Der Mann im Park von Pontus Ljunghill

Dieser Thriller hat mich gereizt, weil er in der Vergangenheit spielt, also zugleich ein historischer Roman ist. Dabei empfinde ich die Zeitspanne selbst recht interessant.

Fakten zum Buch

Autor: Pontus Ljunghill 

Orignial Titel: En Osynlig

Ausgabe von: August 2013

Verlag: Heyne

ISBN: 978-3-453-26838-8

Seiten: 560

Inhalt

25 Jahre ist es her, als die 8-jährige Ingrid ermordet auf einer verlassenen Werft aufgefunden wurde. 1928 war es, als der junge Kommissar John Stierna die Ermittlungen übernahm und der Mutter versprach den Mörder zu fassen. Doch 25 Jahre später, ist der Mörder immer noch frei und der Fall steht kurz vor der Verjährung. Stierna hat mittlerweile den Polizeidienst quittiert, doch der Mord an dem kleinen Mädchen beschäftigt ihn noch immer. Als ein Journalist über den Fall schreiben will und ihn deshalb aufsucht, rollt Stierna den Fall wieder auf.

Mein Eindruck

Eine faszinierende Zeit, auch vor allem für die Polizeiarbeit 1928 bis etwa 1941 und weiter bis 1953 beschäftigt dieser Fall die Stockholmer Polizei und vor allem John Stierna. Was alles schon möglich war, im Bereich Forensik, welcher Aufwand damals betrieben werden musste, was heute mit einer einfachen Computerabfrage nebenbei erledigt wird. Und dennoch kommt John Stierna dem Täter erstaunlich nah. Auch so war es eine faszinierende Zeit. Modern, aber dennoch ganz anders als heute. Der Autor hat es gut geschafft, mich in diese Zeit hineinzuversetzen. Als alle Männer noch Hut trugen und die Sportvereine boomten.  Als noch zu Fuß gegangen wurde und es noch nicht in jedem Haushalt ein Telefon oder Auto gab. Das macht unter anderem auch den Reiz des Buches aus. Zudem noch eine interessante und flüssige Erzählmethode, die den Fall von einer anderen Sicht aufrollt. Und war im Rückblick, wie es damals genau war. Was ich auch gut fand, waren die Protagonisten. Der Kommissar ist nicht der Übermensch, sondern ein ganz normaler Mann, genauso wie der Mörder nicht nur böse ist.

Cover und Optik

Auf dem Cover ist ein altes Bild mit einem Mann im Mantel und Hut in einem Park abgebildet. Dies passt genauso wie der Titel perfekt zum Inhalt, denn es geht um einen Mann im Park. Das Buch selbst ist in klar untergliederten Kapiteln getrennt und wenn die Zeit gewechselt wird, ist dies klar ersichtlich. Auch von der Schrift her, wenn zur Sicht des Mörders gewechselt wurde. Jedoch ist insgesamt die Schrift eher klein, wenn auch noch gut lesbar. Die Bindung und das Papier machen einen guten Eindruck.

Fazit

Ein faszinierender und interessanter Einblick in eine selten beschriebene Zeit. Der Fall ist gut beschrieben, wenn auch von der Schreibweise für mich etwas anstrengend. Denn die ganzen Straßennamen sagen mir leider so rein gar nichts, genauso wie die für mich fremdländischen Namen. Wer hier öfter mit liest, weiß, dass ich normalerweise krimimäßig eher im Süden oder im englischsprachigen Raum zu Hause bin, dennoch konnte mich dieser Schwedenkrimi soweit überzeugen, dass ich 4 bis 5 B`s gebe. 4-5 B`s

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