Blonder Kaviar von Stephan Schwarz

Das Vorgängerbuch Krötenmord hat mich schon durch die vielen originellen Ideen begeistert, so dass ich ganz gespannt auf den zweiten Teil um das spleenige Ermittlerteam um Felix Büschelberger war.

Fakten zum Buch

Autor: Stephan Schwarz 

Ausgabe von: 1. Auflage November 2012

Verlag: Capscovil

ISBN: 978-3-942358-26-2

Seiten: 295

Inhalt

Felix Büschelberger und sein Team werden zu einer brutal zugerichteten Leiche einer jungen Frau gerufen. Niemand vermisst sie und sie hatte kaukasische Gesichtszüge. War sie etwa eine illegale Hure? Die Kommissare ermitteln auch in diese Richtung und werden fündig. In den Abgründen menschlicher Begierden, in denen ein Mensch nichts wert ist, wenn das Geld stimmt.

Büschelberger muss sich zudem einem Geheimnis aus seiner Vergangenheit stellen und den neuen Beruf seiner Ex-Frau offenbaren. Dazu kommt noch eine äußerst attraktive Kollegin aus Osteuropa, die unterstützen soll und ganz neue Ermittlungsansätze via Internet.

Mein Eindruck

Hammer und rasant. Bereits bis Seite 25 erlebt der Leser einen Mord, eine Feier, einen Zeugen, den Fund der Leiche und der Beginn der Ermittlungen. Und genauso geht es weiter. In einer rasanten Achterbahnfahrt der Ermittlungen, in denen weder das private der Kommissare zu kurz kommt, noch die berühmt berüchtigten technischen Erklärungen der technischen Freaks der Ermittlertruppe. Und nebenbei lernt der Leser vieles Neues aus dem Bereich Technik, Forensik und auch aus über fremde Länder und Sexualpraktiken.

Alles komprimiert auf nur 295 Seiten. Das muss Stephan Schwarz erst mal jemand nachmachen, dass kein Aspekt zu kurz kommt und das Buch eine reine Unterhaltung ist. Mitgezählt habe ich 3 Showdowns und ich wurde (seit langer Zeit mal wieder) von meiner Familie angepflaumt, weil ich das Buch noch nicht mal beim Essen auf die Seite legen konnte. Ging nicht, gar nicht. Noch nicht mal für die paar Minuten um das Essen schnell herunter zu schlingen – zu spannend war gerade das letzte Drittel des Buches.

Wobei ich ehrlich sagen muss- ich wusste recht schnell wer und warum. Doch ich glaube das war diesmal Absicht, denn die nachfolgende Jagd sucht schon erst mal ihresgleichen und ich lese viele Krimis und Thriller.

Der Schreibstil ist flüssig und rasant.

Die Ermittler gewohnt sympathisch und spleenig. Man muss sie einfach gerne haben und da auch das Privatleben dort nicht zu kurz kommt, freut man sich über die Erfolge und leidet auch mit.

Dabei ist das diesmalige Thema wirklich heftig und ich finde es gut, mit wie viel Feingefühl der Autor an dieses Thema angeht, um den Leser aufzurütteln, ohne ihn zu verschrecken.

Cover und Optik

Für das Cover wurde die Silhouette von Krötenmord verwendet und in gelb-Orange hinterlegt. Es wurde zwar so eine ganz gute Verbindung zu dem ersten Teil geschaffen, doch mir fehlt die Eigenständigkeit des Werkes, denn diesen zweiten Teil kann man problemlos lesen, obwohl man den ersten Teil nicht kennt.

Der Titel selbst ist perfekt und kommt auch im Buch vor.

Die Kapitel sind weder zu kurz noch zu lang, falls man Pause machen muss, falls man kann.

Fazit

Hochspannend und komprimiert. Mit jeder Menge Action, technischen Wissen, Abgründe und aber auch Liebe. Wirklich, ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, welches so dicht war, andere Autoren brauchen mindestens die doppelte Seitenzahl.

Es hat daher seine 5 B`s vollauf verdient.

Bewertung 5 B`s

Anmerkung /Fragen/Kritik

Bei diesem Buch hatte ich beim Lesen bereits die ersten Fragen im Kopf. Bevor ich aber wieder ein separates Interview führe, frage ich doch gleich nach:

Lieber Stephan, ich weiß Du bist ein begeisterter Hobbykoch – hast Du denn ein Rezept für die Soljanka, die Du im Buch beschreibst, oder soll ich mich einfach an den Teil im Buch halten?

Und eine Frage zur Recherche:

Woher hast Du das Wissen zu den Karatekünsten und den Kampftechniken der Eliteeinheit den Speznas?  Und die Sexualpraktiken (okay, das geht zu weit, sehe ich ein, werden sich aber wohl viele Leser fragen *ggg*) und die Ukraine. Warst Du da schon?

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11 Kommentare bis “Blonder Kaviar von Stephan Schwarz”

  1. Tina sagt:

    Das hört sich doch nach einem spannenden Buch an. Allerdings gehen mir grad deine Fragen nicht mehr aus dem Kopf – du bist aber auch Neugierig :-)

    LG

    Tina

    • Mella sagt:

      :-) Selten dass ich bei einem Buch gleich solche Fragen habe…. Normal nehme ich viel als gegeben hin, doch hier will ich es eigentlich schon genauer wissen – würde wahrscheinlich vielen so gehen.

  2. MrsJennyenny sagt:

    Muhahaha! Die Fragen sind klasse! :) Das Buch hört sich toll an und wandert gleich auf die WuLi.

    Danke für die tolle Rezi!

    Gruß Jenny

  3. Stephan Schwarz sagt:

    Hallo Mella,
    es freut mich, dass Dir mein Buch so sehr gefällt und es Dich sprichwörtlich gefesselt hat. Na wenn die Fragen Dir so auf dem Herzen liegen, will ich mal nicht so sein.

    Wie Du in der Kurzvita lesen kannst, war ich Offizier der Luftwaffe. Im Rahmen dieser Ausbildung habe ich eben auch Unterweisungen im Häuserkampf und Objektschutz erhalten. Unser potentieller Gegner im Kriegsfall waren eben die gefürchteten Spezialeinheiten der russischen Armee: die Speznas.
    Als Kleinkind habe ich zudem Juda angefangen und als Student Aikido betrieben. Von daher kenne ich so ein paar Begriffe aus dem Karate.
    So was war noch mal Deine dritte Frage?? :-)

  4. Sandra sagt:

    Danke Dir, auch meine Wunschliste hat damit einen Titel mehr :-)

    • Mella sagt:

      Oh ja, lohnt sich definitiv und nicht nur dass Du Spannung hast, Du tust ja mit dem Buch auch was gutes.

      Vielleicht gewinnst Du es ja beim Buchwichteln? Ist ja im Lostopf mit drin

  5. Sabrina sagt:

    *lach

    Tolle Rezension, habe eine Kurzbeschreibung des Buches schonmal gelesen und ich glaube es wäre nichts für mich, aber die rezi ist toll :D

    Btw. wenn du keine Antwort bekommst ich hab auch ein rezept für Soljanka *schmeiß weg

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