Wenn die Kinder Leseratten werden

Vor gar nicht allzu langer Zeit, noch nicht mal 5 Jahre ist es her, da war ich die Hauptleseratte der Familie. Der Große hat zwar schon mitgelesen, aber natürlich eher Kinderbücher, der Kleine hat gestreikt und mein Mann sowieso.

Dann ging es ans Buchwichteln und ich brauchte noch Teilnehmer. Mein Mann musste herhalten, zumindest für den Bereich Hörbuch. Da lag eh noch eines bei uns herum, welches er zwar schon gehört hatte, aber ihn nicht wirklich gefallen hat.

Und dann geschah es!

Mein Mann bekam ein Hörbuch, welches ihn nicht mehr losgelassen hat. Er wurde zum richtigen Junkie. Mittlerweile stürmt er genauso gerne ein Buchgeschäft wie ich und kann sich lange lange Zeit in der Hörbuchabteilung aufhalten.

Dort fielen ihm auch Kinderhörbücher in die Hand, bzw. Hörbücher für junge Jugendliche. Dies bekam der Kleine von uns. Um den war es dann auch innerhalb kürzester Zeit geschehen. Erst Warrior Cats, dann Bartimäus und und und und.

Der Große konnte es nicht mehr erwarten, bis wir vielleicht den zweiten oder dritten Band in Hörbuch-Format bekommen und hat sich auf Taschenbücher verlegt. In Deutsch und auf Englisch.

Mittlerweile ist er mindestens genauso süchtig wie ich und kaum noch von Büchern weg zu bekommen. Sein SuB wächst im fast gleichen Ausmaß wie meiner.

Oder besser gesagt

Mein SuB wächst durch die Kinder

Denn sie entdecken echt tolle Bücher und wir tauschen diese auch regelmäßig aus. So liest Junior ein Buch, welches ihn so begeistert, dass es auch bei mir landet. Seit dem das so ist (seit etwa einem halben Jahr) habe ich meinen SuB gar nicht mehr im Griff, denn in dem gleichen Tempo wie er liest, kommen neue Bücher bei mir dazu und mein Großer liest mittlerweile recht schnell….

Aber zum Glück kann mich nicht alles überzeugen und er liest auch englische Literatur, so dass ich doch immer wieder etwas Pause bekomme.

Doch lesende Kinder – so sehr ich mich auch darüber freue (übrigens der Kleine nimmt mittlerweile auch Bücher in Papierform in die Hand, wenn es kein Hörbuch dazu gibt), so erkenne ich auch nach und nach die Nachteile ;-)

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6 Kommentare bis “Wenn die Kinder Leseratten werden”

  1. Jenny sagt:

    Das Thema hatte ich am Sonntag noch mit meinem Mann, da wir uns über die Bücherei unterhalten hatten und was es bringen würde die KiGa-Kinder mit ins Boot zu holen. Aber sind wir mal ehrlich, wenn die Eltern kann interesse an Büchern oder Hörbüchern zeigen, dann springt der Funke auch nicht auf die Kinder über (meine Meinung)

    Denn wäre ich nicht so eine Leseratte, wüßte ich nicht ob meine Jungs mit der selben Begeisterung an die Bücher ran gehen würden. Klar, hätten sie dann auch das ein oder andere Buch, aber eben nicht die Massen die sie jetzt haben.

    Man könnte zwar im Umkehrschluss behaupten, wir als Erwachsene haben unsere Kinder (und Männer) damit angesteckt, warum soll das nicht auch anders rum gehen. Aber wir Erwachsenen sind denke ich schon „festgefahren“ im Leben und nicht mehr so leicht formbar wie die Kleinen.

    Nachteile?? Oh ja, jede Menge, permaneter Geldmangel auf Grund von Buchkaufsucht und nicht unbedarft in eine Buchhandlung gehen können ohne auch nur mit einem Buch da wieder raus zu gehen.

    Kleine Anekdote dazu: Ich war mit den Jungs in der Bücherei, musste was umräumen, als es nach Hause gehen sollte fragte mein Großer ganz entsetzt “ Wie Mama, nehmen wir keine Bücher mit?“ :-D

    • Mella sagt:

      Wir Eltern haben wohl schon Einfluss, aber überschätze den mal nicht. Meine Schwägerin liest z.B. auch recht viel, ist aber nicht von ihren Eltern dazu gebracht worden. Etwas Einfluss ja, aber nicht nur.
      Wichtiger finde ich, mit welchen Büchern die Kleinen in Kontakt kommen. Kindergarten ist da noch fast zu früh, aber Grundschule genial. Mein Mann hatte nur Robinson Crusoe und so wurde ihm das Lesen vergrätzt. Meine Kids hatten Nick Nase, Kommissar Kugelblitz und eben Hörbücher und da ging es super.
      Ich hatte nur wenige Bücher und musste die fast selbst kaufen. Daher habe ich in meiner Verzweiflung in der Grundschule sogar die Deutschbücher gelesen…..

  2. Iris sagt:

    Also außer Platzmangel und Geldproblemen kann ich an Lesesucht keinen Nachteil entdecken. Ich würde mich heute nicht mehr als lesesüchtig bezeichnen oder kann aus Zeitgründen dieser Sucht nicht wirklich nachgehen. Darum bin ich vielleicht nur Vielleserin. Meine Kinder habe ich beide jedoch ganz und gar nicht angesteckt, obwohl ich es auch versucht habe und sie ständig in Buchkontakt durch mich waren. Vielleicht hat sie das aber eher abgeschreckt. Wo meine Tochter zumindest ganz bestimmte Sachen schon fast exzessiv liest (z.B. Reihen wie die Edelsteine von K. Gier), liest mein Sohn wenn überhaupt nur Sachbücher, die ihn im Job weiterbringen. Und Wenn meine Tochter mit so einer Reihe durch ist, liest sie lange Zeit überhaupt nicht. Liegt vielleicht daran, dass beide durch ein anderes Hobby zeitlich stark beansprucht sind. Aber erblich ist Leseleidenschaft nicht.

  3. Sabienes sagt:

    Meine Kinder kamen damals durch Harry Potter zum Lesen und Sohn 2 konnte damals sogar bei einem Lesewettbewerb einen Preis gewinnen. Inzwischen sind beide meist nur noch Zwangsleser, sie lesen fürs Studium und für die Schule – das muss reichen! ;-)
    LG
    Sabienes

    • Mella sagt:

      Nee, zwar hat Harry Potter zumindest beim Großen das Englisch-Lesen ausgelöst, aber sie brauchen ihre Belletristik eben auch zum Abschalten von der Schule.

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