Fünf von Ursula Poznanski

Nachdem ich mit Begeisterung ihre beiden ersten Bücher verschlungen habe, wollte ich natürlich auch ihren Thriller für Erwachsene lesen. Zumal mich das Thema Geocachen eh interessiert.

Fakten zum Buch

Autor: Ursula Poznanski Fünf

Ausgabe von: 3. Auflage März 2012

Verlag: Wunderlich

ISBN: 978-3-8052-5031-3

Seiten: 381

Inhalt

Eine ermordete Frau wird auf einer Kuhweide gefunden. Ihre Hände sind gefesselt und auf ihren Fußsohlen Koordinaten eintätowiert. Als die Ermittler die Stelle aufsuchen, finden sie eine Hand in Plastikfolie eingeschweißt und ein perfides Rätsel in dem sie dazu aufgefordert werden eine weitere Stelle zu suchen. Eine Schnitzeljagd mit GPS? Also Geochaching in seiner perfidesten Art?

Der Mörder jagt die Ermittler von Stelle zu stelle und Beatrice Kaspary und Florin Wenninger finden ein Leichenteil nach dem nächsten. Potentielle Zeugen verschwinden und tauchen wieder auf. Und das Spiel wird Persönlich. Viel persönlicher als sich alle Beteiligten wünschen.

Mein Eindruck

Das Thema klingt nicht schlecht und auf den ersten Seiten des Buches wird gleich eine surreale beklemmende Situation beschrieben. Die Geschichte selbst ist spannend und die Protagonisten sind allesamt sympathisch. Der Schreibstil ist wie gewohnt spannend und gut lesbar.

Dennoch konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Denn irgendwie waren mir die persönlichen Probleme der Kommissarin Beatrice Kaspary zu viel und was mich mehr gestört hat – es gab zu viele Andeutungen aber zu wenig Antworten. Es war so, als ob man den zweiten Teil  liest und die Antworten alle im ersten Teil lauern und man sich ärgert, dass  man Mitten in der Serie begonnen hat. Doch das war hier nicht der Fall und deswegen muss ich hier auch einen Punkt Abzug geben. Genauso wie ich nicht glaube, dass es hier eine Fortsetzung geben wird – und somit für mich ziemlich viele Fragen offen bleiben.

Das Ende war zwar spannend und überraschend aber doch ein wenig arg an den Haaren herbeigezogen.

Cover und Optik

Auf dem angedeuteten Zaun sitzt ein Rabe vor einer nebelverhangenen Wiese. Der Titel 5 ist in rot geprägt, ebenso wie der Rabe. Das Cover ist sehr gut und passend und beschreibt eine tolle Stimmung zur ersten Szene. Den Titel finde ich  – nun ja. Er verrät mir zu viel, gerade zum letzten Drittel des Buches hin.

Die Schrift ist gut lesbar. Die Kapitel unterschiedlich lang und können teilweise schlecht unterbrochen werden. Was ich gerade beim ersten Kapitel wirklich bemängle, da es sich hier um über 100 Seiten handelt.

Obwohl das Buch nicht extrem dick ist, leidet der Buchrücken doch sehr.

Fazit

Für einen normalen Krimi oder Thriller nicht schlecht. Doch bin ich gerade von dieser Autorin besseres gewohnt und daher ein wenig enttäuscht. Die privaten Probleme der Ermittlerin nehmen zwar einen großen Raum ein, haben aber indirekt sogar einen Sinn. Dennoch sind sie mir ein wenig zu ausführlich und das Ende konnte mich nicht überzeugen. Allerdings war das Buch selbst spannend und packend.

Ich gebe daher 4 B`s

4Bs

 

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7 Kommentare bis “Fünf von Ursula Poznanski”

  1. Iris sagt:

    Oh, jetzt hab ich aber einen Schreck bekommen. Ich werde das Buch nachher in der Schule vorgestellt bekommen und zwar von einem Siebtklässler. Da muss ich in Zukunft echt besser aufpassen, was ich genehmige. Aber als ich Poznanski hörte, fiel mir nur Erebos ein und der Junge versicherte mir, dass das Buch für Jugendliche geeignet sei. Zum Glück habe ich dieses Mal Fitzek verboten. Da wollte auch wieder jemand die Therapie vorstellen….. Für mich selbst könnte ich es mir aber gut vorstellen, auch nach deinen kritischen Worten.

    • Mella sagt:

      Oh weia, das ist offiziell das einzige Erwachsenenbuch von Ursula Poznanski. Mein Großer hat ja schon teilweise Saekulum als härter empfunden und ich finde Fünf nicht unbedingt für das Alter geeignet, und gebe es ihm auch nicht.
      Ja, ich glaube für Dich ist es ganz okay, aber für Kinder? Da werden Leichenteile in Plastikdosen gefunden!!!!

  2. nasch sagt:

    Also mir hat das Buch gefallen, aber Erebos, Saeculum haben wir einen ticken besser gefallen :) Nun habe ich noch den ersten Teil ihrer Triologie hier liegen, bin schon sehr gespannt auf das Buch!

    • Mella sagt:

      Es ging – ich fand halt ihre anderen Bücher viel besser. Und wenn ein Autor so toll vorlegt, dann ist halt die Messlatte höher

  3. Daggi sagt:

    Und wer hat immer noch nichts von der Autorin gelesen? Ich :-(

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