste erst mal gar nicht, was auf mich zukommt. Als ich Angeline auf der Delia-Tagung traf, empfand ich sie gleich als nett und herzlich, doch schüchtern wie ich bin und neugierig lasse ich gerne alles einfach auf mich zukommen. Wie auch Jack, der kleine Hund von Angeline, der mich gleich freundlich begrüßt hat.

So nett wie der Nachmittag anfing, ging es auch gleich weiter. Bei einem leckeren Kaffee haben wir uns gut unterhalten. Über die verschiedensten Themen, angefangen von Blogs zu Hunden, und natürlich zu ihren Büchern. Auf meine Frage hin, ob sie denn heimatverbunden sei, weil der Roman Niemalsbraut mehr oder weniger in der Gegend spielt, hat sie mir verraten, dass sie anscheinend ein Mensch ist, der erst in der Ferne die Heimat schätzen gelernt hat. Trotzdem aber flexibel ist, wo sie wohnt und sich wohl fühlt. So hat sie in Amsterdam eine sehr schöne Zeit verbracht, bis es die Umstände erforderten weiter zu ziehen. Ich finde dieser Aspekt spiegelt sich auch in ihrer Laufbahn wieder, denn genauso verhält es sich bei ihren Romanen. Geschrieben hat sie schon immer, aber mit jeder beruflichen Weiterentwicklung floss ein neues Element mit hinein und ihre große Stärke ist in meinen Augen, dass sie nie stehen geblieben ist.

Ein Erfolgsgeheimnis? Vielleicht ist es auch deshalb um Frederike Costa etwas stiller geworden. Unter diesem Synonym werden heute hauptsächlich Kurzgeschichten in Zeitschriften veröffentlicht, während Angeline sich nun mehr dem historischen Aspekten des bäuerlichen Lebens widmet. Dass diese vermehrt in Oberbayern spielen, hängt wohl auch mit der Recherchearbeit zusammen, die Angeline sehr ernst und wichtig nimmt. Wahnsinn, was hier teilweise für eine Arbeit dahinter steckt, um sich überhaupt in jene Zeit versetzen zu können. Ich finde das absolut schön, dass ich hier einen kleinen Einblick gewinnen durfte.

Daher ist es für mich verständlich, dass sie anscheinend kaum noch zum „privaten“ Lesen kommt. Doch wenn, dann dürfen es ruhig Krimis sein. Aber eher kluge Bücher, zum mitraten.

Bei so einem angenehmen Gespräch über die verschiedensten Themen verging die Zeit sehr schnell und als ihr Mann mit dem Kochen anfing, wollte ich sie auch nicht länger aufhalten. Doch halt – ihr Mann kocht? Jetzt verrate ich Euch ein Geheimnis – Angeline wird immer bekocht, denn ihrem Mann macht kochen so viel Spaß, dass sie selbst nur noch zum Backen in die Küche geht. Ihre Lieblingsspeisen sind übrigens Nudeln und asiatisches Essen. Aber sie mag auch internationale Küche und liebt es eher scharf.

Doch bevor ich gegangen bin, wollte ich noch sehr gerne ihren Schreibtisch sehen:

Angeline Bauer (500x333)

sehr ordentlich und aufgeräumt und wenn möglich immer mit frischen Blümchen dekoriert. Hier schreibt sie bereits an ihrem übernächsten Roman und der nächste liegt schon beim Verlag.

Wow. Ich weiß die Themen bereits und mit Wolfstraum bleibt sie der momentanen Linie treu und bringt wieder einen historischen Roman um eine starke Frau im bäuerlicher Umgebung. Er klingt auf jeden Fall wieder sehr interessant und spannend.

Schaut doch auch mal auf ihrer Homepage rein!

Ich danke Angeline Bauer, dass sie mir diesen Besuch ermöglicht hat.

Das Buch die Niemalsbraut, von Angeline Bauer persönlich signiert und mit netter Widmung versehen, verlose ich unter allen die mir in den Kommentaren folgende Frage beantworten:

Sollten mehr historische Romane auch in bäuerlichen Bereich spielen, oder besser gefragt, welcher Bereich fehlt Dir bei den historischen Romanen? (Steinzeit, Bauern, Magd Hauptperson etc.) Jeder der einen sinnvollen Kommentar dazu hinterlässt, hüpft in den Lostopf.

Und da gestern unser 15. Hochzeitstag war, läuft das Gewinnspiel 15 Tage also bis zum 19.07.2012 23:59 Uhr.

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9 Kommentare bis “Angeline Bauer – Backstage”

  1. Hey!
    Ich liebe die Romane die sie unter dem Namen Frederike Costa veröffentlicht hat und wusste ehrlich gesagt gar nicht, dass das nur ein Pseudonym ist. Da ich noch keinen ihrer historischen Romane gelesen habe würde ich dafür gerne in den Lostopf hüpfen.

    Ich würde gerne mehr historische Romane lesen, die eher in der etwas fortgeschrittenen Zeit spielen, so ca. 17. oder 18. Jahrhundert, über das Leben der einfachen Leute, wie z. B. bäuerliche Umgebung erzählen und dann aber in Schleswig-Holstein spielen. Das fehlt mir wirklich. Oft spielen solche Romane eher in den südlichen Teilen Deutschlands. Ich mag es, wenn mir Ecken aus dem Buch bekannt sind. „Die Hebamme von Glückstadt“ von Edith Beleites habe ich geliebt. Sowas gerne mehr.

    LG
    Yvonne

  2. Iris sagt:

    Hallo Mella,

    du bist zu beneiden wegen deiner interessanten Gespräche, die du so für den Blog führst. Da hast du wirklich den richtigen Weg eingeschlagen und deine Mühe und Initiative um Kontakte zahlt sich ja hier aus. Beim Lesen habe ich kurz überlegt, ob ich diese Berichtform oder lieber die Interviewform mag, bin aber zu keiner Entscheidung gekommen. Ich würde mich über einen Wechsel beider Formen in zukünftigen Beiträgen freuen.

    Da ich mich ja selbst erst langsam an historische Romane herantaste, bin ich eigentlich an allen Bereichen interessiert. Wobei ich denke, dass man auch über andere Quellen als neue Literatur einiges über die gehobenen Kreise erfahren kann. Darum finde ich, dass die historische Unterschicht sicher mehr Überraschungen und interessante Themen bereithält, als man so landläufig weiß. Bauern gehören sicher dazu. Mich würde aber ganz besonders etwas aus der Perspektive „Fürstenhof Backstage“ interessieren. Also wie konnte so eine soziale Einheit funktionieren, welche Menschen mit welchen Lebensläufen waren dort im Hintergrund tätig und wie haben sie gelebt. Dabei denke ich an Märchen wie „Die Gänsemagd“, wo das ja alles eher romantisiert wurde und in Wahrheit bestimmt alles andere als romantisch war.

    Zum Schluss noch meinen herzlichsten Glückwunsch zum 15. Hochzeitstag. Ich hoffe, ihr habt was Schönes zum Feiern gemacht!

    LG Iris

  3. Diamantin sagt:

    Danke für das tolle Interview. Der Schreibtisch ist aber wirklich gut aufgeräumt. Denkt man gar nicht.

    Lg Anett

  4. Diamantin sagt:

    Huch, die Frage hab ich völlig überlesen.

    Ich lese nur abundzu historische Romane und bis jetzt hat mir noch nix gefehlt.

    Lg Anett

  5. Herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Hochzeitstag!
    Historische Romane lese ich gern, ich würde mir noch mehr aus der Zeit Anfang 20. Jahrhundert wünschen. Mittelalter ist natürlich auch meistens interessant, allerdings gibt es aus der Zeit schon sehr viele Bücher, da kann man sich als Leser schon ganz gut „austoben“.
    „Starke Frau in bäuerlicher Umgebung“ hört sich sehr interessant an, meine Großeltern mütterlicherseits waren Bauern, allein deshalb für mich schon ein spannendes Thema.

  6. Bibilotta sagt:

    Danke dir für den tollen Beitrag, ich habe *schmäm* von ihr noch kein Buch gelesen…aber das wird sich nun wohl ändern. Ich finde wenn sie nen Roman über den Bäuerlichen Bericht geschrieben hat, ist das ja mal was tolles. Davon gibts nun wirklich nicht viel.
    Ist bestimmt auch sehr spannend zu den Autoren so einen persönlichen Kontakt aufzubauen oder ? Wünsch dir weiterhin noch viele tolle so Treffen und so tolle Berichte für uns als Leser ;)

    LG Bibilotta

  7. Bibilotta sagt:

    sorry…meinte nicht bäuerlichen Bericht sondern Bereich

  8. Uwe T sagt:

    Einen wirkliche schönen Besuch und ein interessantes Gespräch, dass du mit Angeline Bauer geführt hast.
    Historische Romane oder gerade Mittelalterromane können ruhig mehr im bäuerlichen Millieu spielen, wobei dann dort vielleicht die Abwechslung fehlt, da der bäuerliche ALltag sicher relativ langweilig ist. Es fehlt mir tatsächlich manchmal in den Romanen die Sicht des normalen Volkes, wenn es mal wieder nur um Adelige, Bürger und angesehene Kaufleute geht.

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