Die Niemalsbraut von Angeline Bauer

Fakten zum Buch

Autor: Angeline Bauer 

Ausgabe von: 2012

Verlag: Rosenheimer

ISBN: 978-3-475-54124-7

Seiten: 221

Inhalt

In den Bergen von Bayern 1869. Das Leben für Karoline ist hart. Reden ihr doch die Geschwister ein, dass sie schuld wäre am Tod der Mutter, die bei ihrer Geburt gestorben ist. Unglückseeligerweise hat sie auf dem Sterbebett verlangt, dass ihre 6 Töchter der Reihe nach heiraten. Zuerst Johanna, dann die Zwillinge und so weiter. Karoline hat kaum noch Chancen auf eine Ehe oder den Hof zu verlassen. Denn das Leben als Bauer ist hart und bringt nicht genug für 6 Mitgiften ein. Zudem wird Johanna von einem Mann enttäuscht und beschließt niemals zu Heiraten – doch dann passieren rätselhafte Morde und eine Schwester nach der anderen stirbt. Der Verdacht fällt recht bald auf Karoline. War sie tatsächlich bereit  für ihre große Liebe zu Morden oder war sie selbst Opfer?

Mein Eindruck

Die Autorin versteht es das doch teilweise echt harte Leben der Bauern im 19. Jahrhundert auferleben zu lassen. Ohne etwas zu beschönigen, noch etwas zu übertreiben. Sie zeichnet das Bild einer kaputten Familie, bei der die Eltern verheiratet wurden und nie wirkliche Liebe zu einander empfanden. Die Frust der Geschwister, die die Mutter viel zu früh verloren haben und zu schnell erwachsen wurden. Die Verbitterung, dass sie zu wenig Kindheit haben. Der Frust wurde auf Karoline übertragen und diese musste für alles herhalten. Als dann die erste Schwester verunglückt, wird sie schnell verdächtigt. Vor allem, als dann noch weitere Schwestern sterben.

Die Personen wurden sehr real gezeichnet. Viel zu real, denn man kann sich beim Lesen leicht vorstellen, dass es wirklich so war und das hat mich zwar nicht direkt erschüttert, aber doch nachdenklich gestimmt. Das Leben war auch damals nicht immer schön und wir sollten auf jeden Fall die heutige Zeit besser genießen. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und ich habe das Buch in kürzester Zeit verschlungen. Die Autorin verzichtet hierbei auf unnötige Beschreibungen und schafft es so einen kompakten und schlüssigen Roman zu zeichnen. Ein wenig mehr Spannung für die Kriminalgeschichte hätte ich mir aber schon gewünscht, denn bei dem Buch handelt es sich eher nicht um einen Krimi, sondern um eine Geschichte der Familie. Was vielleicht ja auch aus erwünscht und beabsichtigt ist.

Cover und Optik

Ein weißes Hardcover-Buch sieht man selten. Auf dem Schutzumschlag sieht man das Bild einer jungen Frau. Ist es die Niemalsbraut? Auf jeden Fall passt das Cover sehr gut zum Buch. Die Schrift ist gut lesbar und das Buch selbst auch gut unterteilt.

Fazit

In dem Buch bekommt man eine tolle Familiensaga aus dem Bäuerlichen Leben Mitte des 19.Jhds geliefert. Sowieso ein historischer Bereich, der viel zu wenig abgedeckt wird. Das Buch hat mir selbst sehr gut gefallen und wie gesagt, ich habe es in kürzester Zeit verschlungen. Trotzdem gebe ich „nur“ 4 B`s, da mir eben der Krimi im Buch zu kurz gekommen ist. Obwohl ich explizit anmerken muss, dass das Wort Krimi von mir aufgrund der Rückseitenbeschreibung in das Buch projeziert wurde. Denn es wird nirgends wirklich erwähnt….. Vielleicht bin ich hier mit falschen Erwartungen an das Buch gegangen und vielleicht habe ich es auch zu schnell gelesen, denn manche Zwischentöne habe ich ggfs. übersehen.

4Bs

Weitere Meinungen:

Ich danke an die Autorin und den Rosenheimer Verlag für das Rezensionsexemplar.

ACHTUNG AM DONNERSTAG HIER EINEN BACKSTAGE-BERICHT UND VERLOSUNG ZU ANGELINE BAUER

QR Code - Take this post Mobile!
Use this unique QR (Quick Response) code with your smart device. The code will save the url of this webpage to the device for mobile sharing and storage.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_bye.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_good.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_negative.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_scratch.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wacko.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yahoo.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cool.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_heart.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_rose.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_smile.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_whistle3.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_yes.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_cry.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_mail.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_sad.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_unsure.gif 
http://www.buchkritik.org/wp-content/plugins/wp-monalisa/icons/wpml_wink.gif