Die Radleys von Matt Haig

Vampire – ist ja nun nicht wirklich das was ich lese. Doch mich hat die Umsetzung hier angesprochen, so dass ich dem Buch und dem Thema eine Chance geben wollte.

Fakten zum Buch

Autor: Matt Haig Die Radleys: Ein Vampirroman

Orignial Titel: The Radleys

Ausgabe von: März 2012

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

ISBN: 978-3-49925527-4

Seiten: 430

Inhalt

Die Radleys, eine ganz normale Familie in einer Kleinstadt? 2 Kinder, ein Vater, der Arzt ist und eine Mutter, die in Lesekreisen aktiv ist? Aber warum brauchen sie selbst in Winter einen Lichtschutzfaktor 60? Und warum hören alle Vögel auf zu singen, sobald ein Radley auftaucht? Und warum lieben sie rohes Fleisch? Warum schmilzt der treue Ehemann beim Anblick zarter Frauennacken dahin und warum geht es der Tochter bei vegetarischer Ernährung so schlecht? Und warum ist plötzlich alles voller Blut?

Mein Eindruck

Sie sind unter uns. Vampire leben direkt Tür an Tür mit Dir und versuchen ein normales Leben zu führen. Doch wenn sie übertreiben, dann kann es ein Unglück geben. So wie bei der Tochter. Als sie versehentlich an Blut kommt (es steckt wirklich keine böse Absicht dahinter), verfällt sie in einen Blutrausch und tötet den Jungen, der sie vergewaltigen wollte. Doch damit fangen die Probleme erst richtig an. Die Familie ruft den verstoßenen und praktizierenden Vampir und Bruder des Vaters zur Hilfe. War dies eine gute Entscheidung? Kann er helfen oder macht er noch alles viel schlimmer?

Eine witzige und turbulente Geschichte um Vampire ist dem Autor dabei gelungen. Schön fand ich auch, wie er es schafft, die Probleme der Familienmitglieder darzustellen, die versuchen ein angepasstes und gutes Leben ohne Blut zu führen. Doch auch, welche Probleme sich dadurch ergeben können und was sie tun, wenn sie dabei scheitern. Auch spielt die Ehe der Eltern darin eine entscheidende Rolle. Ist es nur das Theater einer Ehe oder haben beide noch Gefühle füreinander. Hat sie der monotone Alltag aufgefressen? Haben sie ihren Kindern wirklich einen Gefallen getan, als sie ihre Natur verschwiegen haben und die Kinder darunter teilweise leiden liesen, dass sie doch anders waren?

Cover und Optik

Das Cover zeigt eine graue Straße mit einem einzigen roten Haus und darüber einen leuchtenden Vollmond. Dieser leuchtet im Dunkeln, wenn vorher Sonne drauf schien, besonders stark, aber sonst eher fahl, wie ein richtiger Mond. Ein sehr gelungenes Cover mit einem witzigen und einmaligen Detail. Die einzelnen Tage des bemerkenswerten Wochenendes sind klar mit einem schönen Titelbild unterteilt. Die einzelnen Themenbereiche wiederum mit kleinen Auszügen aus dem Handbuch für Abstinenzler untergliedert. Die Auszüge selbst sind recht witzig und hinten findet sich ein lesenswerter Glossar. Die Schrift ist relativ klein, lässt sich aber noch gut lesen.

Fazit

Wer dieses Buch auch ernster nehmen kann, wird darin eine schöne versteckte Kritik finden, dass es nicht immer gut ist, sich anzupassen. Wer aber das Buch „oberflächlicher“, wird ein witzigen und nicht alltäglichen Vampirroman finden. Trotzdem gebe ich nur 3-4 B`s, da ich anfänglich die Geschichte zu langatmig fand und der Funke selbst nicht ganz übergesprungen ist. Es war mir allgemein zu wenig Tiefgang und für mich selbst zu wenig Witz. Vielleicht habe ich auch den falschen Humor. Insgesamt würde ich sagen „ganz nett“ aber auch nicht mehr.  Das halbe B`bekommt das Buch dafür, dass die kleine subtile Kritik an der Gesellschaft darin versteckt ist.

3 - 4 Bs

Weitere Meinungen:

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2 Kommentare bis “Die Radleys von Matt Haig”

  1. MrsJennyenny sagt:

    Huhu Mella!

    Klasse Rezi! Das Buch hat mich nun auch „hungrig“ gemacht. Falls du es tauschen oder loswerden magst, stelle ich mich mal an, sonst landet es auf der Wunschliste! :)

    Danke für die Rezi!

    Gruß Jenny

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