Galgenmann von Aline Kiner

Dieses Buch habe ich durch vorablesen.de bekommen und es ist am 10. August 2012 erst erschienen. Die Leseprobe hat mich persönlich gleich angesprochen, auch aufgrund des Schreibstils, doch diese Meinung haben nicht alle geteilt, deswegen war ich nun besonders neugierig auf das komplette Buch

Fakten zum Buch

Autor: Aline Kiner 

Orignial Titel: Le jeu du pendu

Ausgabe von: 1. Auflage August 2012

Verlag: List Taschenbuch

ISBN: 978-3-548-61088-7

Seiten: 250

Inhalt

Simon Dreemer ist in nach Lothringen in die Provinz versetzt worden. Zur Strafe. Kaum angekommen muss er mit seiner neuen Kollegin Jeanne Modover einen Mordfall untersuchen. Und zwar genau in ihrem alten Heimatdorf Varange. Einer ehemaligen Bergarbeitersiedlung. Dort wurde ein Mädchen ermordet in einer Erdspalte aufgefunden. Skurril gefesselt, jedoch ansonsten unberührt. Warum musste die junge Nathalie sterben.

Ihr Tod führt die beiden Ermittler und den Leser in die Vergangenheit des Ortes und reißt alte Wunden wieder auf. Sind die Geschehnisse aus dem zweiten Weltkrieg entscheidend – alles deutet darauf hin. Oder doch eher die Geschehnisse in der alten Mine, die nun geflutet werden soll und die dadurch das ganze Dorf bedroht.

Ein sehr rätselhafter Mord, der die Ermittler in alle Richtungen ermitteln lässt.

Mein Eindruck

Varange ist ein Dorf, welches eine wechselhafte Geschichte hat. Ist es deutsch oder doch französisch? Dies war lange lange Zeit anscheinend unklar und so lebten dort Deutsche und Franzosen in einer Gemeinschaft zusammen, bis der 2. Weltkrieg hier alles veränderte. Genau diese Ereignisse fließen auch in das Buch ein. Zuerst kann man sie nicht zusammenfügen, doch im Laufe der Geschichte wird der Zusammenhang klar.

Auch die Geschichte der Minen in Lothringen wird hier kurz angeschnitten. Die Probleme, die heute aufgrund des Abbaus auftreten und die Spätfolgen dadurch werden geschickt in die Handlung integriert.

Was mir aber neben dem flüssigen Schreibstil besonders gut gefallen hat, ist dass zwar die Kommissare ihr Päckchen zu tragen haben, Simon wurde ja schließlich auch Strafversetzt, doch stehen sie nicht so im Vordergrund wie in manch anderen Krimis. Sie haben hier genau das richtige Maß – sie beeinflussen die Person und die Handlung – aber sie zerbrechen sie nicht, sondern beide Kommissare können ihre Arbeit voll und ganz ausführen. Das fand ich mal eine angenehme Abwechslung.

Die Protagonisten sind allesamt gut gezeichnet, wenn auch nicht immer nur sympathisch, jedoch aber menschlich. Die Handlung ist logisch und die Auflösung nicht vorhersehbar.

Cover und Optik

Auf dem Buch ist ein alter Friedhof mit einem kahlen Baum abgebildet. Die Erde ist rötlich, der Himmel ist weiß. Das Cover passt perfekt zum Buch und könnte darin genauso vorkommen. Besser geht es gar nicht!  Die Schrift ist relativ groß, die Kapitel klar nach Tagen und nach Uhrzeit untergliedert.

Fazit

Ein gelungener Kriminalroman, der sich sehr schnell weglesen lässt. Ich fand den Schreibstil flüssig und die Handlung komplex aber nicht zu kompliziert. Die neuer Geschichte des Dorfes und er Umgebung wurden geschickt in die Handlung integriert, so dass sich viele Ermittlungsstränge eröffnen. Das Kommissaren-Duo fällt positiv aus dem sonst üblichen Rahmen, da deren vorhandenen Probleme nicht in Vordergrund stehen.

Ich gebe 4 B`s

4Bs

Weitere Meinungen

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3 Kommentare bis “Galgenmann von Aline Kiner”

  1. Daggi sagt:

    Ich fand nur das Ende ein wenig überzogen, der Rest hat mir auch gut gefallen.

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