Der Mann ohne Geld von Mark Boyle

Dieses Buch habe ich mir mal ertauscht, und ich fand das Thema allgemein interessant.

Fakten zum Buch

Autor: Mark Boyle 

Orignial Titel: The Moneyless Man. A Year of Freeconomic Living

Ausgabe von: 1. Auflage März 2012

Verlag: Goldmann 

ISBN: 978-3-442-17244-3

Seiten: 334

Inhalt

Der ehemalige Geschäftsmann Mark Boyle möchte ein Jahr komplett ohne Geld leben. Wie kann man kostenfrei Wohnen? Welche kostenfreien Alternativen sind sonst möglich? Wie geht Reisen ohne Geld? Kann ein Leben ohne Geld bereichern? Wenn ja, inwiefern? In diesem Jahr lernt er sehr viel, auch über sich selbst.

Mein Eindruck

Ich finde das Thema sehr interessant. Kann man wirklich komplett ohne Geld leben? Ich kann es mir nicht vorstellen, komplett darauf zu verzichten, denn wer zahlt die Krankenkasse? Wo sollten wir wohnen? Gut, Mark Boyle ist ein etwa 30 jähriger Mann ohne Kinder und Familie. Daher kann er ganz anders agieren, als ich. Doch das Thema selbst interessiert mich. Denn mir ist unsere Konsumgesellschaft eh schon lange ein Dorn im Auge. Immer mehr. Immer besser. Wir, die wir auch auf das Geld achten müssen, müssen doch oft unseren eigenen Weg gehen.

Er schreibt sehr flüssig darüber, wer er ist, wie es dazu kam und wie er sein Leben gestaltet. Auch wie er an Dinge kommt. Mark Boyle beschäftigt sich schon länger mit diesem Thema und hat sogar schon eine entsprechende Organisation gegründet. Dies hat ihm natürlich schon sehr geholfen, denn er konnte bereits auf ein bestehendes Netzwerk zurückgreifen. Ich war erstaunt, wie gut es klappt. Was mir aber noch besser gefallen hat – ich kenne sehr vieles von dem aus eigener Erfahrung. Speziell hier aus dem Bereich Bloggen und Webseiten. Denn gerade bei den Bloggern ist es selbst verständlich zu helfen. Mit Tipps, Plugins, Hilfe, etc. Ohne direkt etwas zurückzufordern, dem man gerade geholfen hat. Dabei bekommt man aber immer irgendwo anders Hilfe her. Es ist ein ständiges Geben und Nehmen, welches mir gezeigt hat, dass viele dieser Ideen von ihm funktionieren. Und ehrlich – die meisten Buchblogger könnten ihren Blog gar nicht finanzieren, wenn sie nicht tauschen würden.

Dennoch muss ich auch sagen: Mark Boyle ist recht naiv und blauäugig. Das sieht man vor allem am Schluss, wenn er über die Visionen, was er nun vor hat, schreibt. Er geht von einer idealen Welt aus, von der ich mich schon längst verabschiedet habe. Ich wünsche ihm, dass es klappt, doch meine eigenen Erfahrungen sprechen da leider eine andere Sprache. Ich bin auch ein paar Jahre älter und habe zwei Kinder, wovon mich eines vor Herausforderungen stellt. Diese Erfahrungen muss er wohl erst noch machen, doch glaube ich, dass er seinen Weg gehen wird.

Cover und Optik

auf dem in Weiß gehaltenen Cover sieht man eine Nudelmaschine, die Geldscheine in Spaghetti verarbeitet. Ein gelungenes Bild zum Inhalt des Buches.

Die Kapitel sind klar gegliedert und es gibt immer wieder Tipps und Tricks, die gut abgesetzt sind. Im Anhang findet man ein Stichwortverzeichnis und interessante Internet-Adressen.

Fazit

Ein Mann, der weiß, wovon er spricht. Ein studierter Betriebswirt, der selbst das Experiment wagte und schon lange umgedacht hat. Er geht auch halbwegs selbstkritisch an das Buch heran, wobei er mir teilweise noch zu naiv ist. Dennoch ist es erstaunlich, was man alles ohne Geld bewirken kann. Was er jedoch übersieht ist, dass er auf Kosten der Konsumgesellschaft lebt und wenn jeder so handeln würde wie er, sein Lebenskonzept nicht mehr funktionieren würde. Dennoch wünsche ich, dass ein paar Leute mehr umdenken und sich an das Geben und Nehmen halten. Dabei ist es irrelevant, wem man gerade gibt und von wem man bekommt. Es gleicht sich immer irgendwie aus.

Ich gebe 3-4 B`s, da sich das Buch zwar sehr gut lesen lässt. Mir aber teilweise zu einseitig ist. Es ist kein Tagebuch, wie er das Jahr schafft, sondern eher ein Buch über seine Beweggründe, Philosophie, und wie diese umsetzbar war. Es war interessant, ohne Frage. Doch es konnte mich nicht wirklich bewegen.

3 - 4 Bs

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3 Kommentare bis “Der Mann ohne Geld von Mark Boyle”

  1. Daggi sagt:

    Ich weiss gar nicht, ob das Buch mich angesprochen hätte, aber klingt spannend :)

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