Treffen mit Monika Auer – mit Verlosung!

Monika Auer (500x333)

Kennen lernen

Monika Auer habe ich bereits bei den Liebesroman-Tagen in Grassau kennen gelernt. Wir kamen recht schnell ins Gespräch und dort habe ich danach auch erst von ihr ein Buch bekommen. Es war schon ein komisches Gefühl ein Buch zu lesen, wenn man sich zuvor mit einem Autor nett geplaudert hat.

Salzzug, ihr Debüt-Roman, den ich hier schon mal vorgestellt hatte, hat mich durch seine nette und natürliche Art überzeugt.  Vor allem hat Monika es geschickt vermieden die typischen Klischees der Bayern zu bedienen und sie trotzdem so darzustellen, wie sie sind. Dieses Buch habe ich mir natürlich signieren lassen und ihr könnt es unten gewinnen!

Wie erwähnt haben wir uns damals schon gut verstanden und der lose Kontakt ist auch nicht abgerissen. Da wir auch nicht zu weit auseinander weg wohnen, war klar, dass es ein Folgetreffen geben muss. Zuerst war ja geplant, dass ich mit der Autorin höchstpersönlich die Wirkungsstätten des Romanes aufsuche, doch wir haben das ganze kurzfristig verschoben, so dass wir uns in Wasserburg bei mir getroffen haben.

Treffen in Wasserburg am Inn

Was relativ schnell klar wurde – Monika Auer ist kein Stadtkind. Sie ist mit der bayerischen Heimat und den dörflichen Strukturen sehr gut verwurzelt, weshalb sie diese auch so gut darstellen kann. Dabei zeigt sie sich modern, aufgeschlossen und an vielen Dingen interessiert. So waren wir auch durch meine mittelalterliche Heimat relativ schnell bei den Themen Recherche, die sich manchmal gar nicht so einfach gestaltet. Denn wenn man Bayern um 1850 sucht, bekommt man hauptsächlich Daten zum Münchener Fußballverein geliefert.  Faszinierend ist hierbei auch besonders, was für uns heute so selbstverständlich ist, was es damals noch nicht gab, genauso gut auch die Sprache. Je mehr Monika gerade für ihren neuen Roman recherchiert umso mehr wird ihr das wieder bewußt vor Augen geführt. Ich kann nur so viel verraten: das was sie mir schon zum neuen Thema verraten hat, macht mich mehr als neugierig! Denn so wie es sich anhört, scheint sie wieder einen tollen Weg gefunden zu haben Dinge auferleben zu lassen und wahrscheinlich kommen wieder tolle Beschreibungen dazu.

Apropos Beschreibung. Mich haben ja in dem Buch wirklich ihre Ortsbeschreibungen fasziniert. Selten war ich so in der Versuchung mir die Orte direkt anzusehen (deswegen werden wir sicher nochmal auf den Spuren von Salzzug wandeln!) und bei unserem Treffen wurde mir auch recht schnell klar, warum das so ist. Monika beobachtet sehr genau. Nicht nur die Stadt Wasserburg, sondern auch Menschen und auch technische Dinge. Ja, warum wir das Treffen zu mir verlegt hatten, war dass die Molkerei Bauer (ja der große Bauer) 125 Jahre Jubiläum gefeiert hat und man die Produktion und die Lager besichtigen konnte. Das Hochlager ist schon einen zweiten Blick wert, doch außer Monika hat hier fast niemand genauer nachgefragt. Ich bin dann mal gespannt, ob nicht doch irgendwann mal der Bauer in einen der folgenden Büchern auftaucht. Denn bei unserem „Interview“ hat sie mir verraten, dass ihr Buch immer nur aus „Fragmenten“ entsteht. Hier mal etwas, dann wieder dies. Und irgendwann ergibt sich daraus eine sehr stimmige und gute Geschichte.

Unser Gespräch

Ihr wundert Euch sicher, warum ich Interview in Gänsefüßchen gesetzt habe? Ganz einfach – ich habe viel Interessanteres erfahren, als meine Fragen es waren und auch vieles darüber hinaus. Dabei auch einige Dinge, die ich nicht fragen würde. So hat Monika mir gestanden, dass sie Legasthenikerin war. Sie steht dazu, deshalb darf ich es hier auch veröffentlichen. Ich finde es total super und gerade auch das macht doch auch Mut, egal wie die Deutschnoten waren oder ob die Rechtschreibung stimmt – man kann trotzdem tolle Bücher schreiben.

Doch auch genau hier liegt der Haken an der Sache. Obwohl nicht nur mir das Buch sehr gut gefällt und sie auch ansonsten guten Zuspruch in der Richtung erfährt, ist dieses Buch im Eigenverlag heraus gekommen. Leider merkt man, dass hier das Lektorat gefehlt hat .  Und bei dem weiteren Gespräch haben wir uns über die Vorteile und Nachteile des Eigenverlages unterhalten. Denn seit Veröffentlichung von Salzzug hat Monika einige Kontakte mit anderen Autoren knüpfen können und festgestellt, dass die Verträge mit Verlagen auch nicht immer ideal sind. Vor allem dann, wenn eine eventuelle Verfilmung im Raum steht. Andererseits ist es für sie auch recht schwer ihre Bücher zu vertreiben. Denn sie muss jede einzelne Buchhandlung erst mal selbst überzeugen, ihr Buch aufzunehmen. Und dann ist es immer Verhandlungssache, wer wie viel mit verdient. So bleiben bei manchen bekannten Vertriebswege gerade mal ein paar Cent für die Anerkennung übrig. Also ist Eigenverlag sicher nicht nur negativ zu sehen, auch wenn es wie bei einem Verlagsbuch auch, Vor- und Nachteile gibt.

Und vielleicht liegt es auch daran dass sie sich nicht als Autor sieht? Was ich ehrlich gesagt gar nicht verstehen kann. Bei der Diskussion ab wann ist ein Autor ein Autor kamen wir auf keinen grünen Zweig, wo ich sie doch eindeutig bereits in diese Kategorie einordne, während sie es als Hobby betrachtet.

So war es auch für mich ein sehr lehrreicher und interessanter Tag und weil ich mich gerne vom Gegenteil überzeugen lasse, hier zwei Standard-Fragen:

Wann hast Du mit dem Schreiben angefangen?

Ich habe mit dem Schreiben nach einer Trennung angefangen. Aus Liebeskummer bzw. weil ich etwas Neues für mich machen wollte. 

Welches Gefühl war es, als Du Dein Buch zum ersten Mal in den Händen gehalten hast?

Bescheuert. Ich habe mich total geärgert. Weil die Druckerei erstens sehr lange gebraucht hat und vieles nicht wie besprochen umgesetzt hatte. Dann wurde auch nicht alles geliefert und dann war das Zeug endlich da und musste von mir vertrieben werden.

 


 

Gut, ich gebe mich geschlagen. Diese Antworten hätte ich nicht erwartet und sie waren erheblich Interessanter als ich gedacht hätte. Das zeigt vielleicht auch, wie vielfältig und eigen Monika  Auer ist. Daher habe ich mich auch gegen ein klassisches Interview entschieden, aber es ist auch kein „Backstage“ geworden, sondern eine fröhliche Mischung hier draus.

Wer jetzt nun neugierig geworden ist – Ja, das Buch Salzzug liegt signiert vor mir auf dem Schreibtisch und ist bereit für eine Verlosung. Und zwar möchte ich diesmal wissen:

Ab wann ist ein Autor ein Autor?

Jeder sinnvolle Kommentar landet im Lostopf. Zeit ist diesmal bis 12.08.2012.

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5 Kommentare bis “Treffen mit Monika Auer – mit Verlosung!”

  1. Für mich ist ein Autor dann ein Autor wenn er es versteht Geschehnisse, Emotionen etc. so bildlich in Worte zu fassen, dass man in seine Worte „eintauchen“ kann…und das hat für mich nichts mit Veröffentlichungen etc. zu tun. Für mich beginnt das Autor-Sein schon im Kopf…wenn Du verstehst was ich meine :)

  2. Iris sagt:

    Schwierige Frage, die du da stellst. Da Monika Auer ja zwischen Autor sein und Hobby unterschieden hat, kann man natürlich sagen, man ist Autor, wenn man das Schreiben als Beruf sieht, von dem man weitgehend leben kann. Eine ganz äußerliche Einteilung also. Andererseits ist jeder ein Autor, der sich überhaupt hinsetzt und schreibt. Wobei ich schon finde, dass zum Autor auch Leser gehören und somit auf jeden Fall ein Weg der Veröffentlichung.

  3. Uwe T sagt:

    Eine wirklich schwierige Frage. Wikipedia sagt dazu:

    „Ein Autor (lat. auctor ‚Urheber‘, ‚Schöpfer‘, ‚Förderer‘, ‚Veranlasser‘) ist der Verfasser oder geistige Urheber eines Werkes.“

    Wenn man danach geht ist jeder, der etwas schreibt schon Autor. Für mich sehe ich den Titel „Autor“ eher als Berufsbezeichnung für jemand, der versucht damit Geld zu verdienen und regelmäßig an seinen Werken arbeitet. Wie in anderen Berufen gibt es dann auch Voll- und Teilzeitautoren, aber ich glaube auf das regelmäßige Schreiben kommt es an, was den Autor vom Hobbyschreiberling unterscheidet.

  4. […] ja, und genau dieses Buch wird hier im Blog noch bis zum 12. August verlost. Der Beitrag hierzu ist hier, beim Beitrag zum Treffen mit der Autorin. Aber nun das Video: Weitere Videos in arbeit (mit […]

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