Verachtung von Jussi Adler-Olsen

Bereits den ersten Teil hat mir ganz gut gefallen, so dass ich den 4. Teil, als er sich angeboten hatte, auch gerne genommen habe.

Fakten zum Buch

Autor: Jussi Adler-Olsen 

Orignial Titel: Journal 64

Ausgabe von: Erstausgabe 2012

Verlag: dtv

ISBN: 978-3-423-28002-0

Seiten: 539

Inhalt

Im November 1985 trifft Nete Rosen den Gynäkologen Curd Wad während eines Empfanges wieder. Vor allen Gästen demütigt er die Frau über ihre gemeinsame Vergangenheit. Es ist eine entsetzliche Vergangenheit, die Nete Rosen bisher verschwiegen hat. Voller Verachtung zögert Netes Ehemann keine Sekunde um sich von seiner Frau loszusagen. Voller Verachtung stirbt er bei einem Autounfall.

In 2010 stößt Carl Mørk und sein Sonderdezernat Q auf die Akte einer Frau, die 1987 vermisst gemeldet wurde. Bei den Recherchen stoßen wie auf weitere Vermisste und alle scheinen miteinander zu tun zu haben…..

Mein Eindruck

Das Sonderdezernat Q setzt sich immer noch aus sehr bizarren Ermittlern zusammen. Ich bin froh, den ersten Teil zu kennen, damit ich Assads Rolle besser verstehe, doch ansonsten kann man ruhig in der Mitte dieser Serie anfangen, denn der Fall selbst ist in sich abgeschlossen.

Die Ermittlungen und der Fall sind komplex, schockierend und gut geschrieben. Dabei nicht blutig, sondern einfach vom Thema her etwas heftig, denn hier wird eine ziemlich unrühmliche Geschichte Dänemarks angesprochen. Dabei ist der Täter nicht richtig böse, sondern von seiner Umgebung dazu gemacht worden, der eigentliche Täter scheint immer mit einem blauen Auge davon zu kommen.  Das macht die Besonderheit dieser Geschichte aus.

Jussi Adler-Olsen spielt mit der Zeit und den verschiedenen Blickwinkeln. Dies tut er aber so gekonnt, dass die Geschichte gut weiter erzählt wird und keine Verwirrung beim Leser auftaucht. So wird die Spannung gut aufrecht erhalten.

Cover und Optik

Der Titel passt sehr gut zum Inhalt, doch die auf dem Cover abgebildete blutige Schere kann ich nicht im Buch finden. Wäre es ein Skalpell gewesen- gut, aber eine Schere kommt leider nicht im Buch vor.  Die Kapitel sind gut durchdacht und gut gegliedert. Dabei sind sie für mich weder zu lang noch zu kurz. Die Schrift ist relativ klein, die Bindung und das Hardcover sowie das Papier machen einen hochwertigen Eindruck.

Fazit

Ein guter unblutiger Thriller, der trotzdem ans Eingemachte geht. Dabei sind die Ermittler eigentliche Anti-Helden, die allesamt ihr Scherflein zu tragen haben.  Wenn nur
Carl Mørk nicht so selbstmitleidig wäre, wären mir die Ermittler sicher sympathischer und ich würde sicher mit mehr Begeisterung die Serie verfolgen, doch genau dies lässt mir das Buch immer wieder ein wenig verleiden, daher reicht es bei mir nur zu 4 B`s, auch wenn die Geschichte an sich spannend und stimmig ist.

4Bs

Weitere Teile der Serie

1. Erbarmen

2. Schändung

3. Erlösung

4. Verachtung

5. Schändung

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